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Kanzler in der Nachbarstadt

Olaf Scholz, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenministerin Nancy Faeser besuchen das noch immer schwer von der Flutkatastrophe gezeichnete Bad Münstereifel

Empfang in Bad Münstereifel für Bundeskanzler Olaf Scholz (m.) – hier mit Landrat Markus Ramers, Innenministerin Nancy Faeser, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. Foto: Wolfgang Andres/Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

In der Innenstadt machten sich die Politiker ein Bild vom Stand des Wiederaufbaus, hier (v.l.) Markus Ramers, Nancy Faeser, Hendrik Wüst, Olaf Scholz und Sabine Preiser-Marian. Foto: Wolfgang Andres/Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Bad Münstereifel - Bei einem Rundgang durch die noch immer schwer von der Juliflut 2021 gezeichnete Mechernicher Nachbarstadt Bad Münstereifel wurden Bundeskanzler Olaf Scholz, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenministerin Nancy Faeser jetzt von Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und dem Euskirchener Landrat Ramers begleitet

Nur wenige Wochen nach der Flutkatastrophe hatte der damalige Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz die Stadt Schleiden besucht und versprochen, dass er wiederkommen werde. „Gerade jetzt ist sein Besuch ein wichtiges Zeichen“, sagte Markus Ramers: „Trotz Krieg in der Ukraine und neuer Krisen dürfe die Flutkatastrophe und ihre vielen betroffenen Menschen im Kreis Euskirchen nicht vergessen werden.

Die Menschen hätten beachtliches beim Wiederaufbau geleistet, aber es gebe noch immer eine Menge zu tun. Die Gesamtschäden werden auf über eine Milliarde Euro geschätzt, allein Kreis und Kommunen beziffern die Schäden an der öffentlichen Infrastruktur in den bisher vorliegenden Wiederaufbauplänen auf mehr als 570 Millionen.

120 Millionen an Bürger ausgezahlt

Was die Schäden an den Privathaushalten betrifft, sind bisher insgesamt 3.955 Wiederaufbau-Anträge gestellt wurden, von denen sich 3.814 bei der Bezirksregierung im Bewilligungsprozess befinden. 120 Millionen Euro wurden bislang an betroffene Haushalte im Kreis Euskirchen ausgezahlt.

Mit Bezug zur aktuellen Haushaltsdebatte im Bundestag und dem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr, machte der Landrat gegenüber Innenministerin Nancy Faeser deutlich, dass auch die Stärkung des Bevölkerungsschutzes dringend einen höheren Stellenwert einnehmen müsse.

Die Innenministerin sicherte zu, dass die Fördermöglichkeiten des Bundes verbessert werden sollen, um etwa den Ausbau der Sirenen-Warnsysteme im Kreisgebiet voranzutreiben. „Es war eine sehr herzliche Atmosphäre“, so Landrat Markus Ramers abschließend zum Besuch des Kanzlers in Bad Münstereifel.

pp/Agentur ProfiPress

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