„Sport lehrt Werte und Persönlichkeit“
Professor Dr. Ingo Froböse (r.) von der Sporthochschule Köln und sein Forschungspartner Franz-Peter Schäfer bei der Besichtigung der von der Flut schwer in Mitleidenschaft gezogenen Bad Münstereifeler Innenstadt, hier vor dem Orchheimer Tor. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
„Sagen Sie, was ich tun kann, und wir helfen“, sagte Professor Dr. Ingo Froböse (m.) von der Sporthochschule Köln nach einem Besuch der Sportwelt Schäfer und der von der Flut 2021 schwer gezeichneten Stadt Bad Münstereifel zu Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian (r.), links Sportwelt-Chef Franz-Peter Schäfer. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
In der zerstörten Sporthalle des erzbischöflichen St.-Angela-Gymnasiums (v.r.): Professor Dr. Ingo Froböse, Sportlehrerin Britta Greven, Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, Sportlehrer Michael Chavet, Sportwelt-Mitarbeiter Tim Schäfer und Professor Froböses Institutskoordinator und Wissenschaftlicher Mitarbeiter Lukas Leibfried. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Franz-Peter Schäfer, der Leiter der „Sportwelten Schäfer“ in Kommern und Bad Münstereifel, nahm das Zertifikat entgegen, das seine Gesundheitsstudios als „Forschungspartner“ des Instituts für Training und Prävention ausweist. Nur 45 Einrichtungen bundesweit gehören zum erlauchten Kreis der Forschungspartner dieses Instituts von Prof. Dr. Froböse, die sich den Slogan „Gesundheit durch Training“ zur Devise machen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Diplom-Sportlehrer Reiner Nottelmann, Sportwelt-Lehrer Markus Woocker M.A. und Professor Dr. Ingo Froböse (v.l.) im Diagnostikzentrum. Der Universitätslehrer der Sporthochschule Köln lobte den hohen Prozentsatz von Akademikern in Franz-Peter Schäfers Studios: „Leider nicht branchenüblich!“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
„Das müssen die Leute erst mal begreifen, dass Sport mehr ist als Sport treiben…“, sagte Visionär Ingo Froböse bei seiner Stippvisite in der Eifel: Es gehe um Wertevermittlung, Gesundheitsvorsorge und Prävention: „Die Gesellschaft braucht fitte und gesunde Menschen, stattdessen produzieren wir in der modernen Gesellschaft die Kranken von morgen!“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Besuch in der Diagnostik der Sportwelt Schäfer. Dort erfährt der Einsteiger, wie es um seine Fitness bestellt ist, und der Fortgeschrittene, wie sich seine Werte allmählich verbessern. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und Professor Dr. Ingo Froböse vor einem Zitat des Naturheilkundlers und katholischen Theologen Sebastian Kneipp (1821 – 1897): „Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, muss sich später viel Zeit für seine Krankheit nehmen.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Ingo Froböse (Sporthochschule Köln) bei seinem Rundgang durch die „Sportwelt Schäfer“, einem von bundesweit 45 Forschungspartnern seines Instituts, das die Zusammenhänge zwischen Training und Gesundheit erforscht. Dabei entfuhr ihm wiederholt ein anerkennendes „Sehr gut, vorbildlich“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Kommern/Bad Münstereifel – „Sagen Sie, was ich tun kann, wir helfen“, sagte Professor Dr. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln nach einem Besuch der Sportwelt Schäfer (Kommern und Bad Münstereifel) und der von der Flut 2021 schwer gezeichneten Stadt Bad Münstereifel zu deren Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und Sportwelt-Chef Franz-Peter Schäfer.
Der Experte für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation war in die Eifel gekommen, um die Sportwelt Schäfer mit Gesundheitsstudios in Münstereifel und Kommern per Zertifikat zum „Forschungspartner“ des Instituts für Training und Prävention zu machen. Nur 45 Einrichtungen bundesweit gehören zum erlauchten Kreis der Forschungspartner dieses Instituts, die sich den Slogan „Gesundheit durch Training“ zur Devise machen.
Andererseits war Ingo Froböse aber auch an die Erft gekommen, um sich die immensen Flutschäden anzusehen, die der Fluss bei der Überschwemmung vom 14. auf den 15. Juli vergangenen Jahres in der mittelalterlichen Stadt Münstereifel angerichtet hat. Er selbst kenne die Situation an der Ahr ziemlich genau, wo er Aufsichtsrat einer ebenfalls von der Überschwemmung schwer in Mitleidenschaft gezogenen Klinik ist.
