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Wenn zu Hause Gewalt droht

„Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November - Fachveranstaltung im Euskirchener Kreishaus am 23. November

Das Organisationsteam des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im Kreis Euskirchen macht auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November aufmerksam. Geplant ist auch eine Fachtagung am 23. November. Symbolbild: Tumisu/pixabay/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Euskirchen – Wer vom eigenen Partner Gewalt erfährt, lebt oft mit der Angst vor dem nächsten Übergriff. Sich jemandem anzuvertrauen, kann schwer sein. Manche Frauen fürchten die Reaktion des Täters, andere sind finanziell von ihm abhängig oder hoffen, dass die Gewalt aufhört. Darauf macht das Organisationsteam des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im Kreis Euskirchen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Mittwoch, 25. November, aufmerksam.

Bundesweit erlebt nach Angaben des Bundesfamilienministeriums jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Etwa jede vierte hat solche Gewalt durch ihren aktuellen oder einen früheren Partner erlebt.

„Wir dürfen sie nicht als Privatsache abtun“, sagt Astrid Günther über Gewalt gegen Frauen. Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Euskirchen gehört zum Organisationsteam des Runden Tisches. Der Aktionstag soll Betroffene darin bestärken, sich Hilfe zu holen, und Fachleuten Gelegenheit zum Austausch geben.

Hilfe für Betroffene

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter 11 60 16 rund um die Uhr erreichbar. Die Beratung ist kostenlos, anonym und in mehreren Sprachen möglich. Bei akuter Gefahr gilt: die Polizei unter 110 rufen.

Fachveranstaltung im Kreishaus

Bereits am Montag, 23. November, kommen im Sitzungssaal des Euskirchener Kreishauses drei Fachfrauen zu Wort. Bei der Veranstaltung „Häusliche Gewalt – ein multiprofessioneller Blick“ schildert Kriminalhauptkommissarin Eva Winkel die Sicht der Polizei. Die Psychologin Ruth Bernardy berichtet aus der Arbeit der Traumaambulanz am Marienhospital. Die Sozialarbeiterin und Fachberaterin für Psychotraumatologie Veronika Kendzia erläutert, warum eine Trennung das Risiko weiterer Gewalt erhöhen kann.

Die Fachveranstaltung dauert von 10 bis 15.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis Donnerstag, 12. November, per Mail unter anmeldung@frauen-helfen-frauen.eu möglich.

pp/Agentur ProfiPress

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