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Mensch, Bauer, Bischof

Zum Tode von Karl Reger (93) – Auszüge aus einem Interview mit dem Mechernicher Redakteur und Diakon Manfred Lang – Volkslieder und Mundartverse beim „Talk im Bahnhof“

Unvergessen ist Weihbischof Karl Regers Gespräch mit Diakon und Moderator Manfred Lang beim „Talk in Bahnhof!“ in Mechernich. Der ehemalige Bauernsohn aus der Eifel faszinierte die Menschen mit seiner Lebensfreude und seinem Glauben. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Der emeritierte Aachener Weihbischof Karl Reger ist in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 93 Jahren verstorben. Sein Leichnam wird ab Mittwoch, 3. April, 18 Uhr, in der Nikolauskapelle des Hohen Doms aufgebahrt, und am Samstag, 6. April, um 10 Uhr in der Bischofsgruft beigesetzt. Foto: Andreas Schmitter/Domkapitel/pp/Agentur ProfiPress

Beim Spaziergang durch Giescheid begegnet Karl Reger dem Briefträger, seinem Neffen Daniel Pützer. Der Titularbischofs von Ard Sratha in Nordirland ist im Dorf und in seiner Umgebung mit vielen verwandt: Er hatte drei Geschwister, Bruder Fritz, die Schwestern Maria und Tina, 14 Nichten und Neffen, 21 Großnichten und -neffen und viele Urgroßneffen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Weihbischof Karl Reger (r.) und Bischof Heinrich Mussinghoff nach der Weihe der Eifeler Diakone Klaus Hövel (l.) aus Gemünd und Erich Schmitz (+) aus Lommersdorf. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Einen eigenen Bischofsstab hat sich der bescheidene Hirte nie zugelegt. In der Domschatzkammer suchte er - und fand und übernahm den hölzernen „Leprastecken“, wie der verstorbene Weihbischof und Initiator der Schiefbahner Leprahilfe, August Peters, seinen Bischofsstab einst genannt hatte. Karl Reger: „Auf den kann ich mich gut stützen.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Gemünd/Giescheid/Aachen/Mechernich - Weihbischof Karl Reger war ein Mann der Bewegung und der Begegnung, er wanderte gern und mochte Menschen. Mit seiner menschenfreundlichen und bodenständig zupackenden Art hat der Bauernsohn und spätere Seelsorger viele Herzen für die Kirche Christi erobert. Jetzt ist er in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 93 Jahren verstorben.

Der Aachener Diözesanbischof Dr. Helmut Dieser würdigte Reger, der vor 64 Jahren in Aachen zum Priester geweiht und 1987 zum Weihbischof ernannt wurde, als unverwechselbare Persönlichkeit und passionierten Seelsorger. „Wir trauern, und unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen“, sagte der Bischof am Mittwoch in Aachen.

„Weihbischof Karl Reger war ein sehr liebenswürdiger Mensch und ein von tiefem Glauben und Gottverbundenheit geprägter Priester und Bischof. Er selbst empfand das immer als sein größtes Glück: glauben zu können. Bis in sein Sterben hinein war er davon erfüllt, dieses Glück mit anderen zu teilen und Glauben zu wecken“, so Dieser.

Karl Reger wurde 1930 in Giescheid bei Hellenthal in der Eifel geboren und wurde 1960 zum Priester geweiht. Im Laufe seines priesterlichen Lebens wirkte er an verschiedenen Orten im Bistum Aachen. Zwischen 1960 und 1966 war er Kaplan an St. Albertus in Mönchengladbach. Danach wechselt er als Kaplan nach Viersen.

Zwischen 1975 und 1985 übernahm er die Verantwortung des Regionaldekans in der Region Krefeld. Seit 1985 war er zunächst nichtresidierender Domkapitular im Kapitel der Bischofskirche zu Aachen. Mit seiner Weihe zum Weihbischof am 7. Februar 1987 wurde er zugleich residierender Domkapitular.