Verdoppelung der Krankheitskosten
Auch im Kreis Euskirchen kennt sich der Universitätslehrer an der Sporthochschule Köln ganz gut aus, wie er im vertrauten Gespräch mit Franz-Peter Schäfer zu erkennen gab. In dessen Sportwelt machte sich der Vertreter der „weltweit größten Sportuniversität“, wie er beiläufig bemerkte, ein Bild von den jahrzehntelangen Bemühungen Franz-Peter Schäfers, Sport, Ernährung, Ruhe und Gesundheit zu einem ganzheitlichen Thema für die Menschen aus Eifel und Voreifel zu machen.
Und zwar im Verbund von drei wesentlichen Multiplikatoren, wie der gelernte Diplom-Ingenieur und Sportmanager Schäfer zu wiederholen nicht müde wird: „Schulsport, Vereinssport und kommerzielle Trainings-und Gesundheitsanbieter wie wir müssen miteinander und untereinander ergänzend arbeiten.“ Der Professor gab Schäfer Recht: „Das müssen die Leute erst mal begreifen, dass Sport mehr ist als Sport treiben…“
Es gehe um Wertevermittlung, Gesundheitsvorsorge und Prävention: „Die Gesellschaft braucht fitte und gesunde Menschen, stattdessen produzieren wir in der modernen Gesellschaft die Kranken von morgen!“ Für 2030 sagte Froböse in der Sportwelt eine Verdoppelung der Gesundheitskosten in Deutschland voraus. Schon heute stürben täglich 400 Diabetiker an ihrer Krankheit…
Kinder machten noch 2000 bis 3000 Schritte am Tag, in digitalen Medien fänden sie offenbar das, was sie früher beim Spiel auf der Straße und im Sportverein gesucht und gefunden hätten, so Froböse: „Überschaubare und verlässliche Angebote.“ Sport sei an den Schulen zum Nebenfach verkommen, das bei Unterrichtsausfall als erstes abgesetzt werde, beklagte Franz-Peter Schäfer.
Respekt, Toleranz, Sieg und Niederlage
„Das Thema Schulsport hat sich durch die Flut noch verschärft“, so Münstereifels Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian: „Unsere Sportstätten im Tal sind zerstört – wir fahren unsere Kinder bis zu 20 Kilometer weit, damit sie überhaupt Sportunterricht bekommen können.“ Bei einer Besichtigung der von der Flut zerstörten Sporthalle des St. Angela-Gymnasiums führten die Sportlehrer Britta Greven und Michael Chavet dem Sport- und Gesundheitsprofessor das ganze Ausmaß der Zerstörung vor Augen.
„Sport dient der Persönlichkeitsbildung und Wertevermittlung“, darin waren sich Professor und Sportwelt-Chef einig. „Im Mannschaftssport lernt man alles, was man fürs Leben braucht“, so der ambitionierte Ex-Fußballer Franz-Peter Schäfer: „Respekt, Toleranz, Siege, Niederlagen, sich für sich selbst und für andere einzusetzen.“ Manchmal genüge ein Paradigmenwechsel oder das Auftauchen eines neuen Trainers oder Vorbilds, wie zurzeit beim 1. FC Köln, um alles zu ändern.
Sabine Preiser-Marian dankte dem Professor für die „Wertschätzung, die Sie den Menschen durch Ihren Besuch erweisen“. Viele hätten durch Corona und Flut „ihren Wertekodex verloren, besonders die jungen Leute“. Da bedürfe es starker Motivation, um sie aus der Lethargie zu reißen. „Sagen Sie, was ich tun kann, und wir helfen“, versicherte der Professor der Sporthochschule Köln.
„Unterstützen Sie Franz-Peter Schäfer, der hier seit Jahren bittet und vermittelt, die Menschen sollten Sport treiben und richtig essen und leben lernen, um gesund zu bleiben“, so Preiser-Marian: „Manchmal bis zur Grenze der Frustration…“
Professor Ingo Froböse lobte die Einrichtungen der Sportwelt Schäfer, insbesondere Diagnostik und Beratung, oft sagte er beim Rundgang „sehr gut“ und „vorbildlich“ und zeigte sich auch angesichts des hohen Anteils von Akademikern unter den Trainern stark beeindruckt: „Das ist leider nicht typisch für die Branche!“














