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Neue Windräder geplant

Thema im Mechernicher Planungsausschuss – Anwesende Glehner sprachen sich gegen Errichtung aus, Politik zeigt Verständnis – Ein Pressespiegel

Nordwestlich von Glehn sollen bald sechs neue Windkraftanlagen entstehen. Besorgte Bürgerinnen und Bürger sind wenig begeistert von diesem Vorhaben und teilten ihre Bedenken mit der kommunalen Politik. Foto: Jakob Seibel/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Glehn – Nordwestlich von Glehn sollen sechs neue Windkraftanlagen der Firma „REA Umweltinvest GmbH“ aus Düren entstehen. Wie bei jedem geplanten Projekt dieser Art, gibt es nicht nur Zustimmung. Denn das bedeutet für Anwohnerinnen und Anwohner Veränderung. Zum Beispiel negative Einflüsse auf das Landschaftsbild.

So versammelten sich besorgte Bürgerinnen und Bürger bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz der Stadt Mechernich, um ihren Unmut zu äußern. Hierüber berichtete der Journalist Thorsten Wirtz für die Rheinische Redaktionsgemeinschaft.

Hintergrund ist, dass der Kreis die Stadtverwaltung zuvor gebeten hatte, eine „Erklärung zum gemeinschaftlichen Einvernehmen“ abzugeben. Diese präsentierte man den Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen. Sie zeigten Verständnis für die Unsicherheit der anwesenden Glehner – und stimmten einstimmig dagegen. 

Diese Ablehnung wird nun an den Kreis übermittelt, hat aber vermutlich keine Konsequenzen für den Bau. Denn: Die Untere Immissionsschutzbehörde des Kreises Euskirchen fungiert als verfahrensleitende Behörde – und hat die Zügel in der Hand.

Infoveranstaltung gefordert

Wirtz zitierte in seinem Text unter anderem Claudia Werel, eine in Glehn wohnende Journalistin für eine Motorradzeitschrift. Man sei nicht „grundsätzlich gegen Windkraft“, aber man habe „große Bedenken gegen die geplanten Standorte“. Bei der Kritik bezüglich des Hochwasserschutzes zitiert er sie wie folgt: „Eine der Anlagen soll im Bereich des Eichgrabens gebaut werden. Wir befürchten, dass es durch Bodenversiegelung und Verdichtung bei Starkregen zu Überschwemmungen kommen könnte.“

Der für die Kölnische Rundschau und den Kölner Stadt-Anzeiger schreibende Redakteur erzählt weiter: „Informationen fehlen den Bürgern auch im Hinblick auf Schattenwurf, Eiswurfgefahr und die zu erwartende Schallbelastung der bis zu insgesamt rund 245 Meter hohen Anlagen.“ Weiter schildert er Bedenken der Anwohner wegen des Abstandes zu Wohnhäusern, Hochwasserschutzes und Lärmbelästigung.

Um ausstehende Fragen und Bedenken an- und besprechen zu können, „stimmte der Ausschuss dafür, den Kreis aufzufordern, vor Ort eine Info-Veranstaltung mit dem Betreiber zu organisieren“. Die REA möchte die die Glehner darüber hinaus finanziell am geplanten Windpark beteiligen, wie Wirtz von Projektleiter Dustin Bach erfuhr. Nun bleibt abzuwarten, ob und wie die Kreisverwaltung auf die Bedenken und Forderungen reagiert. 

Jakob Seibel/pp/Agentur ProfiPress

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