Reger war zudem rund zehn Jahre lang Geistlicher Assistent des Diözesanrates der Katholiken. Zwischen 1989 und 2002 übernahm er die Aufgabe des Bischofsvikars für Ordens- und Säkularinstitute und Gesellschaften des Apostolischen Lebens im Bistum Aachen. Aufgrund kirchlicher und sozialer Verdienste verlieh ihm die Stadt Krefeld 1997 die Ehrenplakette. Im September 2005 wurde Reger als Domkapitular emeritiert. Ein halbes Jahr später wurde er auch als Weihbischof emeritiert.

Letzte Ruhe in der Domgruft

Das Domkapitel des Hohen Doms zu Aachen und das Bistum Aachen gedenken Regers Wirken mit hohem Respekt und Dankbarkeit. Die Begräbnisfeier für ihn wird am Samstag, 6. April, um 10 Uhr im Hohen Dom zu Aachen gefeiert, die Beisetzung ist in der dortigen Bischofsgruft. Der Verstorbene wird ab Mittwoch, 3. April, 18 Uhr, in der Nikolauskapelle aufgebahrt. Am Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagabend ist jeweils um 18 Uhr ein Totengedenken.

Karl Reger war als Sohn der Eifel auch häufig im Stadtgebiet Mechernich. Unvergessen ist sein Auftritt beim seinerzeit außerordentlich populären „Talk im Bahnhof“ in Rolf Schäfers „Gleispassage“, wo Reger einmal mehr seine Zuhörer in den Bann zog und für seinen Glauben faszinierte. Im Gespräch mit dem Journalisten und Ständigen Diakon Manfred Lang rezitierte und sang Karl Reger damals auch Lieder und Mundartverse aus seiner Kindheit im Hellenthaler Höhengebiet. Das Auditorium war berührt…

Der Mechernicher Diakon und Journalist war es auch, der 2011 ein Interview mit Karl Reger in Giescheid führte, das er zunächst in der KirchenZeitung für das Bistum Aachen und später auch unter dem Titel „Mensch, Bauer, Bischof“ in seinem Erzählband „Träumeland ist abgebrannt“ (KBV-Verlag Hillesheim, ISBN-13: 9783942446570, ISBN-10: 394244657X) veröffentlichte.

Hier Auszüge zum Tode Karl Regers: „Am 12. September feiert das Bistum Aachen im Hohen Dom Karl Regers 80. Geburtstag - und gleichzeitig sein Goldenes Priesterjubiläum. Aus diesem Anlass trifft sich die KirchenZeitung zum Gespräch mit Reger in seinem Heimatort Giescheid (Gemeinde Hellenthal). Es ist vermutlich das erste Bischofsinterview in der Geschichte der KirchenZeitung, das nahezu ausschließlich in Eifeler Mundart geführt wird. Flüssig, ernsthaft, ohne gekünstelte Heiterkeitsausbrüche. Weihbischof Reger ist ein humorvoller Mann, aber er hat nichts von der flapsigen Art, die den Menschen dieses Landstrichs zu Unrecht zugedacht wird.

Das Interview findet im Haus seines Neffen Karl und dessen vielköpfiger Familie statt, in dem Weihbischof Karl über eine kleine Einliegerwohnung verfügt. Zwischendurch gehen wir zur 1669 errichteten Bartholomäus-Kapelle - und zum Grab der Eltern Gertrud und Alfred Reger schräg gegenüber. Der Vater, ein für die Öffentlichkeit engagierter und streng gläubiger Mann, Bundesverdienstkreuzträger, starb 1978, ein halbes Jahr nach der Goldhochzeit.

