High-Noon in Wildwest
Das Krakenorakel zur Fußballweltmeisterschaft 2018 inszenierte die Jugendabteilung der Spielvereinigung Rotbachtal/Strempt im Bleibuirer Rosenmontagszug. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mit hochbepackter Gulaschkanone reiste die Freiwillige Feuerwehr mit im närrischen Lindwurm durch die Bleibuirer Straßen und Gassen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Der Jugendclub Bleibuir war es, der die erste Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 1976 aus der Taufe hob. Seither ist viel Wasser den Rot-, Quai- und Schliebach hinabgeflossen. Karneval zu feiern verstehen die Bewohner des „Wilden Westens“ der Stadt Mechernich aber noch immer. Zeitweise gab es als Konkurrenz der ersten sogar eine als Persiflage zu verstehende zweite KG Bleibuir . . . Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Der 1920 gegründete Musikverein Bleibuir war anfangs eine Unterabteilung des örtlichen Theatervereins. Der Hang zu öffentlichen Auftritten mit Musik ist geblieben. Ohne „de Musik“ geht in Bleibuir gar nix. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Ob mit oder ohne Oldtimer und Kinderkirmes: Die Lückerather Männ stehen überall ihren Mann, auch im Straßenkarneval, Ortsvorsteher Rudolf Hoss überragt sogar alle um eine halbe Körperlänge, allerdings steht er auch auf seinem Trecker. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
„Theo, dr Zoch kütt“: Theo Schoddel führt den Bleibuirer Rosenmontagszug seit Jahrzehnten an. Der pensionierte Kriminalbeamte macht dabei nebenbei auch Reklame für seine Lückerather Ferienwohnung. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Vor 1967 bereicherten Bleibuirer Fußgruppen und Wagen den Karnevalszug im benachbarten Glehn. Seit einigen Jahren revanchieren sich die „Äerzebälleg“, wie sich die Glehner Karnevalsgesellschaft nennt, durch ihre Teilnahme am Bleibuirer Rosenmontagsumzug. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Die Tanzgarden der 1. KG Rot-Weiß Bleibuir mischten als „Kartenclübchen“ im diesjährigen Rosenmontagszug mit. Dahinter kommen die Bergbuirer Hommele „geflogen“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Hühner und ein Hahn durften auch nicht fehlen im Bleibuirer Rosenmontagszug. „Passt Ihr och joot op de Eier op?“ wurden sie von Passanten gefragt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
„Wenn dä Effzeh iesch affjesteje öss, dann sehn die klarer“ orakelte ein Zugzuschauer über das Orakel zur Fußball-WM 2018. Die Jungfußballer und ihre Eltern von der Spielvereinigung Rotbachtal/Strempt ließen sich von solchen unpatriotischen Sprüchen nicht aus der Ruhe bringen: Sie tippen für Deutschland im Nationaltrikot und für den 1. FC Köln, den Meister der rheinischen Herzen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Bleibuir – Eis und Schnee wie vor mehr als 50 Jahren bei der Premiere des Bleibuirer Rosenmontagszuges bestimmten die Szenerie zum Höhepunkt des Straßenkarnevals im „Wilden Westen“ der Stadt Mechernich. Ein Dutzend Gruppen und Wagen zogen „von de Kass“ durchs Oberdorf, um die Weiher, „Klöngk“ (St.-Agnes-Straße), Löngk“ („Am Mönch“) und Alte Straße.
Die Stimmung im Zug und am Zugweg hätte nicht besser sein können. Es waren nicht nur Bleibuirer auf den Beinen, auch Wagen und Fußgruppen aus Bergbuir, Glehn und Lückerath zogen mit. Dazu Abteilungen der Karnevalsgesellschaften, des Männerballetts und der Tanzgarde, Freiwillige Feuerwehr, Spielvereinigung Rotbachtal/Strempt und last not least der Musikverein.
Die Crew des Bergbuirer Gasthauses „Bei Tünn“ mit Anita und Samira Geller an der Spitze sorgte wieder für leckere Appetithappen. Kamelle und wertvollere Wurfgeschosse sausten zu Hunderten durch die Luft, an geistigen Getränke herrschte kein Mangel. Theo Schoddel führte den Zug mit seinem Oldtimertrecker an.
Der Zug von Bleibuir ist auch nach 50 Jahren nicht totzukriegen und die Jecken feierten anschließend im Festzelt der 1. KG Rot-Weiß Bleibuir weiter, wo bereits Weiberfastnacht Hochbetrieb und Superstimmung geherrscht hatten.
pp/Agentur ProfiPress















