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Schule und Kirche unter einem Dach

Helmut Vogelsberg (78) stellte für das Doppeljubiläum „50 Jahre Kommunale Neugliederung und 10 Jahre neues Rathaus Mechernich“ seinen Lieblingsort in Mechernich-Bergheim vor, die alte Schule, die heute gleichzeitig Kapelle, Wohnung und Museum ist

Helmut Vogelsberg vor dem einmaligen Ensemble aus Schule, Wohnung und Kapelle in Bergheim. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bei der Kapelleneinweihung: Weihbischof Dr. Johannes Bündgens (m.), Pfarrer Kurt Hoberg (r.) und Diakon Michael Ruland (l.). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der damalige Pfarrer Kurt Hoberg (r.) und Helmut Vogelsberg bei der Installation des Kirchturmhahnes auf dem Bergheimer Mehrzweckgebäude aus Schule, Lehrerwohnung und Kapelle. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Während der Renovierungsarbeiten an der alten Bergheimer Schul-Kapellen-Kombination feierten die Bewohner seinerzeit ein Kapellen- und Kinderfest mit Pater Leo. Archivfoto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Bergheim - Helmut Vogelsberg (78) und die eigenwillige und einmalige Gebäudekombination aus alter Schule und Kapelle sind unzertrennlich. Der Schreinermeister und Unternehmer (Vogelsberg Innenausbau OHG) hat das Gebäude seit 2006 mit vielen Mitstreitern im Förderverein Alte Schule renoviert und zu einem Bergbau-Informationszentrum mit integrierter Wohnung und Barbarakapelle ausgebaut.

Weihbischof Dr. Johannes Bündgens gab der Kapelle 2009 den kirchlichen Segen, der Antweilerner Geobotaniker Professor Dr. Wolfgang Schumacher von der NRW-Stiftung und deren Regionalrepräsentant Ralf Sawatzki setzten sich für den Ausbau zum örtlichen Bergbau-Informationszentrum ein.

80.000 Euro kamen von der NRW-Stiftung, erinnert sich Helmut Vogelsberg, der in der Bergwerksstraße 1 geboren wurde und aufwuchs, aber auch zahlreiche private Spenden, darunter mehrere über Tausende Euro.

Regelmäßig 20 Gläubige in der Messe

„Das Interesse an Schule und Kapelle war mit einem Mal sehr groß“, berichtet der Vater dreier Söhne. Er und seine Frau Elisabeth, geborene Stoffels aus Kallmuth, haben sieben Enkel.

Noch heute sind alle vier Wochen 20 Gläubige im Gottesdienst – „wenn viele Gedenkmessen sind, auch mehr“, so Vogelsberg, der Schule und Kapelle oft aufsucht: „Das ist der Ort meiner persönlichen Andacht und des Gebetes“, sagt der sozial in der Flüchtlingshilfe engagierte Ex-Unternehmer.

Kapelle und Bergbau-Infozentrum sind täglich zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. Besonders Wanderer steuern das Ensemble an und halten auf dem seinerzeit mitrenovierten Schulhof Brotzeit. Im Informationszentrum kann man u.a. an Karten und Schautafeln etwas vom Leben der Menschen vor 100 und mehr Jahren am Bleiberg erfahren, die in einer wirtschaftlichen Mischform aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft und Bergbau lebten. Auch die einmalige „Mechernicher Bleiflora“ ist dokumentiert.

pp/Agentur ProfiPress

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