Sternenmeer im engen Feytal
Ein Lindwurm illuminierter Körper fügte sich zum nächtlichen Lichtermeer durch Eiserfey. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
Unwirklich schöne Szenerien boten sich Tausenden Zuschauern des Eiserfeyer Lichterzuges. Wie viele Liebhaber närrischer Lichtzeremonien es genau mit und ohne Shuttlebussen ins enge Feytal lockte, darauf konnten sich Polizei und Veranstalter laut Presseaussagen nicht einigen. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
Beate Heimersheim, die Geschäftsführerin der Feytaler Jecken, ist eine der Haupttriebfedern des innovativen Straßenkarnevals in der Stadt Mechernich. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
Ein Karnevalsumzug der ganz besonderen Art war es natürlich auch für die zahlreichen „Pänz“ im Zug und entlang des Zugweges. Es herrschte eine wunderschöne Atmosphäre und ein freundlicher Umgangston seitens der Ordner und Helfer, wie Feytal-Vorsitzender Heinz Heimersheim im Zeitungsinterview betonte. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
Toll geschmückte Wagen und einzigartige Kostüme waren in Eiserfey zu bewundern. Auch unter den Zuschauern waren fantasievolle Beleuchtungskostüme zu sehen. Der Zug startete um 19 Uhr an der Abzweigung nach Vollem, zog weiter über den „Alter Weg“ an der Kirche vorbei und über die Hauptstraße zurück bis zur Gaststätte „Zur Römerstube“. Viele Besucher zogen dann wieder in Richtung Shuttlebusse. Viele blieben aber auch noch bei der After-Zoch-Party mit DJ Axel im Saal der Römerstube. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
„Ja, wenn datt Trömmelche jeit“, heißt es im kölschen Karnevalsschlager. Er hätte für den Eiserfeyer Lichterzug umgeschrieben werden müssen: „Ja, wenn et Trömmelche löesch“ (leuchtet). Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
Hoch auf dem gelben Wagen saßen diese Narren am Freitagabend beim wunderschönen Eiserfeyer Lichterzug, einer Bereicherung der gesamten Eifeler Fastnachtslandschaft. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
Schon Aschermittwoch starten die Verantwortlichen die Vorbereitungen für den Lichterzug 2019. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Eiserfey – Stress für die Macher hinter den Kulissen, wohl auch die eine oder andere Unzulänglichkeit beim Bustransfer, aber doch wieder eine einzigartig schöne Szenerie bot der Eiserfeyer Lichterzug am Freitagabend. Für die Agentur ProfiPress war der Fotograf Paul Düster dabei, die Tageszeitungen berichteten mit Überschwang.
„Es wirkt wie eine Völkerwanderung. Als sich die Dunkelheit über Eiserfey legt, strömen die Menschen zu Hunderten, zu Tausenden ins Feytal. Wie viele es sind? Weder die Organisatoren von den Feytaler Jecken noch die Polizei wagen eine Schätzung“, schreibt Ramona Hammes in Rundschau und Stadt-Anzeiger: „Der Zugweg an Altem Weg und Hauserbachstraße ist dicht gesäumt, an Kirche und Römerstube knubbelt es sich. In der klirrenden Kälte machen sich Spannung und Vorfreude auf den »Stäänedanz« breit.“
Freundlicher Umgangston
Im Mittelpunkt der Ereignisse hat die Reporterin Beate Heimersheim, die Geschäftsführerin der Feytaler Jecken, das 66 Jahre jung werdende Geburtstagskind Maria Blum und den KG-Vorsitzenden Heinz Heimersheim ausgemacht. Letzterer sagt im Interview: „Ich sah die Menschenmassen in den Ort kommen und hörte dann, dass noch Hunderte in Mechernich an Bahnhof und Grundschule und in Breitenbenden auf die Shuttle-Busse warten. Wir hatten noch einen fünften Bus auf Abruf. Der Disponent hat selbst einen Bus-Führerschein und sprang ein.“
Heimersheim lobt den Einsatz der vielen Ordner und Helfer und ihren trotz des Gedränges freundlichen Umgangston. Mit den Vorbereitungen für den Lichterzug 2019 will man im Feytal sofort beginnen: „Gespräche über den Zug von Freitag sind ja gleichzeitig Nach- und Vorbereitung. Das macht man ja am besten, wenn die Eindrücke noch frisch sind. Viele Teilnehmer haben sich für nächstes Jahr schon wieder angemeldet.“
„Wo gibt’s noch was fürn Euro?“
In der Kölnischen Rundschau heißt es: „„»Ohs« und »Ahs« begleiten die leuchtenden und blinkenden Zochteilnehmer durch den Ort. Unzählige Handys werden gezückt, jeder will das Spektakel in Bildern oder Videos festhalten. Sie alle dürfen sich zu Recht feiern lassen: All die Jecken aus den umliegenden Orten, die ihre Wagen zum Leuchten bringen. Das Vussemer Dreigestirn, das seinen Song immer wieder live vom Wagen singt. Die Musiker vom Tambourcorps Harzheim und die Trommler von Ramba-Samba Eifel, die für Stimmung sorgen.“
Mit Sammelbüchsen standen zahlreiche Helfer an den Ortseingängen, um einen Euro „Eintritt“ zu kassieren – und zwar auf ausgesprochen charmante Art und Weise, wie der Alt-Vizebürgermeister und Kallmuther Ortsvorsteher Robert Ohlerth, der ebenfalls Schützenhilfe leistete: „Wo gibt es heutzutage noch was für nen Euro?“ In Eiserfey! Und zwar etwas selten Schönes . . .















