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„Entschleunigung“ über die tollen Tage

Kommerner Freilichtmuseum hält Karneval spezielle Demonstrationen parat: Korbflechterin, Hauswirtschaft, Kriegsheimkehrer und eine „Avon“-Beraterin sind im Einsatz

„Zeitlos, still, nicht stumm“ seien die Bauten im Mechernicher LVR-Freilichtmuseum Kommern, schrieb unlängst die KirchenZeitung Aachen unter dem Titel „Orte der Entschleunigung“. Über Karneval gibt es auf dem Kahlenbusch reichlich Gelegenheit, ruhige und gleichzeitig lehrreiche Zeit zu verbringen. Foto: LVR/pp/Agentur ProfiPress

„Tulpensonntag“, 11. Februar, und Rosenmontag, 12. Februar, kann man der Museums-Korbflechterin Andrea Schulz-Wild im Backsteinhaus in der Baugruppe Niederrhein bei der Arbeit zuschauen. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Am Karnevalssamstag, 10. Februar, ist der als Kriegsheimkehrer verkleidete Schauspieler Peter Lenz in den Nissenhütten am Marktplatz Rheinland im Einsatz und steht den Besuchern Rede und Antwort. Foto: Hans-Theo Gerhards/pp/Agentur ProfiPress

Milieustudie aus den 60er und 70er Jahren. In Bungalows der Zeit am „Markplatz Rheinland“ demonstriert Margret Schmidt, wie eine „Avon“-Beraterin jener Zeit Kosmetika an die Frau brachte. Foto: Hans-Theo Gerhards/pp/Agentur ProfiPress

Hauswirtschafterin Jenny Zimmermann ist Karnevalsfreitag, 9. Februar, in der Baugruppe Niederrhein im Einsatz und gibt den Besuchern bereitwillig Auskunft über ihre Zeit und ihre Arbeit. Foto: LVR/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kommern – „Zeitlos, still, nicht stumm sind die Bauten im LVR-Freilichtmuseum Mechernich“, schrieb unlängst die KirchenZeitung für das Bistum Aachen unter dem Titel „Orte der Entschleunigung“ über die Ansammlung historischer Dörfer auf dem Kahlenbusch zwischen Bergen und Börde.

„Sie spiegeln das Leben rheinischer Menschen über drei Jahrhunderte. Die Höfe stammen aus Eifel und Westerwald, Köln-Bonner Bucht, vom Niederrhein und aus dem Bergischen“, hieß es weiter. Zwei Windmühlen und eine Wassermühle darunter sowie die altehrwürdige Sankt-Michael-Kapelle aus Schützendorf (GdG St. Barbara Mechernich).

„Der zweieinhalbstündige und leicht ausdehnbare Besuch der Häuser führt geradewegs in die Zeitlosigkeit“, so die KirchenZeitung. Das 365 Tage im Jahr geöffnete Gelände ist der ideale Ort auch für Karnevalsflüchtlinge und Erholungssuchende über die tollen Tage.

Wie Museumssprecher Daniel Manner der Mechernicher Agentur „ProfiPress“ mitteilt, gibt es mehrere Demonstrationen, unter anderem am Freitag, 9. Februar, von einer „Avon-Beraterin“ wie in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts im Marktplatz Rheinland sowie einer Hauswirtschafterin in der Baugruppe Niederrhein.

Mechernicher Eintritt frei

Am Karnevalssamstag, 10. Februar, ist ein als Kriegsheimkehrer verkleideter Schauspieler in den Nissenhütten am Marktplatz Rheinland im Einsatz und steht den Besuchern Rede und Antwort. „Tulpensonntag“, 11. Februar, und Rosenmontag, 12. Februar, kann man der Museums-Korbflechterin im Backsteinhaus in der Baugruppe Niederrhein bei der Arbeit zuschauen.

Seit Eröffnung des Rheinischen Freilichtmuseums Kommern 1961 erhalten alle Menschen mit Wohnsitz in der Stadt Mechernich freien Eintritt. Besucher von außerhalb zahlen 9,50, unter 18-Jährige und Ermäßigte 7,50 Euro. Hinzu kommen zeitweise Parkgebühren. Das Museum verfügt über gastronomische Einkehrmöglichkeiten, einen Tante-Emma-Laden und einen großen angebotsreichen Museumsshop im Ein- und Ausgangsbereich.

pp/Agentur ProfiPress

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