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Kreisjägerschaft ruft zur Wildschwein- und Fuchsjagd auf

In den 333 Jagdrevieren im Kreis Euskirchen sollen die Bestände verkleinert werden – Hauptjagdzeit ist die Vollmondwoche vom 27. Januar bis 3. Februar

Um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, will die Kreisjägerschaft Euskirchen den Wildschweinbestand stark verkleinern. Foto: Birgit Leutgen/LJV/pp/Agentur ProfiPress

Weil sie als Überträger der Staupe gelten, sollen im Kreis Euskirchen auch Füchse massiv bejagt werden. Foto: LJV/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Kreis Euskirchen – Wegen der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sieht sich nun auch die Kreisjägerschaft Euskirchen „verschärft in der Pflicht, den Wildschweinbestand zu reduzieren“, teilt Reinhold Wanasek, Obmann für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, mit.

„Die Tierseuche ist inzwischen bis auf 300 Kilometer an Deutschland herangerückt“, informiert er. Die Wildschweinbestände im Kreis Euskirchen seien, bedingt durch milde Winter, ein großes Feldfrüchteangebot, tonnenweise Bucheckern und Eicheln, sehr hoch. „Wir wissen um die Zuneigung vieler Bürger zu den Tieren. Dennoch dürfen wir nicht aus falscher Tierliebe die Notwendigkeiten verdrängen, die uns die Tierkrankheiten aufbürden“, verteidigt er die bevorstehende massive Bejagung, die für die nächste Vollmondwoche anberaumt ist.

Weil in den vergangenen drei Wochen fünf Staupe-Fälle im Kreis Euskirchen verzeichnet wurden, sollen auch Füchse bejagt werden. Damit sollen laut Wasanek vor allem Hunde und Katzen vor der Ansteckung durch den hochansteckenden Virus bewahrt werden. „Es gibt kein Medikament, das Staupe heilen kann. Wir müssen vermeiden, dass die Seuche in die Städte und Gemeinden getragen wird“, so der Pressemann der Kreisjägerschaft.

Im Ergebnis dieser Überlegungen ruft die Kreisjägerschaft Euskirchen ihre Jäger für die nächste Vollmondwoche vom 27. Januar bis 3. Februar zu einer kreisweiten Wildschwein- und Fuchsbejagung auf. „Die Jäger werden – wie es ihre Zeit zulässt – auch davor und danach das Mondlicht ausnutzen und jagen“, kündigt Wasanek an.

Zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest setzt die Kreisjägerschaft für die ersten 50 erlegten Wildschweine materielle Belohnungen und für die weiteren erlegten Sauen Sachwertgutscheine aus.

pp/Agentur ProfiPress

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