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Sammlung gegen das Vergessen

Haus-, Straßen- und Friedhofssammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Mechernicher Stadtgebiet – Auftakt am Freitag, 16. Oktober, auf dem Rathausvorplatz

Am Freitag, 16. Oktober, ab elf Uhr werden auf dem Rathausvorplatz Vertreter des Volksbundes und der in Mechernich stationierten Bundeswehr zusammen mit Bürgermeister Fingel über die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge informieren und um Spenden bitten. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Erneut beteiligt sich die Stadt Mechernich an der Haus- und Straßensammlung sowie an der Friedhofssammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Wenn in den kommenden Wochen also Ehrenamtliche mit Sammeldosen in den Mechernicher Ortschaften unterwegs sind, dient das einer Aufgabe, die mehr als 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nichts von ihrer Bedeutung verloren hat: die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wachzuhalten. 

Den offiziellen Auftakt bildet die Informations- und Sammelaktion am Freitag, 16. Oktober, auf dem Rathausvorplatz. Ab elf Uhr werden Vertreter des Volksbundes und der in Mechernich stationierten Bundeswehr dort über die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge informieren und in Begleitung von Bürgermeister Michael Fingel und Landrat Markus Ramers um Spenden bitten.     

Der Volksbund kümmert sich im Auftrag der Bundesregierung um deutsche Kriegsgräberstätten im Ausland. Er sucht und birgt Kriegstote, sorgt für würdige Bestattungen und die Pflege ihrer Gräber. Auch die Betreuung von Angehörigen, internationale Verständigung sowie Bildungs- und Erinnerungsarbeit mit jungen Menschen gehören zu seinen Aufgaben. Der Volksbund betreut mehr als 800 Kriegsgräberstätten in 46 Ländern mit rund 2,9 Millionen Kriegstoten. 

„Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dürfen wir nicht vergessen, wohin Krieg, Gewalt und Ausgrenzung führen können“, betont Bürgermeister Michael Fingel. „Die Kriegsgräber sind dabei weit mehr als Orte des Gedenkens, sie mahnen uns, Verantwortung für Frieden und Verständigung zu übernehmen.“

Wie schon in den vergangenen Jahren wird die Sammlung im Mechernicher Stadtgebiet von vielen Händen getragen: Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister, Vereine, Feuerwehren und Angehörige der Bundeswehr sowie zahlreiche Privatpersonen, die die Aktion vor Ort unterstützen. 

Britta Walter vom Mechernicher Standesamt, die die Sammlung für die Stadt koordiniert, hofft erneut auf eine große Spendenbereitschaft. Jeder Beitrag helfe dabei, die Gräber der Kriegstoten als Orte der Erinnerung zu erhalten und die Friedens- und Bildungsarbeit des Volksbundes fortzuführen.

Neben der persönlichen Spende bei den Sammlerinnen und Sammlern besteht auch die Möglichkeit, unmittelbar an den Volksbund zu überweisen. Die Kontodaten finden sich auf der Internetseite  www.volksbund.de. 

pp/Agentur ProfiPress

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