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„Bänker“ auf Tour

Tour durch die Ortschaften Mechernichs und deren einzigartige Institutionen: Gruppe von acht Rentnern hält insgesamt 50 Ruhebänke in und um Weiler am Berge in Schuss

Bericht im Rahmen der „Goldenen Hochzeit“ zwischen Mechernich und Kommern im vergangenen Jahr: Die fleißigen „Bänker“ bereit für ihren Einsatz (v. l.): Peter Schmitten, Horst Stoll, Walter Welschmid, Klaus Leinenbach, Karl-Heinz Hochgürtel, Peter Beyert und Willi Sistig. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Mit dem Traktor tuckern die „Bänker“ über die Feldwege, um von Mai bis September die insgesamt 50 Ruhebänke in und um Weiler am Berge in Schuss zu halten. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Einmal angefangen gehen bei der Truppe alle Arbeitsschritte Hand in Hand, sodass die Bank innerhalb weniger Minuten freigeschnitten und sauber ist. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

„Wenn die Bänke gepflegt und picobello sauber sind – da freuen sich auch die Wanderer“, sagt Klaus Leinenbach (rechts). Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

 

 

 

Mechernich-Weiler am Berge – „Wenn es an den Beinen kitzelt, dann ist wieder der Einsatz von uns »Bänkern« gefragt“, erklärt Karl-Heinz Hochgürtel mit einem Augenzwinkern. Gemeinsam mit einer Gruppe von Rentnern aus Weiler am Berge, hat es sich der Ortsbürgermeister zur Aufgabe gemacht, die Ruhebänke in Schuss zu halten. Freischneiden, sauber halten, Holzlatten erneuern und immer mal wieder einen neuen Anstrich vornehmen – es gibt viel zu tun bei den 50 Bänken in und um Weiler am Berge.

 

 

Acht Männer im Alter zwischen 60 und 80 Jahren bilden die Gruppe der „Bänker“, die 2005 ins Leben gerufen wurde, um „etwas zu tun, was dem Ort und auch den älteren Menschen hier zugutekommt“, erinnert sich Karl-Heinz Hochgürtel. Denn die zahlreichen Bänke ermöglichen es auch denen, die keine weiten Strecken mehr laufen können, eine kleine Tour mit Blick ins Grüne zu meistern.

Einer der Mitstreiter formulierte es zum Start des „Restaurierungsteams“ in einem Schreiben an die Bürger so: „Machen Sie doch mal eine Bankentour. Sie erhalten zwar keine finanziellen Zinsen, aber Ihre Gesundheit wird erheblich von solch einer Tour profitieren.“

Wöchentliche Bankentour

 

Jede Woche zwischen Mai und September macht die Truppe ihre Bankentour. Dabei sind sie kaum zu übersehen: Mit einem Traktor tuckern sie die Feldwege entlang, den Anhänger beladen mit allerlei Arbeitsgerät: Freischneider, Heckenschere, Rechen, Besen, Putzlappen, manchmal auch Farbe und Pinsel.

 

 

Einmal angefangen geht alles Hand in Hand, in nur wenigen Minuten ist die Wiese rund um die Bank gemäht, die angrenzende Hecke beschnitten, sämtlicher Grünabfall zusammengerecht, weggefegt und entsorgt. „Was wir hier haben, ist Kameradschaft schlechthin, da steht auch jeder für den anderen ein“, betont Horst Stoll.

Großes Gemeinschaftsgefühl

 

Karl-Heinz Hochgürtel erinnert sich an einen inzwischen verstorbenen „Bänker“, der mit der Zeit nicht mehr so gut zu Fuß war. „Trotzdem wollte er unbedingt mit dabei sein und auch selbst mit anpacken. Da haben wir ihn mit mehreren Männern gestützt, während er am Hang die Wiese mähte. Das war vielleicht nicht effizient – aber ein Erfolgserlebnis. Das Gemeinschaftsgefühl in unserer Gruppe ist sehr groß.“

 

 

Nach getaner Arbeit nehmen die Rentner – von denen einige schon seit der ersten Stunde der „Bänker“ dabei sind – zur Kaffeepause auf der Bank Platz. „Das ist schön, wenn die Bänke gepflegt und picobello sauber sind – da freuen sich auch die Wanderer“, sagt Klaus Leinenbach und fügt scherzend hinzu: „Dafür arbeiten wir hier im Ein-Schicht-Betrieb“.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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