Zum Hauptinhalt springen

Helft Rebhuhn und Lerche

Naturschutzbehörde appelliert an Spaziergänger, Reiter und Hundehalter in der Stadt Mechernich, Brachflächen und Randstreifen nicht zu betreten: „Hoher Stellenwert für den Artenschutz“

Rebhühner sieht man immer seltener in der Feldflur. Durch gezielte Maßnahmen soll ihr Lebensraum aufgewertet werden. Foto: Dr. Julia Zehlius/Biologische Station/pp/Agentur ProfiPress

Wertvolles Biotop: Dieser Wegrain ist ein wertvoller Lebensraum für viele Tiere der Feldflur. Foto: Dr. Julia Zehlius/Biologische Station/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Acker und Wiesen sind im agrarisch strukturierten Stadtgebiet Mechernich Wirtschaftsfläche – und gleichzeitig schützenswerter Naturraum, das wird vielfach übersehen. Manche Tierarten und Pflanzengesellschaft gedeihen nur in der Feldflur. Hase und Rebhuhn sind die prominentesten Vertreter.

Aber auch andere typische „Feldarten“ wie Grauammer, Feldlerche oder Kornblume seien stark, zum Teil dramatisch zurückgegangen, heißt es in einer Presseerklärung der Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung.

Das scheint nicht nur mit dem laienhaft rasch erklärten Begriff „Chemieeinsatz“ in der Landwirtschaft zu tun zu haben. Die Gründe gehen vermutlich tiefer, sie haben auch etwas mit der Veränderung der Feldflur, der Größe der Schläge und das Mähen und Mulchen von Wegrändern und Graswegen zu tun.

„Deswegen ergreift die Biologische Station gezielte Maßnahmen zur Aufwertung des Lebensraumes Feldflur“, schreibt die Kreispressestelle an den Mechernicher „Bürgerbrief“. Dies geschehe zusammen mit der Landwirtschaft, dem Land NRW, dem Kreis sowie den Städten und Gemeinden, häufig unter Zuhilfenahme von Fördermitteln der Europäischen Union.

 

Getreide bleibt stehen

 

So entstanden in den vergangenen Jahren an verschiedenen Stellen in der offenen Ackerflur wieder Streifen oder Flächen, die ungenutzt liegenbleiben. „Im Winter bleibt auch mal das Getreide stehen. Oder mitten zwischen Feldern liegen auf einmal wiesenartig wirkende Streifen“, heißt es in der Pressemitteilung: „Das sind häufig Äcker oder Teile davon, die der bewirtschaftende Landwirt zur ökologischen Anreicherung der Feldflur anlegt.“

Dort sollen zum Beispiel Grauammern oder Feldlerchen sicher brüten und ihre Jungen großziehen können. Verschiedene Kleinvögel, Rebhühner oder auch Kornweihen fänden an solchen Orten im Winter Nahrung und Deckung.

Leider würden solche landwirtschaftlichen Brachen von manchen Zeitgenossen als Weg oder Reitweg missbraucht: „Manchmal sieht man auch freilaufende Hunde in diesen Rückzugsräumen in der offenen Feldflur. Dadurch werden diese Naturschutzflächen in ihrer Bedeutung für den Artenschutz entwertet“, so der Kreis an die Stadt.

 

Auf Wegen bleiben

 

Die Biologische Station und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises appellieren daher an alle Spaziergänger, Wanderer und Hundehalter: „Respektieren Sie diese Brachen und Randstreifen. Bleiben Sie auf den in Karten dargestellten Wegen.“

Und weiter: „Fahren Sie nicht auf Feldwegen, die nur für den landwirtschaftlichen Verkehr zugelassen sind. Parken Sie nicht auf Grünflächen oder –streifen. Achten Sie darauf, dass Hunde in und außerhalb der Brutzeit nicht in die Brachen, Felder und Wiesen laufen. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Artenreichtums in der Feldflur.“

pp/Agentur ProfiPress

Unsere neuesten Neuigkeiten für Sie

Donnerstag, 22., und Freitag, 23. Oktober: Dringende Maßnahmen der DB in Satzvey

Weiterlesen

Neue Halle für Mechernicher Tafel: fast 80.000 Euro investiert - Durch Spenden gedeckt– Solaranlage auch fast fertig

Weiterlesen

Land NRW stockt Förderung für Übungsleiterinnen und Übungsleiter um 250.000 Euro auf – Sportvereine können Zuschüsse beantragen – Bis zu 500 Euro sind…

Weiterlesen

Autorin Andrea Revers schickt ihr eifeler „Miss Marple“-Pendant zum siebten Mal auf Spurensuche – Neuer Krimi „Späte Ernte“ spielt mit den Abgründen…

Weiterlesen

Am Samstag, 7. November, ist Martinsmarkt auf Burg Satzvey – Laternenumzug, Feuer und mittelalterliche Musik – Kunsthandwerk und Leckereien im…

Weiterlesen

Mats Riepenhausen wird neuer Karnevalsprinz der KG Greesberger – Allein statt zu fünft: Nach den „Familientollitäten“ schwingt diesmal der…

Weiterlesen