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„Ein Rausch aus Licht und Farben“

Tageszeitungen berichten vom Eiserfeyer Lichterzug – Beate Heimersheims Gruppe verlor unterwegs einen VW Kombi durch Kupplungsschaden

„Wasserwelten“ stellten die unirdischen Feen gleichenden Frauen der KG „Feytal“ um Beate Heimersheim im legendären Lichterzug dar. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Der bislang längste Lichterzug dauerte laut Zeitungsangaben von 19 bis 22.30 Uhr. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Eiserfey – Eine NASA-Crew und Lampen-Cowboys brachten außerirdisches Leuchten ins Feytal, Alt-Oeskirchener Fahnenschwenker im Dunkeln und Prinz Kalli I., promovierter Prinz aus Holzheim, wurde von „seinem“ Männerballett auf Händen durch Eiserfey getragen. Und zu guter Letzt: Beate Heimersheim, die Erfinderin und Chefin dieses prachtvollen Lichterzugs, hatte sich rechtzeitig erholt und lustwandelte mit ihren Gefährtinnen in der unwirklichen Digitalbeleuchtung der „Wasserwelten“ durch den Heimatort.

Eine ganze Zeitungsseite haben „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Kölnische Rundschau“ an Rosenmontag dem Lichterzug gewidmet, den sie mal „magischen“, mal „poetischen Stäernedanz“ nennen, und der in seiner siebten Auflage nicht weniger schön und stimmungsvoll verlief wie die ersten Jahre. Es sei wieder ein „Rausch aus Licht und Farben, aus Musik und Tanz, aus schillernden Seifenblasen und waberndem Rauch“ gewesen, schreiben die Reporter. Nur am Ende gab es Regen, das einzig Kritische, das anzumerken sei.

Ohne Bauern Wagen selbst ziehen

Es gab nur wenige Anspielungen auf die monatelangen Bauernproteste im ganzen Land: „Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Zülpicher Börde, seit dem ersten Lichterzoch in Eiserfey dabei und wie immer mit Kartoffeln und Zwiebeln als naturnahe »Kamelle« ausgerüstet“ verwies darauf, dass Biertrinken der Landwirtschaft dient. Die Vlattener Star-Wars-Helden machten darauf aufmerksam, dass sie „ohne Bauern… diesen Wagen selbst schieben“ müssten.

Am VW-Kombi, der den Wasserwelten-Anhänger der Feytaler KG-Ladys um Beate Heimersheim zog, gab unterwegs die Kupplung ihren Geist auf. Ein starkes Quad nahm den VW in Schlepptau. Nach den „Wasserwelten“ folgen Meerjungfrauen, später „Neddescheme Quallen“, so „Rundschau“ und „Stadt-Anzeiger“: „Am Ende ist's der wohl längste Lichterzoch. Gegen 22.30 Uhr sind die letzten Gruppen am Ziel – und das, obwohl Zugleiter Heinz Heimersheim die ersten schon vor 19 Uhr auf die Reise geschickt hat.“

Rotes Kreuz muss kaum eingreifen

Er war rundum zufrieden: „Alle feiern friedlich, es gibt keinen Krawall. Auch die Helfer des Roten Kreuzes haben angesichts der Menschenmengen nicht viel zu tun. Drei Jecke haben es mit dem Alkohol übertrieben, dazu ein halbes Dutzend kleinere Verletzungen wie ausgerenkte Schulter oder umgeknickter Fuß…“

Über seine Frau Beate, die Lichterzug-Motorin, heißt es in den Presseberichten, die Vollblutkarnevalistin, zu deren 60. Geburtstag im Sommer der Bund Deutscher Karneval ihr seine höchste Auszeichnung verlieh, könne gut Schlaf missen: „Nach der »Stäänedanz«-Party im Saal der Römerstube eine Stunde die Beine hochgelegt, bevor der nächste Zoch startet…“

pp/Agentur ProfiPress

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