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Medizin für eine Woche ausgeblendet

Deutsches Ärzteorchester zur Klausurprobe und Aufführungen in Eifelklöstern – Mechernicher Arzt und Orchestermitgründer Dr. Wilfried Winkelhog maßgeblich beteiligt

150 Musiker und Sänger des Deutschen Ärzteorchesters und des Oratorienchors Brühl standen im Chorraum und Querschiff der Steinfelder Klosterbasilika. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Die ganze Woche hatte das Ärzteorchester mit dem Oratorienchor unter Judith Mohr in seiner ersten Arbeitsphase nach Corona das berühmte Requiem Verdis einstudiert. „Wir hatten hervorragende Arbeitsbedingungen“, lobte der Mechernicher Arzt Dr. Wilfried Winkelhog. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Einstudiert wurde das Werk von dem Künstlerischen Leiter Alexander Mottok. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

In Steinfeld und Himmerod wirkten die Solisten Elvira Hasanagic (Sopran) und Diana Schmid (Mezzosopran) sowie Michael Bonnaire (Tenor) und Simon Bailey (Bass) an der Aufführung von Verdis Requiem mit. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

250 Menschen im coronabedingt nicht vollgefüllten Kirchenraum waren restlos begeistert von der musikalischen Leistung musizierender Mediziner aus ganz Deutschland. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Kall-Steinfeld/Mechernich - Ein berauschendes Klangerlebnis genossen 250 Zuhörer in der Basilika Steinfeld bei der „Missa da Requiem“ von Verdi, vergangenen Freitag aufgeführt durch das Deutsche Ärzteorchester und den Oratorienchor Brühl.

150 Musiker und Sänger standen im Chorraum und Querschiff der Kirche. „Ein gleichermaßen technisch anspruchsvolles wie auch klanglich beeindruckendes Stück“, schreibt der Journalist Stephan Everling in den in Mechernich erscheinenden Kölner Tageszeitungen.

Maßgeblich beteiligt am Gastspiel des Ärzteorchesters im Salvatorianerkloster Steinfeld und in der früheren Abtei Himmerod war der Weyerer Arzt (Stadt Mechernich) Dr. Wilfried Winkelhog, der das Ensemble 1989 mitgegründet hatte. „Mit begeistertem Applaus dankte das Publikum am Ende für die gelungene Aufführung“, schreibt der Rezensent.

Die ganze Woche hatte das Ärzteorchester mit dem Oratorienchor unter Judith Mohr in seiner ersten Arbeitsphase nach Corona das berühmte Requiem einstudiert. „Wir hatten hervorragende Arbeitsbedingungen“, lobte Dr. Wilfried Winkelhog. Seminarräume konnten für Satzproben benutzt werden, und sogar die Aula sei in die Probenarbeit einbezogen worden. Einstudiert wurde das Werk von dem Künstlerischen Leiter Alexander Mottok.

Hochwasseropfer Denkmalschutz

Das war für das Laienorchester eine große Aufgabe, denn die Mitglieder stehen meist noch im Beruf und mussten extra Urlaub nehmen. „Medizin spielte in dieser Woche keine Rolle, nur Musik“, so Winkelhog: „Das Orchester ist wie eine große Familie!“ Und: „Wir haben für diese Veranstaltung ein eigenes Hygienekonzept ausgearbeitet“, sagte er.

Der Weyerer Arzt bezeichnet Verdis Requiem als „gewaltiges Werk“. In Steinfeld und Himmerod wirkten die Solisten Elvira Hasanagic (Sopran) und Diana Schmid (Mezzosopran) sowie Michael Bonnaire (Tenor) und Simon Bailey (Bass) mit. 

Wie beim Ärzteorchester üblich, wurde das Konzert in Steinfeld für einen guten Zweck gegeben. Ursprünglich sollten die vereinnahmten Gelder für Sanierungsarbeiten an Basilika und Klosteranlage Steinfeld gespendet werden, so Florian Klinkow von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Doch nach der verheerenden Flut im Juli kam man überein, die Spendensammlung der Nothilfe für private Denkmaleigentümer zukommen zu lassen. Um Kall hat die Stiftung 62 Förderanträge erhalten, zwei aus Sötenich, 15 aus Schleiden, vier aus Gemünd, sechs aus Mechernich und 45 aus Bad Münstereifel. Bereits ausgezahlt worden sind 360 000 Euro.

pp/Agentur ProfiPress

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