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Karneval der leisen Töne

„Anno-Pief“-Sitzung der KG „Weyerer Blömche“ mit „Klimpermännchen“ und Männerballett begeisterte die Zuschauer

Auch die 30-köpfige Tanzgarde „Hellije Knäächte un Mägde“ aus Köln gastierte beim Karneval der leisen Töne im Mechernicher Höhengebiet. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

„Knubbelefutz un Schmalbedaach“ (Renate Heimersheim und Dieter Schmitz) aus Bad Honnef lieferten in Weyer klasse Zwiegespräche. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Ein Könner seines Fachs als Kräzzjes-Sänger: Thomas Cüppers aus Köln, „Et Klimpermännche“. Foto: Stefan Lieser/PP/Agentur ProfiPress

Mechernich-Weyer - Zum ersten Mal veranstaltete die Karnevalsgesellschaft „Weyerer Blömche“ eine Nostalgiesitzung unter dem Motto „Anno Pief“. Es dürfte nicht die letzte gewesen sein, denn das althergebrachte Sitzungsprogramm kam gut an bei den 170 zahlenden Zuschauern.

Chefblömche Björn Wassong, der die Idee hatte, ging als Fliegengewicht im „alten“ Männerballett schwerelos auf den Armen der Kollegen in die Luft und mimte den Kranich. Es wirkten auch Krätzjesänger, Zwiegespräche, Traditionsgarden und Bänkelsänger mit. Am Ende befand Moderator Wassong: „Das hat Weyer noch nicht erlebt. Es war fantastisch!“

Das Konzept der „Anno-Pief“-Sitzung Weyer entstand aus dem Unmut vieler auch älterer Fastelovendsjecken, denen konventionelle Karnevalssitzungen zu laut, zu stressig und zu musik-lastig geworden sind. Statt Lärm und Trubel entstand bei vielen wieder Sehnsucht nach leiseren Tönen und witzigeren Programmpunkten.

„Ne dolle Eefeler“

Verdiente Weyerer Karnevalisten wie Robert Schneider machten deshalb noch einmal mit. Er kam in seiner Paraderolle als „Ne dolle Eefeler“ in die Bütt. Aufs Zuhören und Mitsingen setzten auch der Ex-Kölner Prinz und Karnevalsrevoluzzer Wicky Junggeburth und „Knubbelefutz un Schmalbedaach“ (Renate Heimersheim und Dieter Schmitz) aus Bad Honnef.

Mit Thomas Cüppers als „Et Klimpermännche“ konnten die „Weyerer Blömche“ schließlich einen Meister seines Faches als Stimmungssänger verpflichten. Der Musikverein Weyer unter der Leitung von Peter Züll lieferte die Instrumentalmusik fürs bunte Programm.

Mit den Aufzügen der 30-köpfigen Tanzgarde „Hellije Knäächte un Mägde“, „Kölns Älteste“ und den Hovener Jungkarnevalisten aus Zülpich fehlten auch früher wie heute im Sitzungskarneval übliche Massenaufmärsche bei der Weyerer Nostalgiesitzung nicht.

Der Journalist Stefan Lieser schreibt: „Am Ende einer gelungenen vierstündigen Premiere war die Begeisterung im Publikum eindeutig. Mut machten den Blömche auch die angereisten Aktiven: »Gratulation zu dem tollen Format«, lobte Thomas Cüppers. Jürgen Heller, 2. Vorsitzender der »Knäächte und Mägde«, sah Gleichgesinnte in Weyer hinter den Kulissen: »Wir unterstützen diese Art von Sitzungen ausdrücklich!«“ Finanziell erhoffte sich Kassiererin Ilona Seifert eine „schwarze Null“ vom Projekt „Anno Pief“.

pp/Agentur ProfiPress

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