Die Mutter, eine geborene Breuer, war Nachkömmling einer Lehrerfamilie. Sie erlebte noch Karl Regers Bischofsweihe 1987. An ihrem Sterbetag hatte der Weihbischof abends Firmung: „Ich sagte den Firmlingen, wie sehr ich mich freue, dass ich sie firmen und mit ihnen an dem Tag, an dem meine Mutter starb, gemeinsam Eucharistie feiern darf . . .“

Als Bischofsring wurde der Ehering des Vaters von einem Künstler umgearbeitet, ohne seine ursprüngliche Identität als Ehering aufzugeben. Die Initialen der Eltern sind noch eingraviert, ebenso das Hochzeitsdatum 12. Mai 1928. Einen eigenen Bischofsstab hat sich der bescheidene Hirte nie zugelegt. In der Domschatzkammer suchte er seinerzeit - und fand und übernahm den hölzernen „Leprastecken“, wie der verstorbene Weihbischof und Initiator der Schiefbahner Leprahilfe, August Peters, seinen Bischofsstab einst genannt hatte.

Kreuz und Pflug im Wappen

Karl Reger: „Auf den kann ich mich gut stützen.“ Auch ein bisschen auf August Peters` Wahlspruch: „Sucht, wo Christus ist“. „Sucht aber nicht verbissen und mit hängenden Ohren“, ergänzt Karl Reger. Sein eigener Bischofs-Wahlspruch lautet „Deus caritas“, Gott ist die Liebe, und der Aachener Weihbischof scherzte nach der gleichnamigen ersten Enzyklika Papst Benedikt XVI.: „Ich muss den Heiligen Vater loben. Er hat zu meinem Wahlspruch eine schöne Enzyklika verfasst“.

Auf Karl Regers Bischofswappen ist neben dem Kreuz des Bistums Aachen ein Pflug abgebildet: Zeichen der bäuerlichen Herkunft, der Heimatverbundenheit, aber auch exegetische Botschaft, die Hand an den Pflug zu legen und nicht mehr vom Pflug zu nehmen und nach vorne und nie mehr zurück zu schauen, wenn der Herr einen erst einmal gerufen hat.

Während des Interviews erscheinen Karl Regers Bruder Fritz und der älteste Großneffe Michael sowie die Nichte Angela Jütten kurz in der Wohnung, um dem Bischof guten Morgen zu sagen. Die Männer kommen von der Waldarbeit und berichten, dass die Rosskastanienmotte einen prächtigen Baum in Regers Forst zerstört hat. Die Frau checkt einen Termin für die Messdiener mit Onkel Karl.

Auf dem Spaziergang durch Giescheid begegnen wir einigen Dörflern, die freundlich grüßen – und dem Briefträger, mit dem Weihbischof Karl Reger ebenfalls sofort auf Du und Du ist. Es ist Daniel Pützer, ebenfalls ein Neffe des Titularbischofs von Ard Sratha in Nordirland. Im Dorf und in seiner Umgebung sind viele mit Weihbischof Karl Reger verwandt: Er hat drei Geschwister, Bruder Fritz, die Schwestern Maria und Tina, 14 Nichten und Neffen, 21 Großnichten und -neffen und mittlerweile in vierter Generation die Urgroßneffen Kilian, Tobias und Jonas.

In Giescheid und Rescheid kennt er fast jeden, in der alten Dorfwirtschaft gegenüber der Pfarrkirche St. Barbara, die einst „Tant Maria“ gehörte und die in der Familie noch immer so genannt wird, geht er hin und wieder zum Doppelkopfspielen. Die Messdiener sind mit ihm zum Kochen und gemeinsamen Essen verabredet. Am Abend wird Weihbischof Karl Reger die turnusmäßige Wochentagsmesse in der Kapelle St. Bartholomäus halten.

Das ist für den einstigen Arbeitsgruppenleiter für den jüdisch-christlichen Dialog und Mitglied der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz ebenso selbstverständlich, wie einst Pontifikalämter zu festlichsten Anlässen und seine Reisen als Bischof, die ihn wiederholt nach Rom, aber auch ins Patenland Kolumbien, nach Irland und auf die Philippinen führten.

Dem Mann, der mit Maria Jebsen, der ersten evangelisch-lutheranischen Landesbischöfin weltweit, gemeinsam im Arbeitskreis christlicher Kirchen arbeitete, sind der Landstrich und die 600-Seelen-Pfarrei, aus denen er stammt, vertraut geblieben.

