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Aus zwei mach eins

Bistum Aachen lässt seine Struktur neu ordnen: Für die Region Eifel stehen drei statt bislang sechs „pastorale Räume“, so der neue Name für „Gemeinschaft der Gemeinden“, zur Debatte: Mechernich plus Kall/Steinfeld, Schleidener Tal plus Blankenheim/Dahlem und Simmerath plus Monschau – Die rechtliche Fusion der Pfarreien ist einstweilen bis 2028 vertagt

Ziemlich genau 50 haupt- und ehrenamtliche Kirchenvertreter berieten im Forum des Clara-Fey-Gymnasiums über die strukturell-religiöse Zukunft von rund 60.000 Menschen in der Aachener Bistumsregion Eifel. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Entweder es bleibt alles, wie es ist, oder wir machen aus zwei Gemeinschaften der Gemeinden jeweils eine“: So lautete der Vorschlag von Georg Nilles (v.r.), Erich Dederichs und Regionalvikar Pater Wieslaw Kaczor, dem neuen „Regionalteam“ für die Aachener Bistumsregion Eifel. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die GdG (Gemeinschaft der Gemeinden) St. Barbara Mechernich war personell stark vertreten durch die Seelsorgerinnen Cordula Waberczek, Doris Keutgen, Pfarrer Georg Stephen Rayappan Packiam und Diakon Manfred Lang. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Schleiden – Entweder bleibt alles, wie es ist, oder die bestehenden sechs „Gemeinschaften der Gemeinden“ (GdG) in der Aachener Bistumsregion Eifel werden um die Hälfte auf drei reduziert. Das bedeutet, dass je zwei „GdGs“ zu einem „Pastoralen Raum“ zusammengefasst werden, so der neu definierte Begriff für größer werdende Kircheneinheiten mit immer weniger Christen und immer weniger Seelsorgepersonal.

Im Klartext: Die GdG St. Barbara Mechernich fusioniert mit der GdG Heiliger Hermann-Josef (Kall/Steinfeld/Nettersheim), Philipp Cucks Schleidener Tal mit Andreas Zülls Großraum Blankenheim/Dahlem und Monschau mit Simmerath.

Die Einheitsgrößen sollen in etwa 15.000 Einwohner betragen. Das zur Verfügung stehende hauptamtliche Kirchenpersonal pro Einheit dürfte sich im Laufe der nächsten zehn Jahre auf die Hälfte von heute einpendeln, so Pfarrer Thorsten Aymanns vom Bistum.

Im Jahre 2028 sollen die bis dahin wie die heutigen „GdGs“ noch recht unverbindlich gehaltenen „Pastoralen Räume“ dann als neue Pfarrgemeinden auch kirchen- und konkordatsrechtlich zementiert werden. Das war der Tenor einer Informationsveranstaltung, zu der das neue Regionalteam aus Regionalvikar Wieslaw Kaczor, dem gewählten Ehrenamtlichen-Vertreter Erich Dederichs und Gemeindereferent Georg Nilles hauptamtliches Kirchenpersonal und ehrenamtliche Gremiumsmitglieder am Dienstagabend ins Forum der bischöflichen Clara-Fey-Schule Schleiden eingeladen hatten.

Pater Wieslaw für „große Lösung“

 

Etwa 50 Versammlungsteilnehmer wurden gezählt. Die GdG Mechernich war personell stark vertreten durch die Seelsorgerinnen Cordula Waberczek, Doris Keutgen, Pfarrer Georg Stephen Rayappan Packiam und Diakon Manfred Lang. Es gab zahlreiche Fragen, Anregungen und Bedenken. Die Stimmung wirkte insgesamt bedrückt, um 21.30 Uhr musste der Veranstaltungsort geräumt werden.

Welche der beiden zur Diskussion gestellten Zukunftslösungen genommen wird, sollen die noch existierenden Gremien in den noch existierenden Pfarrgemeinden und GdGs sowie anschließend Räte auf Regional- und Bistumsebene entscheiden. Es werde in jedem Fall nichts anderes vom Bischof beschlossen, als Vorschläge aus den Gemeinden, beteuerte Pfarrer Aymanns.

Regionalvikar Pater Wieslaw Kaczor SDS plädierte einstweilen für die „große Lösung“, also aus zwei Gemeinschaften der Gemeinden jeweils eine zu machen: „Sonst sitzen wir in fünf Jahren wieder da und müssen welche zusammenlegen.“

pp/Agentur ProfiPress

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