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Wenn aus Löschgruppen ein Team wird

Löschzug 4 der Feuerwehr Mechernich trainierte mit Verstärkung aus Floisdorf und Obergartzem am Institut der Feuerwehr NRW in Düren – 24 Einsatzkräfte übten Führung, Kommunikation, Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

24 Feuerwehrleute trainierten auf dem Übungsgelände des Instituts der Feuerwehr NRW in Düren-Stockheim gemeinsam für den Ernstfall: Neben den Einheiten Eiserfey, Harzheim, Lorbach und Vussem des Löschzuges 4 waren auch Kräfte aus Floisdorf und Obergartzem dabei. Im Mittelpunkt standen unter anderem Führung und Kommunikation sowie das koordinierte Vorgehen bei Bränden und Verkehrsunfällen. Foto: Alexander Kloster/FF/pp/Agentur ProfiPress

Wie im Ernstfall: Beim angenommenen Gebäudebrand am Institut der Feuerwehr NRW in Düren-Stockheim mussten die Einsatzkräfte des Löschzuges 4 Löschangriff, Menschenrettung, Kommunikation und Führung aufeinander abstimmen. Gerade solche komplexen Übungslagen zeigen, wie wichtig eingespielte Abläufe über die Grenzen einzelner Löschgruppen hinweg sind. Foto: Alexander Kloster/FF/pp/Agentur ProfiPress

Auch technische Hilfeleistung gehörte zum Übungsprogramm: An einem Pkw trainierten die Mechernicher Feuerwehrleute das koordinierte Vorgehen bei einem angenommenen Verkehrsunfall. Unterschiedliche Einsatzfunktionen und die Bildung von Einsatzabschnitten waren wichtige Bestandteile des Ausbildungstages in Stockheim. Foto: Alexander Kloster/FF/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Düren-Stockheim – Wenn es ernst wird, müssen Feuerwehrleute aus unterschiedlichen Einheiten innerhalb kürzester Zeit zu einer Mannschaft werden. Wer führt welchen Einsatzabschnitt? Welche Informationen müssen wohin gelangen? Und wie lassen sich bei größeren Schadenslagen mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen? Genau dieses Zusammenspiel trainierte der Löschzug 4 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mechernich jetzt unter realitätsnahen Bedingungen am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW) in Düren-Stockheim.

24 Feuerwehrleute, darunter drei Frauen, machten sich am Samstag, 22. August, auf den Weg zum Übungsgelände. Neben den zum Löschzug 4 gehörenden Einheiten Eiserfey, Harzheim, Lorbach und Vussem beteiligten sich auch Kameraden aus den Löschgruppen Floisdorf und Obergartzem.

Für den Löschzug war es bereits der zweite Übungstag dieser Art in Düren-Stockheim. Nach der Premiere im vergangenen Jahr bot das weitläufige Trainingsgelände erneut die Möglichkeit, Einsatzlagen zu simulieren, die sich im normalen Übungsdienst zu Hause nur schwer realistisch darstellen lassen.

Kommunikation muss funktionieren

Ein Schwerpunkt lag diesmal auf Führung und Kommunikation. Gerade bei größeren Einsatzstellen kommt es darauf an, Aufgaben klar zu verteilen und die verschiedenen Bereiche koordiniert zusammenzuführen. Die Feuerwehrleute trainierten deshalb unter anderem die Bildung von Einsatzabschnitten bei Bränden und Verkehrsunfällen.

Auch das Vorgehen bei Gebäudebränden stand auf dem Programm. Dabei beschäftigten sich die Einsatzkräfte mit der taktischen Ventilation. Durch den gezielten Einsatz von Lüftern beziehungsweise die kontrollierte Schaffung von Zu- und Abluftöffnungen sollen Rauch und heiße Brandgase aus Gebäuden abgeleitet werden. Das kann Sicht- und Arbeitsbedingungen für vorgehende Trupps verbessern und Flucht- beziehungsweise Rettungswege vom Rauch befreien. Voraussetzung ist allerdings ein abgestimmtes taktisches Vorgehen.

Die Teilnehmer wechselten während des Tages durch unterschiedliche Funktionen. Dadurch konnten sie nicht nur ihre jeweils vertrauten Aufgaben bewältigen, sondern Einsatzsituationen auch aus anderen Perspektiven kennenlernen.

Eine zusätzliche Bedeutung erhielt die Übung für die seit Januar neu aufgestellte Zugführung des Löschzuges 4. Denn auch Führung lässt sich nicht allein in der Theorie erlernen: Entscheidungen müssen unter Zeitdruck getroffen, Aufträge eindeutig formuliert und die Arbeit mehrerer Einheiten aufeinander abgestimmt werden.

Aus Fehlern lernen, bevor es ernst wird

Ebenso wichtig wie die Übungen selbst waren die anschließenden Besprechungen. Gemeinsam wurde analysiert, was gut funktioniert hatte und wo Abläufe noch verbessert werden könnten. „Gerade darin liegt ein wesentlicher Zweck solcher Trainingstage“, so Feuerwehrsprecher Alexander Kloster: „Fehler, Unsicherheiten und Reibungsverluste sollen nicht erst bei einem wirklichen Brand oder schweren Verkehrsunfall erkannt werden.“

Zugleich habe die Beteiligung der Einsatzkräfte aus Floisdorf und Obergartzem gezeigt, welchen Wert die gemeinsame Ausbildung über die Grenzen einzelner Löschzüge hinaus besitzt. Bei größeren Einsätzen arbeiteten schließlich regelmäßig Feuerwehrleute verschiedener Standorte zusammen.

Nach einem intensiven Übungstag fiel das Fazit entsprechend positiv aus. Die in Düren gewonnenen Erfahrungen sollen dazu beitragen, dass im Ernstfall Kommunikation, Führung und praktische Zusammenarbeit möglichst reibungslos funktionieren. Und wenn es nach den Teilnehmern geht, soll es auch 2027 wieder heißen: „Auf nach Düren-Stockheim“.

pp/Agentur ProfiPress
 

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