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Renaissance von Hercules & Kreidler

Born to be wild: „Evil Eichhorns Mofasport“-Bande aus dem Mechernicher Stadtteil Vussem steht für eine eher gemütliche Variante der großen Freiheit auf zwei Rädern

Die Mitglieder des „Evil Eichhorns Mofasportclubs“ aus Vussem freuen sich, wenn sie mit ihren Maschinen auf Tour gehen können. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Sie sind die jüngsten Eichhorn-Mitglieder: „Puschel“ Mischa Kreuser (2.v.l.) und Jacob Henk (2.v.r.), der mit seinen 15 Jahren tatsächlich der jüngste Mofafahrer ist. Ganz links Ortsbürgermeister Carsten Vogel. Foto: Michael Nielen/mn/WoSpie/pp/Agentur ProfiPress

Beim Outfit sind die „Eichhörner“ strikt getrennt. Die Herren tragen ein schwarz-weiß-kariertes Hemd. Bei den Frauen ist die Farbe pink-weiß-kariert. Verziert ist das Outfit mit Patches und Schriftzügen. Auf dem Rücken ist jeweils das Vereinslogo zu sehen. Foto: Michael Nielen/mn/WoSpie/pp/Agentur ProfiPress

 

Mechernich-Vussem – Es kann nicht an dem Dutzend Mitglieder des noch jungen Vussemer Vereins „Evil Eichhorns Mofasport Bande“ liegen, dass alte Mofamarken wie „Hercules“, „Zündapp“, „Kreidler“ oder „Solo“ auf einschlägigen Internet-Plattformen zu steigenden Preisen gehandelt werden.

Aber die Existenz der Vussemer Mobilisten-Bande ist ein mittlerweile nicht nur im Feytal unübersehbarer Indikator für die Renaissance der einst begehrten 50-Kubikzentimeter-Flitzer im Lande. Der Vorsitzende Tobias Kreuzmann schmunzelt über die beachtliche Medienpräsenz seiner „Eichhörner“.

Sie vermitteln vor allen Dingen eins: Spaß am Mofafahren und das damit verbundene Gefühl von Freiheit. „Das stellt sich auch und gerade bei Tempo 25 km/h ein“, schwärmt Carsten Vogel, der Ortsbürgermeister, der zu den älteren Semestern im Club gehört. „Bei uns geht es ums Fahrgefühl. Früher wollte man mit dem Mofa von A nach B kommen, heute genießen wir unsere gemeinsamen Ausfahrten.“

 

 

Dass es in relativ kurzer Zeit so viele Eichhörner geworden sind, ist bemerkenswert. Denn tatsächlich stand eine Art „Schnapsidee“ am Anfang. Tobias Kreuzmann erinnert sich: „Nach Heirat und dem Ausscheiden aus dem Junggesellenverein wussten wir nicht ganz genau, was wir mit unserer Freizeit anfangen sollten.“

Das änderte sich, als er bei seinem Kumpel Swen Bruns vorbeischaute. Der war nämlich gerade damit beschäftigt, sein altes Mofa wieder auf Vordermann zu bringen. „So eins hatte ich auch noch im Keller“, lacht der „Eichorn“-Chef. Auch dieses Mofa wurde wieder fahrtüchtig gemacht, die Keimzelle des neuen Clubs war entstanden. Die Fortbewegung mit 25 km/h fand im Ort bald viele Freunde - sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädels, jungen und alten.

 

Keine echten „Schrauber“

 

Das Problem war, dass den meisten potenziellen Vereinsmitgliedern der fahrbare Untersatz fehlte. In einigen Vussemer Kellern und Garagen tauchten noch alte Exemplare auf, der Rest wurde - oft für kleines Geld - über das Internet organisiert. In der vereinseigenen Werkstatt wurden die Zweitakter dann entmottet und wieder fahrtauglich gemacht.

 

 

Probleme, Ersatzteile zu bekommen, gibt es eigentlich kaum - vor allen Dingen nicht für die „Hercules“, die von den meisten Eichhörnern gefahren wird. Etwas anders sieht das bei der „Solo“ aus, die einst über das Versandhaus „Quelle“ vertrieben wurde.

Bemerkenswert ist, dass es unter den Mitgliedern zwar Handwerker, Lehrer und sogar Finanzbeamte gibt, aber tatsächlich keinen einzigen „Schrauber“. Beim Outfit sind die „Eichhörner“ strikt getrennt. Die Herren tragen ein schwarz-weiß-kariertes Hemd. Bei den Frauen ist die Farbe pink-weiß-kariert. Verziert ist das Outfit mit Patches und Schriftzügen. Auf dem Rücken ist jeweils das Vereinslogo zu sehen.

Stolz ist man übrigens auf eine originale Zeichnung mit Widmung von Rötger Feldmann, besser als „Brösel“ bekannt, die das Konterfei des Comichelden „Werner“ zeigt.  Momentan treten bei den „Eichhörnern“ neben den bereits erwähnten Tobias Kreuzmann, Swen Bruns und Carsten Vogel auch Katharina Kreuzmann, Lena Bruns, Tim Ohles, Lisa und Lutz Gülden, Sarah und Thomas Schenk, Jacob Henk und Mischa Kreuser in die Pedale, um ihre alten Schätzchen zu starten.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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