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Schattenbäume für Kitas

Pflanzaktionen gegen Gefahren von Klimawandel in Mechernich, Gemünd und Weilerswist im Rahmen des EU-Projekts „Land4Climate“

Auch wenn der neue Mechernicher Baum in der winterlichen Jahreszeit noch kein Blätterkleid trägt, wird er schon bald wertvollen Schatten für die Kinder spenden. Foto: Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Neue Schattenbäume entstanden auch in Gemünd… Foto: Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

… und Weilerswist. Foto: Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Kreis Euskirchen - Im vergangenen Dezember wurden an drei Kitas in Mechernich, Gemünd und Weilerswist gezielt Schattenbäume gepflanzt. Damit leiste man laut Kreis „einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels auf lokaler Ebene“. Die Maßnahmen erfolgten im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Land4Climate“.

In der Kita in Mechernich wurden zwei Sumpfeichen gepflanzt, in Schleiden-Gemünd eine Sumpfeiche und ein Spitzahorn, und in Weilerswist insgesamt vier verschiedene Baumarten – ausgewählt von den Kitas nach Empfehlungen der Expertinnen und Experten der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises.

Die Kinder können sich damit über zusätzliche Schattenplätze auf ihren Spielflächen freuen, „ein spürbarer Gewinn an heißen Tagen“. „Schön ist, dass solche Maßnahmen ganz konkret vor Ort umgesetzt werden und hier für die Kinder der Kitas sichtbar und nutzbar sind“, so Achim Blindert, Allgemeiner Vertreter des Landrats und zuständiger Geschäftsbereichsleiter.

Natürlicher Schutz

Hintergrund der Aktion ist, dass man in den kommenden Jahren wegen des fortschreitenden Klimawandels vermehrt mit Hitzetagen und Extremwetterereignissen rechnen muss: Gerade in dicht besiedelten Bereichen können sogenannte Hitzeinseln entstehen, die insbesondere für vulnerable Gruppen wie Kinder und ältere Menschen „ein erhebliches Gesundheitsrisiko“ darstellen.

Mit der Pflanzung von Schattenbäumen auf privaten Flächen im Kreis Euskirchen, jeweils mit Einwilligung der Eigentümerinnen und Eigentümer wird gezielt dort angesetzt. Anpflanzungen in dicht bebauten Gebieten verbessern die Luftqualität, spenden Schatten, regulieren Temperatur und Wasserhaushalt und tragen so effektiv zum Schutz vor Hitze und Starkregen bei. Ein zentraler Ansatz des Projekts ist es, private Flächen für naturbasierte Klimaanpassungsmaßnahmen zu aktivieren.

Voraussetzung für die Umsetzung ist, dass es sich um eine private Fläche handelt, ein konkretes Klimarisiko (beispielsweise Hitze oder Hochwasser) vorliegt und sich Eigentümer bzw. Nutzungsberechtigte vertraglich verpflichten, Erhalt und Pflege der Anpflanzungen für 20 Jahre sicherzustellen.

pp/Agentur ProfiPress
 

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