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Richtkranz über der Heerstraße

Elf barrierefreie und altersgerechte Wohnungen entstehen mitten in Mechernich – Bauherr Oliver Schmitz feierte mit Handwerkern, Planern, Stadt, Bank und künftigen Eigentümern – Bezugsfertigkeit für September 2027 vorgesehen

Mechernich – Vor wenigen Monaten war hier noch eine wilde Wiese, dann öffnete sich die Baugrube – und inzwischen steht der Rohbau in voller Höhe. Hoch über der Heerstraße hing jetzt der Richtkranz: Für die Bauherrin GEBIG IPG, vertreten durch den Geschäftsführer Dipl.-Ing. Oliver Schmitz und die zahlreichen am Projekt Beteiligten ein sichtbares Zeichen dafür, wie weit das neue Mehrfamilienhaus an der Heerstraße 17–19 bereits gediehen ist.

„Das ist ein toller Moment“, sagte Schmitz beim Richtfest, zu dem mehr als drei Dutzend Gäste gekommen waren, darunter auch zahlreiche Handwerker, Christian Habrich in Vertretung von Bürgermeister und Erstem Beigeordneten der Stadt Mechernich, Christoph Hoß von der VR-Bank EifelLand eG, Architekt Gerd Schumacher und Statiker Steffen Mahlberg.

Noch vor wenigen Monaten habe man praktisch vor dem Nichts gestanden, jetzt könne man unmittelbar erleben, „welche Fortschritte der Bau genommen hat“, so Oliver Schmitz, der auch bereits das 36-Parteien-Haus „Emil 34“ an der anderen Seite des Grundstücks errichtet hat, das Emil-Kreuser-Straße und Heerstraße miteinander verbindet.

Auf einem 845 Quadratmeter großen Areal errichtet die von Oliver Schmitz geführte „GEBIG IPG Immobilien- und Projektentwicklungsgesellschaft“ ein modernes Mehrfamilienhaus mit elf barrierefreien und altersgerechten Wohnungen sowie einer Tiefgarage. Nach derzeitigem Zeitplan sollen die Wohnungen im September 2027 bezugsfertig sein.

65 bis 120 Quadratmeter

Vorgesehen sind Zwei- und Dreizimmerwohnungen sowie eine großzügige Vierzimmerwohnung mit Wohnflächen zwischen etwa 65 und 120 Quadratmetern. Jede Wohnung erhält eine eigene Freifläche in Form einer Loggia oder Terrasse, die zum ruhigeren Innenbereich ausgerichtet wird.

Zwei getrennte Eingangsbereiche erschließen fünf beziehungsweise sechs Wohnungen. Beide Treppenhäuser werden jeweils mit einem Aufzug ausgestattet, der vom Straßenniveau über sämtliche Etagen bis in die Tiefgarage fährt. Damit wird das Gebäude durchgängig barrierefrei erschlossen. In der Tiefgarage sind 14 Pkw-Stellplätze, die Wohnungskeller sowie ein Fahrradraum vorgesehen. Die Zufahrt erfolgt von der Heerstraße aus.

Holz und viel Grün

Auch gestalterisch soll sich das Gebäude von einem reinen Zweckbau abheben. Vor- und Rücksprünge gliedern die Fassaden, hinzu kommen Holz- und Grünelemente. Das Erdgeschoss wird über das Straßenniveau angehoben und als Hochparterre ausgebildet.

Die erste gestalterische Idee stammt von Gerd Schumacher, Geschäftsführer der Schumacher Planen & Bauen GmbH in Euskirchen. Schmitz dankte ihm und seinem Team dafür, dass sie mit ihrer Fachkenntnis nicht nur dafür sorgten, „dass alles technisch funktioniert“, sondern auch dafür, „dass es schön wird“. Für die Statik zeichnen Dipl.-Ing. Steffen Mahlberg und das Rheinbacher Ingenieurbüro Thielen & Mahlberg verantwortlich.

„Hand in Hand“ mit der Stadt

Stellvertretend für die Stadt Mechernich, Bürgermeister Michael Fingel und den Ersten Beigeordneten Thomas Hambach nahm Christian Habrich, Teamleiter Liegenschaften, Wirtschaftsförderung und Stadtplanung, am Richtfest teil. Schmitz hob ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Kommune hervor. Für einen reibungslosen Ablauf eines solchen Bauvorhabens sei dieses „Hand in Hand“ von großer Bedeutung.

Dank richtete der Bauherr außerdem an Christoph Hoß von der VR-Bank EifelLand, die das Projekt auf der Finanzierungsseite begleiteten. Auch die Finanzierung, so Schmitz, sei schließlich „ein Fundament, ohne das hier nichts stehen würde“. Vor allem aber dankte er den Handwerkern, die bei Sonne, Wind und Wetter dafür gesorgt hätten, dass aus Plänen, Zeichnungen und Berechnungen Stück für Stück ein richtiges Haus wurde.

Zu den beteiligten Unternehmen gehören unter anderem die Rudi Henn Bauunternehmung GmbH & Co. KG aus Simmerath, Holzbau Kessel GmbH aus Euskirchen-Flamersheim, H. Vohsen GmbH aus Euskirchen, Klaus Pfeil GmbH & Co. KG aus Blankenheim-Ripsdorf und Weinand Heizung Sanitär GmbH & Co. KG aus Bleialf. „Sie alle haben mit Ihrer Arbeit dieses Haus tatsächlich wachsen lassen“, sagte Schmitz.

Sein Dank galt ebenso den Erwerbern, der Hausverwaltung IPM GmbH aus Euskirchen und seinem eigenen Team. Denn am Ende seien es die künftigen Bewohner, die das Gebäude erst wirklich zu einem Haus machten: Sie würden es „mit Leben füllen“. Dann schlug die Stunde der Zimmerleute. Zimmerermeister Tim Kessel, Chef von Holzbau Kessel in Flamersheim, stieg gemeinsam mit Ansgar Ulrich und Tom Breitzter zum Richtkranz empor. „Gesegnet dieses Haus und alle, die gehen ein und aus“, wünschte Kessel in seinem traditionellen Richtspruch den Menschen, die künftig dort wohnen werden.

Nach alter Handwerkersitte wurde auf den Bau, die Bauherrschaft und das Gelingen des weiteren Projektes angestoßen. Anschließend flog das geleerte Schnapsglas zu Boden und zerschellte – wie es sich bei einem ordentlichen Richtfest gehört. Auch Oliver Schmitz hatte seinen Wunsch für die kommenden Monate zuvor auf den Punkt gebracht: Das Bauvorhaben möge „ohne Unfall und ohne größere Überraschungen“ fertiggestellt werden – und ein Haus werden, „in dem sich die künftigen Bewohner wohlfühlen“. Der Richtkranz zeigt: Ein gutes Stück des Weges von der wilden Wiese zum neuen Zuhause ist bereits geschafft.

pp/Agentur ProfiPress
 

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