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Vom Imbiss zum „Grill-House“

Das „Bodrum“ ist jetzt ein modernes Restaurant – Kommerner freuten sich mit Besitzer Mehmet Yadirgi – „Bauphase war durchaus herausfordernd“

Warme Farben zum Döner: Bei der Einrichtung hat Mehmet Yadirgi Wert auf natürliche Materialien gelegt. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Nach zwei Flutwellen sind Mehmet Yadirgi und sein Vater Veli endlich wieder happy: Ihr neues Restaurant kann sich sehen lassen. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kommern – Aufgeben oder nochmal von vorn anfangen? Vor dieser Entscheidung stand Mehmet Yadirgi im Juli 2021, nachdem die verheerende Flutwelle seine Existenz in nur einer Nacht den Bleibach hinabgespült hatte. – Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren. Beim ersten Mal, im Jahr 2016, hatten der Kommerner Imbissbetreiber und seine Eltern Veli und Safiye Yadirgi das Restaurant „Bodrum“ an der Kölner Straße 52, noch mühsam wieder aufgebaut. „Das ganze jetzt schon wieder? Dazu habe ich keine Kraft mehr“, habe sein Vater im Juli 2021 erschöpft und tieftraurig gesagt, erinnert sich Mehmet Yadirgi. „Ich hab das natürlich gut verstehen können. Nur, akzeptieren wollte ich es nicht.“ Zu sehr habe er an dem Standort im Herzen Kommerns gehangen. 

Mit Geschirrklappern aufgewachsen

2001 hatten Veli und Safiye Yadirgi aus Brühl die beliebte Imbissstube an der Kölner Straße übernommen, in der zuvor ein griechisches Restaurant und davor eine Metzgerei untergebracht gewesen war. „Mein Kinderzimmer war damals genau über der Küche.“ Mehmet Yadirgi zeigt zur Decke, über der sich heute vier moderne Wohnungen befinden. „Ich bin praktisch mit Geschirrklappern und Dönerduft großgeworden.“ Darum habe er auch so lange hin und her überlegt damals, sagt der 31-Jährige, ein paar Nächte schlecht geschlafen und schließlich entschieden, das Abenteuer „Neubau“ zu wagen. 

Historische Fotos an den Wänden

Was dabei herausgekommen ist, lässt sich ab sofort im historischen Ortskern von Kommern bestaunen. Vor einer Woche hat das „Bodrum Grill-House“ eröffnet, und bereits zahllose Neugierige angelockt. Davon zeugen nicht nur die vielen üppigen Blumensträuße auf der Theke des geräumigen Restaurants. Auch die strahlende Miene von Veli Yadirgi spricht Bände. Die Hartnäckigkeit seines Sohnes hat sich am Ende wohl auch in den Augen des Vaters gelohnt. Nach dem Abriss der alten Imbissstube waren der Imbissbesitzer und seine Belegschaft viele Monate in einem beengten Foodtruck auf dem Parkplatz vor der Kommerner Burg fleißig, direkt gegenüber der Baustelle. Den  Fortschritt hatte der Bauherr so stets Blick. Die Planungen seien aufgrund der Lage allerdings nicht immer so ganz easy gewesen“, gibt Yadirgi im Rückblick zu. Ortsbürgermeister Rolf Jaeck habe ihn jedoch stets bei allem unterstützt. Von seinem Freund Heinz-Willy Poensgen hat Yardirgi zudem etliche historische Fotografien zur Verfügung gestellt bekommen, die nun die Restaurant-Wände zieren. 

Pizza, Pasta, Burger und ein „Selfiespiegel“

 
„In der längsten Fachwerkstraße NRWs baut man nicht so einfach so drauflos, da muss am Ende schon alles irgendwie ins Gesamtbild passen.“ Mit dem Ergebnis ist Mehmet Yadirgi rundum zufrieden: Warme Farbtöne und Massivholz, ein „Selfiespiegel“ für Hobby-Influencer sowie eine sechsseitige Speisekarte, die von Schnitzelgerichten, Pommes und Dönertaschen über Steaks vom Lavastein bis hin zu Pizza, Pasta und Burger-Gerichten reicht. Von der alten Imbissstube im Fliesenlook ist das neue „Bodrum Grill-House“ meilenweit entfernt. Kein Wunder, dass der  Besitzer happy ist: „Schöner hätte es nicht werden können.“

pp/Agentur ProfiPress
 

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