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Oktoberfest abgeblasen

Schmalzler-Fanclub aus Lorbach wollte in diesem Jahr die Spendensumme von 100.000 Euro für krebskranke Kinder vollmachen, aber Covid 19 machte den engagierten Leuten einen Strich durch die Rechnung – Manni Kreuser: „Auch die Freunde unseres wunderbaren Oktoberfestes sind sehr traurig, aber die Corona-Entwicklung macht alles ungewiss“

Bei den bisherigen elf Oktoberfesten mit den Schmalzlern aus dem Bayerischen Wald erzielte der Lorbacher Fanclub weit über 90.000 Euro Spenden für die Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Bedauern die Absage des zwölften Lorbacher Oktoberfestes: Manfred Kreuser (l.) und Hermann Josef Koch (rechts), hier im vergangenen Jahr beim traditionellen Fassanstich mit Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. 2020 hätte die Spendensumme von 100.000 Euro in Lorbach vollgemacht werden sollen. Die Lorbacher unterstützen mit ihrem Oktoberfest die Hilfsgruppe Eifel, die ihrerseits tumor- und leukämiekranke Kinder unterstützt und begleitet, wo und wie es geht. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Lorbach/Kall – 2020 wird’s nix mit „Oazapft iss…“: Es soll keine Böllerschüsse geben, keinen Festzug und auch keinen Fassanstich mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Nix wird’s heuer auf der Eifelhöh‘ mit Dirndln und krachledernen Hosen, Brezn, Haxen und Bier aus schweren Maßkrügen. Die Verantwortlichen haben es jetzt schweren Herzens entschieden: Es wird überhaupt kein Lorbacher Oktoberfest 2020 geben!

Das allseits beliebte und bekannte Oktoberfest des Schmalzler Fanclubs in Lorbach zugunsten der Kaller Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder hätte dieses Jahr so viel Spendengeld einbringen sollen, dass die Organisatoren Manfred Kreuser und Hermann-Josef Koch optimistisch gewesen wären, die unglaubliche Summe von 100.000 Euro seit Beginn der Lorbacher Oktoberfeste vor zwölf Jahren zusammen zu bringen.

„2021 lassen wir es wieder krachen“

Doch die Ungewissheit über die Entwicklung der Corona-Pandemie lasse es nicht zu, die Organisation für das Fest voranzutreiben. „Wir wollen nicht unnötig Geld ausgeben für die Vorbereitungen eines Festes, das am Ende doch nicht stattfinden kann“, sagte Manfred Kreuser dem Redakteur Reiner Züll, dem Pressesprecher der Hilfsgruppe Eifel.

„Dann machen wir die 100.000 Euro eben im nächsten Jahre voll“, so Hermann-Josef Koch optimistisch. Auch die bekannte Band „Schmalzler“ aus dem Bayerischen Wald, die Stars des Lorbacher Oktoberfestes, bedauern die unvermeidbare Absage. Die Enttäuschung für die vielen Eifeler Fans wäre zu groß, wenn man ihnen jetzt noch Hoffnung auf ein großes Fest machen würde, um kurz vorher alles doch wieder abzublasen, so „Schmalzler“-Chef Karl Wirkert: „Im nächsten Jahr lassen wir es dann wieder richtig krachen“.

 

pp/Agentur ProfiPress

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