Soldaten stellten sich vor
Depotkommandeur Lars Rauhut, der Standortälteste der Bundeswehr in Mechernich, begrüßte zum Neujahrsempfang der Streitkräfte zahlreiche Gäste aus Kommunalpolitik und Gesellschaft. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Die Führung von Stadt und Kreis war bei der Bundeswehr vertreten, hier (vorne, von rechts) Ortsvorsteher Günther Schulz, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Landrat Günter Rosenke. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Lars Rauhut (mitte), Oberstleutnant Lothar Lubitz und Stefan Schauenburg überreichten als Erlös des Oktoberfestes 2017 einen Scheck über 888,88 Euro an das Bundeswehrsozialwerk und seine vielfältigen karitativen Aufgaben unter Bundeswehrangehörigen und ihren Familien. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Oberstleutnant Jörg Hartmann (m.) und zwei Kollegen vom Mechernicher Kalibrierzentrum berichteten, wie man mechanische Geräte, aber auch hochkomplexe Elektronik im Auslandseinsatz wieder eicht und auf Vordermann bringt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
„4500 Cyberattacken hat die Bundeswehr Tag für Tag abzuwehren“: Oberstleutnant Lars Rauhut berichtete von den Widrigkeiten an der EDV-Front und den Umbau der Streitkräfte, die logistisch nicht mehr dazu in der Lage war, die 4000 NATO-Soldaten, die im Baltikum stationiert wurden, mit eigenen Transportmitteln durch die „Host Nation“ zu befördern. Den Job habe „Klaus from the Deutsche Bundesbahn“ übernehmen müssen, wie US-General Shapiro Bahnvorstand Klaus Müller genannt habe. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Im Auditorium des Mechernicher Bundeswehrempfangs saßen und standen unter anderem Ratsvertreter, Kreistagsabgeordnete, Kirchenleute, Polizei und Repräsentanten örtlicher Vereine und Institutionen wie Willi Greuel und Reiner Züll von der Hilfsgruppe Eifel für leukämie- und tumorkranke Kinder. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Drei altgediente Bundeswehr-Wehrpflichtige von einst im Fachgespräch (von links) Reserve-Hauptfeldwebel Karl-Heinz Cuber und Schatzmeister Robert Karl Lang von der Reservistenkameradschaft Mechernich und Luftwaffentechniker a.D. Günter Rosenke, der 1969/1970 unter Bundesverteidigungsminister Helmut Schmidt seinen Wehrdienst ableistete – einige Jahrzehnte bevor er Landrat des Kreises Euskirchen wurde. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Die Violingruppe der Musikschule Euskirchen unter der Leitung von Viktor Wittmann und unter Begleitung der Pianistin Elena Wittmann spielte beim Neujahrsempfang der Mechernicher Bundeswehr unter anderem Werke von Dimitri Schostakowitsch und Aram Chatschaturjan. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich – Das war mal was anderes: Oberstleutnant Lars Rauhut, der Standortälteste der Bundeswehr in Mechernich, gab beim Neujahrsempfang im Bundeswehrdepot West nicht nur selbst einen Bericht zur Lage der Streitkräfte am Bleiberg, er ließ auch seine Soldaten und Zivilbeschäftigten selbst zu Wort kommen.
Militärs und Frauen und Männer ohne Uniform, die bei der Bundeswehr in Mechernich arbeiten, stellten sich und die einzelnen Dienststellen vor. Jeder hatte nochmal ein „zwei Gesichter mitgebracht“, so das Motto, die den Ehrengästen aus Kommunalpolitik und Gesellschaft signalisierten: Die Streitkräfte sind kein anonymer Block, sondern bestehen nach wie vor aus Menschen, Staatsbürgern in Uniform und Zivilbeschäftigten, kurzum Menschen wie Du und ich.
Im Auditorium saßen unter anderem Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und sein stellvertretender Stadtverwaltungschef, Erster Beigeordneter Thomas Hambach, Landrat Günter Rosenke, Ortsvorsteher Günther Schulz, Vize-Bürgermeister Wolfgang Weilerswist, selbst ehemaliger Offizier, Ratsvertreter, Kreistagsabgeordnete, Kirchenleute, Polizei und Repräsentanten örtlicher Vereine und Institutionen wie Willi Greuel und Reiner Züll von der Hilfsgruppe Eifel für leukämie- und tumorkranke Kinder.
Reservist Günter Rosenke
Neu war nicht nur der Vortrag durch viele statt durch einen einzelnen Kommandeur, sondern auch der musikalische Rahmen, den die Violingruppe der Musikschule Euskirchen unter der Leitung von Viktor Wittmann und unter Begleitung der Pianistin Elena Wittmann setzte. Essen und Trinken und Smalltalk unter den Gästen gehörten ebenso dazu, wie eine Fahrzeugdemonstration der Bundeswehrfeuerwehr vor dem Empfangsgebäude. Am Rande unterhielt sich der Luftwaffentechniker a.D. und aktive Landrat Günter Rosenke, der 1969/70 unter Bundesverteidigungsminister Helmut Schmitz in Budel und Mechernich Wehrdienst leistete, mit den Reservisten Karl-Heinz Cuber und Robert Karl Lang.
Lars Rauhut und seine Leute gaben den Gästen einen Einblick in die Aufgaben am Standort Mechernich und den unterstellten Standorten Straelen, Diepholz und Epe. Mechernicher Soldaten berichteten auch von ihren Auslandseinsätzen in Afghanistan und bei der Air Police im Baltikum. Nicht einmal Küchenpersonal und Feuerwehr nahmen sich von der Berichterstattung vor lokalem Publikum aus.
Gemeinsame Übungen
Nicht zu kurz kamen auch die vielfältigen Verflechtungen zwischen Bundeswehr und Kommune, vor allem in der Zusammenarbeit mit zivilen Stellen in der Brandbekämpfung, technischen Hilfeleistungen und im Katastrophenschutz.
So bereiten Rotes Kreuz, THW, Freiwillige Feuerwehr und Bundeswehrfeuerwehr zur Zeit eine große gemeinsame Übung vor. Die Bleiberg-Berufsfeuerwehr, so Brandinspektor Heinz Schäfer, habe 2017 317 Einsätze gehabt, darunter zwei im zivilen Einsatz zur Unterstützung der Mechernicher Stadtwehr. Auch eine gemeinsame Drehleiter-Maschinistenausbildung fand beim Bund statt.













