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Zu Land, zu Wasser, in luftigen Höhen

Das DRK im Kreis Euskirchen zeigte seine beeindruckende Leistungsvielfalt rund um das Rotkreuz-Zentrum in der Kreisstadt – Von Verpflegungseinheiten, über die Wasserwacht-Boote und die Rettungshunde-Einheit bis hin zur Bergwacht war alles vertreten

Euskirchen – Fahrzeug reihte sich an Fahrzeug. Dazwischen ein großer Lkw mir Abroll-Container, Anhänger mit ganz viel Technik an Bord und zahlreiche Menschen in Rotkreuz-Uniform. Wer jetzt an einen Großeinsatz dachte, lag falsch. Vielmehr zeigte das DRK im Kreis Euskirchen rund um das Rotkreuz-Zentrum in der Kreisstadt eine groß angelegte Leistungsschau – und bewies seine Einsatzbereitschaft zu Land, zu Wasser und in luftigen Höhen

„Wir wollten einmal darstellen, was wir alles können, und mit anderen Akteuren aus dem Katastrophenschutz ins Gespräch kommen“, berichtet DRK-Kreisbereitschaftsleiter Lars Klein, der mit seinem Team für die Veranstaltung verantwortliche zeichnete. Beides klappte bestens. Der Parkplatz war vollgeparkt mit dem umfangreichen DRK-Fuhrpark.

Gleich zu Beginn hatten sich die Aktiven des Ortsvereins Weilerswist positioniert. Thomas Damm, Stefan Kleber und ihre Kolleginnen hatten mit dem Betreuungs-Lkw und -Anhänger sowie dem Mannschaftstransportfahrzeug oder dem Gerätewagen Sanitätsdienst bereits eine beeindruckende Vielfalt an Einsatzfahrzeuge aufgefahren.

Etwas weiter Richtung Rotkreuz-Zentrum präsentierten die vierbeinigen Experten des DRK ihr Können. Auf einem kleinen Rasenstück war nämlich die Rettungshundeeinheit präsent. Ein Team aus Mensch und Tier, das immer dann zum Einsatz kommt, wenn vermisste Personen gesucht werden. „Unsere Hundeführer setzen dafür auch moderne GPS-Technik ein“, erläutert Franz Küpper, Leiter der Einheit. So kann die Einsatzleitung genau nachvollziehen, wo bereits gesucht wurde und wo nicht.

Besonderes Vertrauensverhältnis

Auf dem Übungsparcours mit dunklem Tunnel, Leiterüberquerung oder einer Wippe zeigten die Hundeführer zudem, was ihre vierbeinigen Begleiter alles können müssen, bevor sie in den Einsatz dürfen. „Wir zeigen hier die Ausbildungsschritte vom kleinen bis zum fertig ausgebildeten Hund“, so Franz Küpper, dessen Team vom Ortsverein Schleiden mit dem Einsatzleitwagen 1 unterstützt wurde.

Dass zwischen den Tieren und ihren Besitzern ein besonderes Vertrauensverhältnis besteht, wurde eine Station weiter eindrücklich unter Beweis gestellt. In Zusammenarbeit mit der Bergwacht übten die Hundeführer das Klettern und Abseilen mit Hund. An der stählernen Fluchttreppe hatten Jonathan Klinkhammer, Nico Hamann und Daniel Hermanns von der Bergwacht ihre Ausrüstung fixiert. Während es für die Hundeführerinnen Nadine Lepsien und Karina Boszke wenige Meter im Seil hoch- und wieder runterging, ließen sich der Appenzeller Sennenhund Roxy und der junge Boxer-Rüde Winnie Puuh in den Tragegeschirren nicht aus der Ruhe bringen.

Nicht weniger beeindruckend war die Präsentation der Wasserwachten aus Dahlem und Kall. Sie hatten ihre imposante Bootsflotte mitgebracht. Darunter die „Lucky Duck“ aus Dahlem oder die „Calypso“ aus Kall. Zudem war das Hochwasserboot mit in Euskirchen, mit dem die Retter wenige Tage zuvor noch in Bayern waren, um dort beim Hochwassereinsatz zu unterstützen.

