Zum Hauptinhalt springen

Keine Bombe, sondern Schlacke-Rest

Nach Untersuchungen durch den Kampfmittelräumdienst kann die Stadt Mechernich Entwarnung für das Fundstück im Bergschadensgebiet geben – Betretungsverbot gilt dennoch weiterhin für Areal zwischen Mechernich und Strempt, Bergheim, Lorbach, Kallmuth und Kalenberg – Andere offene Absenkungen müssen noch verfüllt werden - Bohrungen zur Prüfung der Standfestigkeit folgen

Keine Bombe, sondern Schlacke-Reste: Für den Fund nach den Starkregenereignissen im Bergschadensgebiet konnte der Kampfmittelräumdienst jetzt Entwarnung geben. Das Bild zeigt das Befüllen der Absenkung neben dem Bombenverdachtspunkt. Das generelle Betretungsverbot bleibt, da laut Stadt weitere Absenkungen derzeit nicht ausgeschlossen werden können. Foto: Nicole Reinersmann/Bezirksregierung Arnsberg/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – „Es ist ein Schlacke-Rest und keine Bombe“, das teilt die Stadt Mechernich heute mit. Nach den Starkregenereignissen am 14. Juli war es zu Absenkungen unter anderem an früheren Luftschächten im Bergschadensgebiet nahe dem Ortsrand „In der Hardt“ gekommen und kurz darauf ein bombenähnlicher Gegenstand im Erdreich entdeckt worden.

„Der Kampfmittelräumdienst konnte heute endgültig Entwarnung geben“, so der Erste Beigeordnete Thomas Hambach. Die Schlacke stamme aus früheren Zeiten des Mechernicher Bergbaus und wurde jetzt mit der Wasserflut und Absenkungen freigespült.

Schlackenfunde sind in der ehemaligen Bergarbeiter-Region grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Sie entstanden bei der hiesigen Blei-Verarbeitung und sind heute noch vor allem dort zu finden, wo Waschgut, Erzsände und schließlich Schlacken aus der Bleiproduktion verkippt wurden.

Thomas Hambach: „Die Schlacke hatte jedoch vermutlich durch ein altes Behältnis die Form einer Bombe angenommen. Da nur der Kopf davon im Bodenloch hervorlugte, war es schwer den Fund aus der Ferne zu beurteilen und heranzukommen, man musste sehr vorsichtig bei der Überprüfung vorgehen.“ Inzwischen konnte das Fundstück geborgen und fachgerecht entsorgt werden.

 

Betretungsverbot bleibt

 

Freigegeben werden kann das Bergschadensgebiet, ein beliebtes Spazier- und Wanderterrain, aber dennoch nicht. Silvia Jambor, Leiterin des Ordnungsamtes betont: „Die Gefahr von spontanen Absenkungen durch Unterspülungen der Stollenanlagen ist zu groß. Wir warnen eindringlich davor, die Bereiche zu betreten.“

Auch, weil andere offene Absenkungen erst noch verfüllt werden müssen. „Zusätzlich werden in den kommenden Wochen weitere Bohrungen vorgenommen, um die Standfestigkeit des betroffenen Areals zu prüfen“, so der Erste Beigeordnete. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Bergamt der Bezirksregierung Arnsberg und der Bundeswehr und werden voraussichtlich einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, da das Bezirksregierungsamt an diversen Einsatzorten in den Katastrophengebieten nach der Flut gleichzeitig dringend gebraucht wird.

Das generelle Betretungsverbot für das gesamte Gebiet zwischen Mechernich und den Ortschaften Strempt, Bergheim, Lorbach, Kallmuth und Kalenberg bleibt daher vorerst weiter bestehen. Auch in das nahegelegene Gebäude Nummer fünf der sogenannten „Papageiensiedlung“ können die Evakuierten nach wie vor nicht zurück.

pp/Agentur ProfiPress

Unsere neuesten Neuigkeiten für Sie

Das Deutsche Rote Kreuz sucht Kursleitungen: – Eltern-Kind-Schwimmen und Babyschwimmen

Weiterlesen

Donnerstag, 22., und Freitag, 23. Oktober: Dringende Maßnahmen der DB in Satzvey

Weiterlesen

Neue Halle für Mechernicher Tafel: fast 80.000 Euro investiert - Durch Spenden gedeckt– Solaranlage auch fast fertig

Weiterlesen

Land NRW stockt Förderung für Übungsleiterinnen und Übungsleiter um 250.000 Euro auf – Sportvereine können Zuschüsse beantragen – Bis zu 500 Euro sind…

Weiterlesen

Autorin Andrea Revers schickt ihr eifeler „Miss Marple“-Pendant zum siebten Mal auf Spurensuche – Neuer Krimi „Späte Ernte“ spielt mit den Abgründen…

Weiterlesen

Am Samstag, 7. November, ist Martinsmarkt auf Burg Satzvey – Laternenumzug, Feuer und mittelalterliche Musik – Kunsthandwerk und Leckereien im…

Weiterlesen