Karl Reger war Sohn einer kleinbäuerlichen Familie mit Land- Vieh- und Forstwirtschaft, Haus und Hof waren in der Endphase des Zweiten Weltkriegs erheblich beschädigt worden. Wegen der Kriegswirren reichte es für ihn noch nicht einmal für einen soliden Achtklässler-Abschluss in der Rescheider Volksschule.

Hilfsarbeiter auf dem Elternhof

„Ich war mit 20 landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter auf dem elterlichen Hof“, sagt der Episkopos emotionslos. Religion und Spiritualität sog er gleichwohl in diesem Umfeld gläubiger wie lebenstüchtiger Menschen wie Muttermilch ein, eher beiläufig, aber überlebenswichtig: „Das religiöse Leben war in unseren Alltag eingebunden wie Schlafen und Aufstehen. Die Gemeinschaft und der Herrgott waren uns wirklich wichtig.“

Mit 20 begann Karl Reger Fragen laut zu stellen, die ihn im Stillen schon länger beschäftigt hatten. Und er wunderte sich, dass diese Fragen andere Altersgenossen nicht so sehr umtrieb: Fragen nach dem Sinn der Existenz, dem Sinn des Lebens, Fragen nach dem Woher und Wohin, Fragen nach Gott und der Beziehung zu ihm.

Das fiel dem Rescheider Pfarrer Johannes Meurer auf: „Er forderte und förderte mich in meiner Berufung und schickte mich schließlich zum Steinfelder Pater Suitbert nach Schleiden, um Aufsatz und Mathe zu büffeln.“ Das waren Voraussetzungen für das Bestehen der Aufnahmeprüfung am Quirinius-Gymnasium in Neuss, auf dem Karl Reger in nur vier Jahren sein humanistisches Abitur einschließlich großem Latinum und Graecum „bauen“ sollte.

Karl Reger selbst war unsicher, auch seine Eltern, ob er das „packen“ würde. Doch Pfarrer Meurer glaubte an ihn. Weibischof Karl Reger ist heute sicher: „Es waren die härtesten vier Jahre meines Lebens!“ Aber er schaffte Gymnasium und Reifeprüfung am Qurinius – als einer von neun aus einer Klasse von anfangs 32 Schülern.

Karl Reger wohnte während der Neusser Gymnasialzeit im Marianum, einem Internat, in das man nur aufgenommen wurde, wenn man für sich den Priesterberuf zumindest nicht ausschloss. Soweit war auch der Giescheider Bauernsohn zu dem Zeitpunkt schon. „Ausschlaggebend war für mich der Steinfelder Pater Hyazinth, der in Rescheid Vertretung machte: Der fragte mich, ob das nichts für mich sei, zu den Salvatorianern ins Kloster Steinfeld zu kommen.“

Damit war der Keim von Karl Regers priesterlicher Berufung entdeckt, freigelegt und bewusst gemacht. „Ich wusste damals noch nicht, was es heißt, in diese Wolke der Zukunft zu gehen“, sagt Karl Reger im kleinen Wohnzimmer seiner Eifeler Wohnung. Aber er wusste schon, was Gottvertrauen bedeutet.

„Pfingsten, da war Bewegung drin“

Dem habe er sich überlassen und anvertraut: „Auch wenn es später schon mal schwer war, habe ich mich immer daran erinnert, dass ich mich nicht alleine auf den Weg gemacht habe.“ Diese Lebensauffassung prägte auch die Berufsauffassung: „Für uns junge Kapläne war es damals selbstverständlich, unsere Stellen ohne große Diskussion anzutreten.“

Karl Reger ging nach dem Theologie- und Philosophiestudium in Bonn und Aachen und der Priesterweihe durch Johannes Pohlschneider am 25. Juli 1960 in die schönste, bewegteste und auch wildeste Zeit seiner seelsorgerischen Laufbahn, nach Mönchengladbach-Mitte: „Das war die Zeit des Aufbruchs unmittelbar nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Das war Pfingsten, da war Bewegung drin. Mein seelsorgerischer Schwerpunkt war die Jugend.“

Kaplan Reger betreute bis zu vier Ferienlager parallel in der Schweiz und in Frankreich und frönte dabei durchaus auch der eigenen Leidenschaft zum ambitionierten Bergsteigen und Skifahren („Ich bin ein Bewegungsfanatiker“). Manchmal wurde es richtig gefährlich, zum Beispiel im Steinschlag am Pilatus . . .

