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Durch die Felder Richtung Hostel

Ort liegt direkt an der Bundesstraße 266 – 716 Einwohner – Vielfältiges Angebot von Gastronomie und Gewerbe

Klaus Hück liebt es, mit Ronja durch die Flur von Roggendorf Richtung Hostel zu spazieren. Foto: Tim Nolden/WochenSpiegel/pp/Agentur ProfiPress

Auf dem Luftbild kann man sehr gut erkennen, dass in Roggendorf gleich zwei Kirchen existieren: die katholische Kirche St. Johannes (rechts) sowie die evangelische Kirche. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die evangelische Kirchengemeinde Roggendorf feierte 2017 ihr 150-jähriges Bestehen und ließ ihr Gotteshaus in buntem Licht erstrahlen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Charakteristisch für den Ort ist die unmittelbare Lage an der Bundesstraße 266. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Roggendorf – 1968 eröffnete Klaus Hück seinen Betrieb in Roggendorf – eine Kfz-Werkstatt in den Räumen einer ehemaligen Tankstelle. „Ich wollte mich damals unbedingt selbstständig machen“, erinnert sich der Kfz-Meister im Ruhestand. Kurz darauf baute er in Roggendorf ein Haus und entdeckte den Ort für sich. Sein persönlicher Lieblingsort: die Feldwege am Rande von Roggendorf, die Richtung Hostel führen.

So oft er kann, geht der Senior mit seiner Hündin Ronja dort oben spazieren. „Früher bin ich mit dem Rad gefahren und sie ist nebenhergelaufen“, erinnert er sich. Heute geht das alles etwas langsamer vonstatten, denn Ronja ist mit ihren zwölfeinhalb Jahren auch nicht mehr die Jüngste.

„Je nachdem, wie früh ich hier morgens schon unterwegs bin, trifft man hier auf Rehe“, erzählt Hück. Ein paar Mal hat er schon ein paar Kanadagänse beobachtete, die auf den Feldern unterwegs waren. In den 1980er-Jahren gab es Gespräche, über die Felder eine Umgehungsstraße zu bauen, die um Roggendorf herumführt. „Da haben wir gegen gekämpft“, erinnert sich Hück, „man sollte die Natur nicht verpflastern.“ Doch vom Tisch ist die Ortsumgehung nicht. Das Land hält immer noch an Plänen fest, Roggendorf zu entlasten.

Vom Rande von Roggendorf hat man einen tollen Ausblick Richtung Hostel und auf den Eickser Wald. Geht man in Richtung Wald, landet man am Freilichtmuseum. Früher wurde der Feldweg, den Hück heute regelmäßig entlang spaziert von den Menschen aus Hostel genutzt, um von ihrem Heimatort in Richtung Mechernich zu laufen, um dort die Einkäufe zu erledigen.

Heute hat Roggendorf 716 Einwohner. Charakteristisch ist die Bundesstraße 266, die einmal hindurchführt. Roggendorf grenzt unmittelbar an Weißenbrunnen und gehört nicht erst seit der kommunalen Neugliederung zu Mechernich, sondern bereits seit 1914.

Erstmals erwähnt wurde „Rochendorpht“ im Jahr 893 im Güterverzeichnis der Abtei Prüm. Im Ort befindet sich nicht nur die katholische Kirche St. Johannes. Die in Roggendorf beheimatete evangelische Kirchengemeinde, die 1867 gegründet wurde, hat ebenfalls ein Gotteshaus in Roggendorf.

Ansonsten hat Roggendorf ein vielseitiges Angebot: Es gibt gastronomische Angebote, Unternehmen haben sich angesiedelt und auch ein Kindergarten sowie eine Turnhalle sind zu finden.

Einst befand sich zwischen Roggendorf und Strempt das Haus Rath, im 14. Jahrhundert Sitz eines Adelsgeschlechts. Bereits im 18. Jahrhundert war das Haus Rath aber nur noch ein Gutshof, der nach und nach abgetragen wurde und mit dem Bau der Bahntrasse Kall-Mechernich endgültig verschwand.

pp/Agentur ProfiPress

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