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Ein Mammutbäumchen

Seit den 1960er-Jahren wächst ein Mammutbaum im Garten von Raimund Ullrich in Eiserfey – Mit 20 Metern Höhe und 4 Metern Stammumfang noch ein „Bäumchen“

Mit einer Höhe von gut 20 Metern und einem Stammumfang von etwas mehr als vier Metern ist der Mammutbaum noch ein „Bäumchen“. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Im Garten von Raimund Ullrich steht ein besonders schönes Exemplar von einem Mammutbaum. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Eiserfey – Er gilt als der größte Baum der Erdgeschichte und kann mehrere tausend Jahre alt werden: der Mammutbaum. Seine Heimat hat er hauptsächlich in den Berghängen der Sierra Nevada in Kalifornien – aber ein besonders schönes Exemplar ist auch in Eiserfey zu finden.

Am Rand des Ortes steht der außergewöhnliche Baum im Garten von Raimund Ullrich. Vor ihm breitet sich eine riesige Rasenfläche aus – wie der buchstäbliche „Präsentierteller“ – die für den Wow-Effekt beim ersten Blick auf den Mammutbaum sorgt. Gut 20 Meter Höhe schätzt Raimund Ullrich, dazu ein Stammumfang von mehr als vier Metern.

Damit ist der Mammutbaum im Vergleich allerdings „nur ein Bäumchen“, so Raimund Ullrich. Der größte Mammutbaum Nordrhein-Westfalens besitzt einen Stammumfang von 8,5 Metern bei einer Höhe von rund 30 Metern. Der größte Baum der Welt ist der „General Sherman“ im kalifornischen Sequoia-Nationalpark (Sequoia ist eine Gattung der Mammutbäume). Er hat eine Höhe von etwa 84 Metern und einen Umfang von knapp 31 Metern – sein Alter liegt geschätzt zwischen 1.900 bis 2.500 Jahren.

Weiche, feuerfeste Rinde

Der Mammutbaum in Eiserfey kann also noch ein paar Jahre weiterwachsen. In den 1960er Jahre pflanzte Dr. Toni Breuer den Baum auf dem Nachbargrundstück von Raimund Ullrich, direkt an die Grundstücksgrenze am Hang. Dr. Toni Breuer war damals Vorsitzender des Dorfverschönerungsvereins in Eiserfey und bepflanzte und pflegte auch den anliegenden Wald „Abschied“.

„Das Pflanzen des Mammutbaumes stellte meines Wissens nach eine der ersten Aktionen des damaligen Dorfverschönerungsvereins dar“, erzählt Oliver Menke, der heute das Grundstück neben Raimund Ullrich bewohnt. Er ist sich mit seinem Nachbar einig: „Wir möchten uns beide für den unbedingten Erhalt des Baumes einsetzen und diesen noch für viele weitere Generationen erhalten.“

Heute ist der Mammutbaum eine wahrhaft imposante Erscheinung. Von einem Zaun wird sein Stamm vor dem im Garten lebenden Damwild geschützt. Der Baum zeichnet sich durch eine ungewöhnlich weiche Rinde aus – die darüber hinaus feuerfest ist und den Baum vor Waldbränden schützt. Beim Blick durch die Äste in den Himmel erinnert sich Raimund Ullrich an ein Lied aus den 1960er-Jahren: „Mein Freund der Baum“.

pp/Agentur ProfiPress

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