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Liebe Mechernicher Mitbürger

Gruß Ihres Bürgermeisters zum Weihnachtsfest

Peter Zumthors „Finger Gottes“ am Abhang der Eifel zur Köln-Bonner Bucht in Wachendorf (Stadt Mechernich): die mittlerweile weltbekannte Bruder-Klaus-Kapelle. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick wünscht ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Was lehren uns die Hirten von Betlehem heute? Oder die Heiligen Drei Könige? Haben Sie uns überhaupt noch was zu sagen? Können wir von diesen sagenhaften Gestalten von vor über 2000 Jahren noch etwas abgucken?

Ich denke ja: Die Hirten und die Könige können noch staunen! Sie lassen sich noch überraschen, hinter dem warmen Ofen hervorlocken, sie lassen alles stehen und liegen, machen sich auf die Socken und eilen einem Licht am Himmel hinterher. Das erfordert Mut, Lebendigkeit – und Demut. Nicht sagen: „Kennen wir schon, alles schon mal dagewesen, interessiert mich nicht, habe ich in der Zeitung gelesen, zu müde, muss morgen früh raus, mich ödet alles an . . .“

Es kann so guttun, den gewohnten Trott zu verlassen und sich auf die Suche nach kleinen und unscheinbaren Überraschungen zu machen. Auch unter uns gibt es eine Menge zu entdecken, ja, man soll es kaum für möglich halten, auch Menschen . . .

Kleine, unscheinbare, solche, die wir bislang übersehen haben, von der Tür gewiesene, solche ohne Herberge, ohne Nachbarschaft und ohne Zuwendung.

Aber auch altbekannte, längst liebgewonnene, uns ans Herz gewachsene, zur Gewohnheit gewordene, lästige, nervige und solche, die unser Haus heller machen, wenn sie kommen, und unser Herz schneller schlagen lassen, wenn sie bei uns sind.

Lassen Sie uns auf den Weg zu diesen Menschen machen, egal wie groß oder klein sie im direkten oder übertragenen Sinne sein mögen. Lassen sie uns neue Seiten aneinander entdecken, uns aus Schubladen hervorzerren und in die Mitte neuer Betrachtung stellen. Ach Du bist das?

Wir gehören zusammen. Eine Stadt ist mehr als ein Rathaus und eine Verwaltung, sie besteht aus Menschen wie Du und ich. Wenn wir uns also wie die drei alten weisen Könige auf den Weg zum Licht von Bethlehem machen, dann lassen Sie uns nicht mit leeren Händen aufbrechen. Wenn wir abgeben, woran wir schwer zu tragen haben, dann wird auch das eigene Leben leichter.

Das gilt nicht nur fürs Schenken, die einzige Transaktion übrigens, bei der beide Seiten reicher werden. Das gilt auch für das ablegen, abnehmen, wegschenken von allem, was uns belastet und bedrückt. Auch die Last, die wir uns manchmal selbst sind. Geben wir sie diesem göttlichen Kind, das uns Weihnachten geboren ist. Es nimmt sie gerne an.

Frieden und Freundschaft sind keine Botschaft für die Weihnachtstage allein, sondern fürs ganze Jahr und fürs Leben. Lassen wir es uns gemeinsam in die Hand nehmen und aufbrechen! Gemeinsam sind wir stark, froh und ausdauernd.

Lassen Sie mich Ihnen allen, den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Mechernich, den Mitgliedern unserer politischen Gremien, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, des Bauhofes, der Stadtwerke, der Schulen und aller übrigen städtischen Einrichtungen mit ihren Familien, unseren Geschäftspartnern sowie allen Freunden und Bekannten ein friedvolles und vom Mensch gewordenen Gott Jesus Christus gesegnetes Weihnachtsfest sowie Gesundheit, Zufriedenheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr 2018 wünschen!

Ihr

 

Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister

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