Zukunft der Alten Schule
Baupause im zukünftigen Probenlokal des 1920 gegründeten Musikvereins Bleibuir mit (von links) Musikvereins-Pressesprecher Martin Radermacher, Ortsvorsteher Walter Schumacher, Manfred Kesternich, Alte-Schule-Fördervereinsvorsitzender Klaus-Peter Hoss und Ex-Dirigent Volker Zart, Vorstandsmitglied der Mechernich-Stiftung. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress
Die so genannte „Oberklasse“ (r.) der ehemaligen Volksschule Bleibuir, die bislang vom Musikverein als Probenlokal genutzt wurde, muss wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Das Orchester zieht jetzt neben dem Kodex-Kulturverein im ersten Obergeschoss des Altbaus ein. Foto: Elena Brohm/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Bleibuir – Auch wenn die frühere Oberklasse der Alten Schule von Bleibuir wegen Baufälligkeit abgerissen werden muss – es geht weiter in dem lebendigen Dorfgemeinschaftskomplex.
Die bisherigen Nutzer des Altbaus rücken zusammen und machen Platz für den Musikverein, der momentan bereits dabei ist, im ersten Obergeschoss des Altbaus nicht tragende Zwischenwände herauszureißen und einen neuen Probenraum zu schaffen.
Um dort 65 Quadratmeter Platz für künftige Orchesterproben zu bekommen, ist der von Professor Dr. Ulrich Mehler geführte Kodex-Kulturverein innerhalb des Obergeschosses umgezogen, der örtliche einmal wöchentlich genutzte Skattreff und die nur noch sporadisch frequentierte Dorfbücherei mussten weichen, für den gewerblichen Mieter der Stadt im ersten Obergeschoss ändert sich nichts.
Das gilt auch weitgehend für den „Förderverein Alte Schule“, der das Erdgeschoss mit zwei ehemaligen großen Klassenräumen bewirtschaftet, den Jugendclub Bleibuir (JCB) mit Partytraum im Keller und die 1. Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Bleibuir, die temporär vor allem den Schulhof für Zeltveranstaltungen nutzt.
Behindertengerechte Toilette
Fördervereinsvorsitzender Klaus-Peter Hoß schreibt in einer Hauswurfsendung an die Bleibuirer Haushalte, dass das Gebäude des Musikvereins, die ehemalige Pausenhalle und die Toilettenanlage des Fördervereins nach eingehenden Untersuchungen und festgestellter Einsturzgefahr abgerissen werden müssen.
Der Neubau der gesamten Toilettenanlage inklusive einer behindertengerechten Toilette sowie der Neubau eines Lagerraums für Möbel des Fördervereins soll entweder im Bereich der ehemaligen Pausenhalle oder auf der anderen Giebelseite auf dem bisherigen kaum genutzten Boule-Platz entstehen. Entsprechende Überlegungen und Planungen dauern noch an.
Klaus-Peter Hoß sagte dem Mechernicher „Bürgerbrief“, als nächstes sei nun der Abriss der so genannten Oberklasse, also des bisherigen Domizils des Musikvereins Bleibuir, geplant. Mit dem Bauschutt solle der ebenfalls seit längerem einsturzgefährdete Hohlraum unter der ehemaligen Pausenhalle verfüllt werden.
Außerdem sei der Umzug des Kodex-Kulturvereins innerhalb des ersten Obergeschosses im Altbau bereits abgeschlossen und der Abriss der Zwischenwände in Angriff genommen. Fördervereinsmitglieder haben damit begonnen, die Toiletten zu entkernen.
Hilfe bei Abriss- und Maurerarbeit
Was die bevorstehenden Abriss- und Maurerarbeiten angeht, soll zwar eine Fachfirma eingeschaltet werden, aber es gibt auch Hilfs- und Handlangertätigkeiten, die die Dorfgemeinschaft Bleibuir in ihrer Gesamtheit auf die Beine stellen muss wie das Abdecken des Oberklassendachs, Erdarbeiten und Handlangern für den Maurer.
Klaus-Peter Hoß: „Der Förderverein Alte Schule e.V. freut sich über Jeden, der hilft.“ Wer mit anpacken kann und will, sollte sich bei ihm unter der Rufnummer (0162) 61 49 08 8 melden. Bei einer Zusammenkunft Mitte März überlegten die Mietervereine der Alten Schule die Gründung eines gemeinsamen Trägervereins, der gegenüber der Stadtverwaltung Mechernich als Mieter und Nutzer auftritt und die Interessen aller Vereine koordiniert.
In seinem Flyer, der an die Haushalte von Bleibuir verteilt wurde, dankt Klaus-Peter Hoß, der Vorsitzende des Fördervereins Alte Schule, auch im Namen der übrigen Gebäudenutzer der Stadtverwaltung Mechernich für ihr Entgegenkommen und ihre Hilfe bei der Lösung der Probleme, die durch die Baufälligkeit des Musikvereinskomplexes entstanden sind. Besonders lobt Hoß Janine Deinzer vom Gebäudemanagement für ihr Engagement.








