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„Su simmer all he hinjekumme…“

Nächster Mutmachgottesdienst mit Chor und Band „Rainer Wahnsinn“ und Diakon Manni Lang am Sonntag, 23. Juni, um 17 Uhr in St. Rochus in Strempt widmet sich der Menschenfreundlichkeit in einer bunten Gesellschaft

Bandleader Rainer Pütz (l.) und sein nach seinem Vornamen benanntes Ensemble „Rainer Wahsinn“ gestaltet am Sonntag, 23. Juni, um 17 Uhr wieder einen Mutmach-Gottesdienst in St. Rochus in Strempt musikalisch. Es geht um Mitmenschlichkeit in einer bunten Gesellschaft ohne Ausgrenzung. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Strempt - „Su simmer all he hinjekumme…“ singen die „Bläck Fööss“ in ihrem legendären „Stammbaum“-Lied, in dem sie die multikulturelle Gesellschaft beschreiben, die im Rheinland über die Jahrtausende durch Zuwanderer und „kleben gebliebende“ Durchreisende entstanden ist: „Mir sprechen hück all dieselve Sproch. Mir han dodurch su vill jewonne. Mir sin wie mer sin, mir Jecke am Rhing. Dat es jet ,wo mer stolz drop sin.“

Diese positive Sicht auf eine „bunte“ Gesellschaft ohne Ausgrenzung lebt von der Hoffnung, dass sich Menschen integrieren und öffnen. So kann durch Integration und Zusammenhalt eine sich zwar wandelnde, aber neue Identität entstehen. „Bunt wie die Menschheit“ ist deshalb auch das Thema des nächsten Mutmach-Gottesdienstes in der GdG St. Barbara Mechernich am Sonntag, 23. Juni, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Rochus in Strempt.

Es gibt eine Menge mitzusingen für die herzlich eingeladenen Gottesdienstbesucher, nicht nur das „Stammbaum“-Lied der „Fööss“, auch die Europahymne „Freunde, singt ein Lied der Freude“ aus Ludwig van Beethovens berühmter neunter Symphonie soll erklingen, außerdem Leonhard Cohens „Halleluja“, „Jesus remember me“, „You are the reason“ und „Kott joot heijm“.

Meditationen und was zu essen

Manni Lang verbindet die musikalischen Elemente mit Meditationen und Gebeten, der Familienmesskreis um Agnes Peters organisiert für nachher wieder eine kleine Agape mit Erfrischungsgetränken und etwas zu essen.

Bandleader Rainer Pütz sagte im Vorfeld: „Wir haben das Gefühl, dass Menschenfreundlichkeit und multikulturelles Zusammenleben zurzeit zur Disposition gestellt werden. Wir sollten uns wehren und gegenseitig Mut machen und von Gott inspirieren lassen, der der Vater aller Menschen ist.“ Und: „Zum Mitfeiern und Mitsingen sind auch eher kirchenferne Menschen eingeladen, von innerhalb und außerhalb der Stadt Mechernich.“

Den ersten Mutmach-Gottesdienst in Strempt organisierten Rainer Pütz und Diakon Manni Lang im Mai 2023, Titelsong war „An Tagen wie diesen“ von den „Toten Hosen“, der zum Synonym für Zusammenhalt, Zuversicht, Zeitlosigkeit und Zusammenfeiern wurde. Im September hieß es „Meine Hoffnung und meine Freude“, im Dezember standen Lieder aus der ökumenischen Gemeinschaft Taizé zum Mitsingen auf dem Programm.

Im ersten Mutmach-Gottesdienst hatte Diakon Manni Lang die Gottesdienstbesucher auf einem Bein stehen lassen. Länger dauere es nicht, die Quintessenz der Bibel aufzusagen, die „Regula aurea“ (Goldene Lebensregel), die auch in einem deutschen Sprichwort zum Ausdruck kommt: „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

Im zweiten Experiment zerknitterte der Prediger einen 50-Euro-Schein, warf ihn zu Boden, trampelte darauf herum. Dann fragte er, ob noch jemand den beschädigten Schein haben wolle, wenn er ihn draußen durch die Gosse zöge. Die Zahl der Interessenten nahm nicht ab, egal ob der Geldschein sauber oder zertrampelt war: „So ist es auch mit unserem Wert bei Gott. Er verändert sich nicht, egal, was das Leben uns antut…“

pp/Agentur ProfiPress

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