Nach sechs Jahren wechselte der Eifeler als Kaplan nach Viersen, St. Josef, und 1970 für fast 17 Jahre als Pfarrer nach Krefeld. Er räumt ein, das sei nicht sein Traumziel gewesen, dann habe er sich aber gesagt: „Das sind auch gute Leute da, und wenn das so ist, dann kannst Du auch ihr Pastor sein.“

Karl Reger hat nie lange gezweifelt, gefragt und diskutiert, wenn er vor neue Aufgaben gestellt wurde. Der Pflug im Bischofswappen, das Annehmen dessen, was vor einem liegt und was man tun muss, kommt nicht von ungefähr. Gottvertrauen und Pflichterfüllung lagen Karl Reger im Blut: „Ich habe mir nie eine Aufgabe in Gottes Kirche selbst ausgesucht!“

Bei aller anfänglichen Skepsis wurde es eine großartige Zeit für ihn in der 7000-Seelen-Stadtpfarre St. Gertrudis und später auch als Regionaldekan der nördlichsten Aachener Bistumsregion. „Es gab unglaublich viele engagierte Leute, die mitgemacht haben, Haupt- und Ehrenamtler, Geistliche und Laien.“ Weihnachten schrieb er jeweils um die 350 Dankesbriefe an engagierte Mitstreiter.

Diese Konstellation kam Karl Regers Naturell als „Teamworker“ sehr entgegen. Obwohl er nie ein „Leithammel-Typ“ gewesen sei, traf 1987 Post aus dem Vatikan im Aachener Domkapitel ein, in der sein Name an oberster Stelle von drei möglichen neuen Weihbischofs-Kandidaten stand. Bischof Klaus Hemmerle reiste nach Krefeld und musste sich dort zunächst sagen lassen, „dass Pastor meine Schuhgröße ist und nicht mehr“.

„Neuer Zweig aus geknicktem Ast“

Doch dann ließ Karl Reger sich von Bischof Klaus umstimmen: „Gerade weil Sie so gerne Pastor sind, möchte ich, dass Sie jetzt Bischof werden.“ Und so kam es, dass Karl Reger als Seelsorger und Pastor Dritter im Bunde der Aachener Bischofsriege wurde. Gewissermaßen als Ergänzung an der Seite von Bischof Klaus, dem renommierten Universitätsgelehrten Professor Dr. Klaus Hemmerle, und dem Gymnasiallehrer und Weihbischof Dr. Gerd Dicke.

„Natürlich macht mich das traurig“, sagt der 2005 emeritierte Weihbischof Karl Reger im Interview, „dass auch in ländlichen Gebieten wie der Eifel immer weniger Leute in die Kirche gehen und Religion nicht mehr das lebensnotwendig tragende Element in ihrem Leben darstellt.“

„Aber das ist nicht mein Schlusswort“, fügt der bald 80-Jährige mit den unglaublich hellen, etwas jungenhaften und wachen Augen rasch hinzu: „Insgesamt bin ich optimistisch für die Kirche Christi. Aus einem geknickten Ast ist schön öfter ein neuer Zweig Jesse gewachsen.“

Gleichwohl fiel im Gespräch ein Schlusswort. Wenn auch nicht am Schluss: „Unsere Botschaft, die Bergpredigt, ist unübertroffen“, konstatiert Weihbischof Karl Reger. Und: „Wir müssen freundlich auf die Menschen zugehen, wenn wir sie verkündigen, und wir müssen die Anliegen dieser Menschen ernst nehmen. Das ist die halbe Miete.“

pp/Agentur ProfiPress

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