Kampf der Miniermotte!
Allein müssen die Wachendorfer die gewaltigen Laubmengen nicht bewältigen, der städtische Bauhof unterstützt die Aktion wie in den vergangenen Jahren mit Arbeitsgeräten. Archivbild: Reinhard Antkowiak/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Wachendorf – Sobald im Herbst die Blätter fallen, werden in Wachendorf die Ärmel hochgekrempelt. Am Samstag, 28. November, ab 9 Uhr heißt es in der historischen Kastanienallee wieder: Ran an die Rechen! Zum 17. Mal werden freiwillige Helferinnen und Helfer den Bäumen gemeinsam gegen einen winzigen, aber hartnäckigen Feind zur Seite stehen: die Kastanienminiermotte.
Das kleine Insekt hat es in sich. Seine Larven fressen sich durch das Innere der Kastanienblätter und sorgen dafür, dass sich das Laub oft schon mitten im Sommer braun verfärbt. Die Puppen des Schädlings überwintern im heruntergefallenen Laub. Wer die Blätter gründlich aufsammelt und fachgerecht entsorgt, nimmt der nächsten Mottengeneration einen Großteil ihrer Kinderstube.
Vor gut anderthalb Jahrzehnten war die Sorge um die prächtigen Rosskastanien so groß, dass die Wachendorfer selbst aktiv wurden. Seither ist die jährliche Laubsammelaktion aus dem Dorfkalender nicht mehr wegzudenken. Schließlich soll die historische Allee, die das Ortsbild seit Generationen prägt, auch künftig erhalten bleiben.
Ortsbürgermeister Christof Jansen hofft auch diesmal auf viele fleißige Hände. „Je mehr Leute mit anpacken, desto schneller geht die Laubsammelaktion“, sagt er.
Bauhof hilft, Bürgerverein bewirtet
Allein müssen die Wachendorfer die gewaltigen Laubmengen nicht bewältigen, der städtische Bauhof unterstützt die Aktion wie in den vergangenen Jahren mit Arbeitsgeräten. Voraussichtlich kommt auch wieder der große städtische Laubsauger zum Einsatz, der den Helfern einiges an Schlepperei abnimmt. Und weil frische Luft und körperliche Arbeit bekanntlich hungrig machen, kümmert sich der Bürgerverein Wachendorf um die Verpflegung. Für Essen und Getränke ist also gesorgt.
Willkommen sind nicht nur die Wachendorfer selbst, sondern auch Naturfreunde aus den umliegenden Orten. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert. Eigene Rechen dürfen gerne mitgebracht werden, sind dank der Unterstützung des Bauhofs aber kein Muss.







