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Unerlässlich und wertvoll: Ehrenamt

Dr. Marianne Bauerschmitz (84), die Vorsitzende von „donum vitae e.V.“ in Mechernich, im Interview mit der Ehrenamtsagentur des Kreises – Kommunikationsseminar für alle Ehrenamtlichen am Donnerstag, 8. September, im Siechhaus

Verleihung der Ehrenamtskarte auf dem Mechernicher Stadtfest und Brunnenfest im August mit (v.r.) Tamara Empt von der Ehrenamtsagentur, der Mechernicher donum-vitae-Vorsitzenden Dr. Marianne Bauerschmitz (84) und Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Zülpich – Ein kreisweites Treffen für Ehrenamtliche in Vereinen und Institutionen findet am Donnerstag, 8. September, ab 18.30 Uhr im Siechhaus direkt an der B 265 von Zülpich in Richtung Weiler in der Ebene bei Rövenich statt. Es geht um Kommunikation im Ehrenamt. Titel des Abends: „Wie sage ich es richtig?“

In einem fachlichen Input vermittelt der Referent Jörg Weitz Wissen und Anregungen für das Gelingen von Kommunikation im Ehrenamt. Danach können die Teilnehmenden Fragen zu konkreten Situationen und Kommunikationsthemen stellen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, aber die Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung bis 7. September bei ehrenamt@kreis-euskirchen.de oder (0 22 51) 15 13 61.

Die Kreisverwaltung hat unterdessen ein Interview mit der Ärztin Dr. Marianne Bauerschmitz (84) geführt und veröffentlicht, die beim Stadtfest/Brunnenfest im August in Mechernich von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sowie Tamara Empt und Stefanie Kolzem von der Ehrenamtsagentur des Kreises ausgezeichnet worden war.

 

Zwei tödliche Abbrüche

 

Auf die Frage, wie sie zum Ehrenamt gekommen sei, antwortete die Vorsitzende der in Mechernich ansässigen Schwangerschafts-Konfliktberatung donum vitae e.V.: „Während meiner Ausbildung musste ich zweimal den tödlichen Ausgang eines kriminellen Schwangerschaftsabbruchs miterleben.“

Nach der Einführung des Paragraphen 219 Schwangerschafts-Konfliktgesetz sei es ihr wichtig gewesen, dass ein duales Angebot in der Beratung vorgehalten wird. Eine Nichte trug das Anliegen an Dr. Bauerschmitz heran, im Kreis Euskirchen eine Beratungsstelle von „donum vitae“ aufzubauen und damit eine christlich orientierte Beratung anzubieten.

Die nächste Frage („Was macht Ihnen am Ehrenamt Spaß?“) beantwortete die im Ruhestand lebende frühere Frauenärztin so: „Es ist die Vielzahl der Aufgaben in der Organisation der Beratungsstelle: Verwaltung, Mittelbeschaffung, Planung von Benefizaktionen und vor allem der fruchtbare Dialog mit den Mitarbeiterinnen.“

Ihr schönstes Erlebnis sei es gewesen, als sie zum ersten Mal auf der Straße von einer jungen Frau angesprochen wurde, die sich für die wertschätzende und kompetente Beratung in einer Konfliktsituation durch die Mechernicher Beratungsstelle bedankte.

„Jüngere sollen mitmachen“

 

Die Ehrenamtsagentur wollte auch von der Vorsitzenden von „Donum vitae“ wissen, warum andere und vor allem jüngere in ihre Fußstapfen treten sollten: „In meinen Augen gibt es keine wichtigere und elementarere Aufgabe, als die Unterstützung von schwangeren Frauen, besonders in Notlagen.“

Für die Zukunft wünscht sich die Kommernerin, dass die jetzt bestehende gesetzliche Regelung für den Schwangerschaftsabbruch bestehen bleibt, besonders die Beratungspflicht. Donum vitae im Kreis Euskirchen e.V. ist ein Verein des bürgerlichen Rechts und anerkannter Jugendhilfeträger. Der Verein unterstützt Frauen in Schwangerschaftskonflikten und begleitet sie auf dem Weg zu einer eigenverantwortlichen Entscheidung.

Die Mitarbeiterinnen beraten in allen Fragen rund um die Schwangerschaft, Geburt und nach der Geburt bis zum 3. Lebensjahr des Kindes, bei sozialrechtlichen Fragen, bei gesetzlichen Leistungen, aber auch bei vertraulichen Geburten, nach Fehl- oder Totgeburten oder bei unerfülltem Kinderwunsch. Die Beratungsleistung unterliegt der Schweigepflicht, kann anonym stattfinden und ist immer kostenfrei. Der Verein finanziert sich über Spenden. Weitere Informationen unter: www.donum-vitae-eu.de

pp/Agentur ProfiPress

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