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Vereinshaus für 1,5 Millionen

Einhundert Besucher bei den Einweihungsfeierlichkeiten in Glehn

Vor dem neuen Glehner Vereinshaus (v.r.): Erster Beigeordneter Thomas Hambach, Ortsbürgermeister Karl-Heinz Seeliger, Nicole Reipen, Kämmerer Ralf Claßen, Birgit Braun-Näger, Vize-Bürgermeister Günter Kornell, Julia Lehner, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Stadtplaner Thomas Schiefer. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Hundert Menschen nahmen an der feierlichen Einweihung des geräumigen neuen Glehner Dorfgemeinschaftshauses teil. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick übergibt einen symbolischen Schlüssel an Karl-Heinz Seeliger, den Ortsbürgermeister von Glehn. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Die Einsegnung des Eins-komma-fünf millionenschweren neuen Dorfgemeinschaftshauses Glehn nahm der Bleibuirer, Glehner, Floisdorfer, Eickser und Berger Ortspfarrer Heinz-Josef Arenz vor. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Zu 150 000 Euro Eigenleistung der Glehner gehört auch die (noch nicht vollzogene) Gestaltung der Außenanlagen am neuen Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Glehn - Mit der Einweihung des neuen Vereinshauses und dem Dorftrödelmarkt um die Kirche standen am Wochenende in Glehn zwei Topveranstaltungen auf dem Programm. Dass die Gesamtwetterlage zur Zeit eher aprilmäßig als sommerlich ist, trübte die gute Stimmung nur wenig.

Mehr als hundert Gäste wohnten der Einsegnung des Eins-komma-fünf millionenschweren neuen Dorfgemeinschaftshauses durch den Bleibuirer, Glehner, Floisdorfer, Eickser und Berger Pfarrer Heinz-Josef Arenz bei. Gleichzeitig wurde der neue Spielplatz zwischen diesem abgekürzt „DGH“ genannten Vereinshaus und dem Sportplatz der SG Rotbachtal in Betrieb genommen. Untermalt wurde die Veranstaltung vom Musikverein „Waldlust“ Glehn.

„Dorfgemeinschaftshaus, das ist die alte und neue Medizin gegen das Verschwinden der sozialen Treffpunkte, der Gaststätten, aus den Dörfern“, schreibt der Journalist Stephan Everling in den im Stadtgebiet Mechernich erscheinenden Kölner Tageszeitungen. Mit den Worten „Lange Zeit waren Kirche und Kneipe Dorfmittelpunkte“ zitiert er den Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.

 

Gasthaus zur Post geschlossen

 

In Glehn war es die Gaststätte zur Post mit Tanzsaal im ersten Stock, die zuletzt von der Familie Zimmermann als Austragungsort für Karnevalssitzungen, Theateraufführungen, Musikkonzerten, aber auch Beerdigungscafés und vor allem für alltägliche Gemütlichkeit am Tresen betrieben worden war. „Bevor die Kneipe für immer schloss und das Gebäude verkauft wurde“, schreibt der Tageszeitungsreporter.

Um diesen Verlust in Glehn zu kompensieren, habe sich die Stadtverwaltung Mechernich um eine Förderung zum Neubau des Dorfgemeinschaftshauses beworben, erklärte Dr. Hans-Peter Schick. Die Erfolge ähnlicher Förderungsanträge seien demnächst in Bergheim, Harzheim, Lessenich und Bleibuir zu feiern.

Für Glehn bekam die Stadt rund 900 000 Euro, was einem Fördersatz dieses befristeten Sonderprogramms von 90 Prozent entsprach. Doch nach der Coronazeit seien für eine Reihe von Projekten die Fördersummen auf einhundert Prozent erhöht worden.

„So hatten wir auf einmal 990 000 Euro zur Verfügung“, erklärte der Bürgermeister anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten. Die Stadt selbst legte noch einmal 400 000 Euro drauf. Den Rest der rund 1,5 Millionen Euro Gesamtkosten stellten die Glehner in Eigenleistung. Sie wollen auch die Außenanlagen gestalten, die laut Zeitungsbericht zur Einweihung noch nicht fertig waren.

 

Spenden für neuen Spielplatz

 

Die Realisierung des Projektes sei nicht einfach gewesen, bilanzierte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Seeliger: „Die Idee stieß zunächst auf Skepsis, dann zogen die Materialpreise während der Bauzeit erheblich an. Oft mussten wir Gebäudegrößen und Material anpassen.“ Auch die Standortfrage war nicht einfach zu beantworten. „Eine solche Örtlichkeit für laute Feiern stößt heute in der Ortslage auf wenig Akzeptanz“, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.

Ein Glücksfall sei es deshalb gewesen, dass die Stadt schon im Vorfeld Flächen oberhalb des Sportplatzes gekauft hatte, um dort eventuell ein Wohngebiet auszuweisen. Das kommt jetzt an eine andere Stelle.

Der örtliche Kinderspielplatz sei bereits 2015 abgängig gewesen, konstatierte die örtliche Kommunalpolitikerin Birgit Braun-Näger. Mit einer Reihe von Privatspenden sei es möglich geworden, ein großes Spielgerät mit vielen Klettermöglichkeiten für 17 000 Euro zu erwerben. Dazu seien noch verwendbare Altgeräte von dem vorigen Glehner und anderen Spielplätzen gekommen.

pp/Agentur ProfiPress

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