Neben den Wasserrettern präsentierten Alexander Heine und Timo Prinz den modernen Einsatzleitwagen des DRK. „Während eines Einsatzes können wir aus dem Auto heraus unsere Kräfte koordinieren“, erläuterte Timo Prinz von der Kreisbereitschaftsleitung. Auch der Austausch mit Einsatzkräften anderer Partner erfolge darüber.

Einer dieser Partner ist zum Beispiel die Polizei. Die war mit einer Abordnung zur Leistungsschau gekommen. Kreisbereitschaftsleiter Lars Klein führte die Beamten durch die Räume des Rotkreuz-Zentrums. Dabei konnte er auch die neue Notstromtechnik präsentieren, die erst kürzlich erfolgreich getestet wurde. „Im Falle eines Stromausfalls sind wir im Rotkreuz-Zentrum auch weiterhin vollständig arbeits- und handlungsfähig“, betonte Lars Klein, der sich nicht nur über den Austausch mit der Polizei freute.

Austausch mit THW, Feuerwehr und Co.

Denn auch Vertreter von Technischem Hilfswerk, von Feuerwehr, Malteser oder DLRG und Kreis Euskirchen waren der Einladung des DRK gefolgt. „Wir wollten den Tag eben auch nutzen, um uns mit allen Organisationen auszutauschen, mit denen wir im Bevölkerungsschutz zusammenarbeiten“, so Lars Klein. Ein solcher Austausch gelingt natürlich noch besser, wenn es neben der technischen und fachlichen Seite auch noch eine gute Verpflegung gibt. Dafür ist das DRK im Kreis Euskirchen schließlich weit über die Grenzen des Kreises bekannt.  So gab es nicht nur erfrischende Kaltgetränke, sondern Katja Pesch, Andreas Jäger und Tobias Pohl reichten den Gästen aus dem Verpflegungswagen heraus auch köstliche Curry-Wurst.

Um Verpflegung ging es auch beim Euskirchener Ortsverein. Sie hatten schließlich ihren Ranger mitgebracht. „Der ist einzigartig in Deutschland“, betonte Daniel Pöthmann. Denn die Euskirchener Rotkreuzler haben das Auto so ausgerüstet, dass sie damit sehr schnell ausrücken können, um Einsatzkräfte zügig mit Getränken und ersten Snacks zu versorgen.

Ein paar Meter daneben hatte der Hellenthaler Ortsverein seinen Pavillon aufgebaut. Nico Adaldo, Monja Chudaska und Achim Steffens zeigten eine Betreuungseinheit mit Kofferraumverpflegung und einer Heizung für die kalten Tagen. Mit einer etwas kleineren Truppen waren die Blankenheimer Rotkreuzler angereist. „Unser Rettungswagen ist beim Autocross in Waldorf im Einsatz“, begründeten Ortvereins-Vorsitzende Manuela Schildhauer und der stellvertretende Bereitschaftsleiter Maurice Schildhauer diesen Umstand. Als Ersatz hatten sie aber zahlreiche Fotos von ihren Einsätzen, dem Team und ihren Fahrzeugen mitgebracht.

Die Mechernicher DRKler hatten derweil den Rettungswagen dabei, ebenso wie den Betreuungs-Kombi, den Technikanhänger sowie weitere Fahrzeuge.  Ebenfalls am Start: Mitglieder des Kaller Ortsvereins. Diese waren mit ihrer Einsatzeinheit NRW und zwei Rettungswagen dabei.

Auch die Zülpicher Kollegen hatten einen beeindruckenden Fuhrpark mit in die Kreisstadt gebracht. „Unsere Halle in Zülpich ist leer“, betonte Bereitschaftsleiter Thomas Heinen. Zum Gruppenbild postierten sich die Zülpicher Helferinnen und Helfer um ihren Gerätewagen Technik. „Damit können wir uns bei kleineren Notsituationen selbst helfen“, erläuterte Gruppenführer Daniel Böse. So ist der Wagen für Pannenhilfen ausgerüstet, kann bei Notinstandsetzungen wertvolle Dienste leisten und verfügt auch über eine Wasseraufbereitung.

Eine beeindruckende Technik an Bord und das Fahrzeug für Fahrzeug. Somit wurde die Leistungsschau rund um das Rotkreuz-Zentrum zu einer beeindruckenden Präsentation dafür, was das DRK im Kreis Euskirchen alles zu leisten im Stande ist.

pp/Agentur ProfiPress

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