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Gerade gesammelt, schon wieder Müll

Nach Frühjahrsputz in Roggendorf wird erneut Elektroschrott und Sperrmüll am Feldweg im Krebsbachtal entdeckt – Ortskartellvorsitzender Thomas Tampier ist sauer über dieses verantwortungslose Verhalten

Frustrierend: Gerade erst haben Freiwillige und Kita-Kinder rund um Roggendorf Frühjahrsputz gehalten und nur wenige Tage später haben Unbekannte ihren Müll im Krebsbachtal entsorgt. Foto: privat/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Roggendorf – Gerade erst waren engagierte Roggendorfer beim traditionellen Frühjahrsputz unterwegs, sammelten achtlos weggeworfenen Müll aus Straßenrändern, Wiesen und Waldstücken und nur wenige Tage später die ernüchternde Nachricht: Im Krebsbachtal wurde erneut illegal Müll abgeladen.

Eine Bürgerin entdeckte den Unrat entlang eines Feldwegs. Zwischen Grünflächen und unbefestigten Wegen lagen Elektroschrott, Möbelreste und weiterer Müll, einfach entsorgt in der Natur. Für Thomas Tampier, Vorsitzender des Ortskartells Roggendorf, ein Schlag ins Gesicht für alle Helferinnen und Helfer des Frühjahrsputzes, den Jörn Hück vom Renault Oldie Club Eifel regelmäßig organisiert.

„Das ist frustrierend. Da engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich für ein sauberes Dorf und kurz darauf passiert so etwas“, sagt Tampier. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen und den Kindern und Erzieherinnen der Kita hatte man erst kurz zuvor Müll gesammelt und entsorgt. Dass nur zwei Tage später erneut Abfälle illegal abgelegt wurden, sorgt für großes Unverständnis.

Dabei ist die ordnungsgemäße Entsorgung in vielen Fällen total einfach, insbesondere weil das Abfallwirtschaftszentrum Strempt in direkter Nachbarschaft liegt: Elektroschrott kann in der Regel kostenlos abgegeben werden, auch für Sperrmüll gibt es geregelte Wege. „Es lohnt sich schlichtweg nicht, Müll illegal zu entsorgen, weder finanziell noch vom Aufwand her“, betont Tampier. Stattdessen entstünden Kosten für die Allgemeinheit, da Bauhof und Stadt die Beseitigung übernehmen müssten. Im konkreten Fall wurden rund 250 Euro fällig, insgesamt fallen im Jahr rund 25.000 Euro Kosten an für die illegale Entsorgung von Müll. Geld, das auf alle Gebührenzahler umgelegt wird.

Neben dem finanziellen Aspekt gehe es auch um Verantwortung gegenüber Natur und Mitmenschen. Der Ortskartellvorsitzende setzt daher auf Aufklärung und Sensibilisierung. Ziel sei es, die Menschen immer wieder daran zu erinnern, welche Folgen illegale Müllentsorgung für Umwelt, Gemeinwesen und letztlich auch den eigenen Geldbeutel hat. Auch Hinweise aus der Bevölkerung könnten helfen: „Wer etwas beobachtet, sollte sich nicht scheuen, das weiterzugeben.“

pp/Agentur ProfiPress

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