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Die Hymne ist im Kasten

Zweihundert kamen zur Tonaufnahme des Refrains in die Pfarrkirche – Begeisterung über die Ortshymne – Alle waren sich einig: „Ein wunderschöner Song!“

Trotz extremer Temperaturen sangen den Refrain viele Kommernerinnen und Kommerner konzentriert mit. Zahlreiche Dorfvereine kommen namentlich im Text des stimmungsvollen Songs vor. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kommern – Gänsehaut-Moment in der Kommerner Pfarrkirche St. Severinus: Als Uwe Reetz am Sonntagnachmittag zum ersten Mal die Kopfhörer aufsetzt, die Hand hebt und den Takt anzählt, kribbelt es in mindestens zweihundert Bäuchen wie Ahoi-Brause im Wasserglas: „Zwei, drei, vier und: Herzlich willkumme, he in Kommere …“

Ein knappes Stündchen dauerte es, dann war der Refrain im Kasten. –Und der Aufnahmeleiter erleichtert. „Ich bin echt happy, dass das Lied bei Euch so gut ankommt!“, bedankte sich der erfahrene Liedermacher, der kürzlich (quasi aus einer Bierlaune heraus) eine epische Hymne für seinen Wohnort komponiert hatte, bei den rund zweihundert applaudierenden Background-Sängerinnen und Sängern im Kirchenschiff. Dass er und seine Mitstreiter Günter Schmitz, Björn Schäfer, Jörg Ernst und Walter Schäfer mit ihrer Idee einen Nerv getroffen hatten, war unschwer zu übersehen: Trotz extremer Temperaturen, selbst innerhalb des steinernen Gotteshauses, saßen in den Bänken so ziemlich alle, die in dem stimmungsvollen Song vorkommen. Und noch viele mehr.

Von Mitgliedern der KG Greesberger über die Schützenbruderschaft, den Kegelclub „Söhne Kommerns“, den Sportverein VfL, Pilger der Mathias-Bruderschaft, Tambourcorps-Musikanten, Mitgliedern von Kirchenchor, Maijugend, Feuerwehr, Ortsausschuss, Bike-Clübchen, vom Förderverein der KGS, und, und, und. Mindestens 200 Kommernerinnen und Kommerner wollten beim Einsingen des Refrains ihrer neuen Ortshymne unbedingt dabei sein. Neben Bürgermeister Michael Fingel auch der in Hostel lebende Kölschrocker Stephan Brings, Landrat-Vertreter Ralf Claßen (seit Kurzem auch Kommerner) sowie Violinistin Dr. Nicole Besse, deren frisch angetrauter Ehemann, der Kirchenmusiker Erik Arndt, an der Entstehung des Songs am Akkordeon mitwirkte.

Um einer Dehydrierung vorzubeugen, aber natürlich auch um die Kehlen bei der Hitze gut zu ölen, hatte Ortsbürgermeister Rolf Jaeck eigens ein paar Kästen Wasser und Kölsch spendiert, nach denen sich im Kirchenvorraum vor und nach dem Einsingen der Hymne freudig gebückt wurde.

Mal sehen, ob der Text beim nächsten Fest im Ort schon sitzt. Die Melodie des Refrains jedenfalls ist eindeutig ein Ohrwurm. „Herzlich willkumme, he in Kommere …“

pp/Agentur ProfiPress

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