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Noch keine Vergütung von Westnetz

Betreiber von Photovoltaik-Anlagen im Raum Mechernich warten auf ihr Geld – Im Kölner Stadtanzeiger räumt der neue Netzbetreiber Probleme bei der Umstellung ein – Stadt Mechernich hatte Neuordnung schon 2014 angestoßen – Ex-Betreiber e-regio: „Daten wurden rechtzeitig übermittelt“ – Jetzt soll es Einmalzahlungen geben

Wer eine private oder gewerbliche PV-Anlage betreibt, dem steht eine Einspeisevergütung zu. Der neue Betreiber Westnetz hatte mit der pünktlichen Auszahlung im Raum Mechernich Probleme. Foto: Pixabay/Leonie Cridland/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Wer selbst Strom produziert und ins Netz einspeist, zum Beispiel mit einer Photovoltaik-Anlage auf seinem Dach, dem steht vom Netzbetreiber eine Einspeisevergütung zu. So ist es im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) geregelt. In Teilen des Mechernicher Stadtgebiets ist für die Abrechnung und Auszahlung dieser Vergütungen seit dem Jahreswechsel die zum E.ON-Konzern gehörende Dortmunder Firma Westnetz zuständig. 

Was mit der Euskirchener e-regio jahrelang klappte, entwickelt sich nun offenbar zum Problem: Seit dem Betreiberwechsel klagen private und gewerbliche Einspeiser im Raum Mechernich über Probleme: Sie warten auf ihr Geld. 

Wie der Journalist Thorsten Wirtz im Kölner Stadt-Anzeiger schreibt, seien vielerorts noch keine Zahlungen erfolgt, obwohl die Betroffenen ihren Strom ordnungsgemäß ins Netz eingespeist hätten. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Westnetz GmbH. Laut Wirtz nennt die Firma als wesentliche Ursache für die Probleme die Neuordnung der Netzbetreiberstrukturen: Seit Anfang 2026 ist Westnetz in weiteren Teilen des Mechernicher Stadtgebiets für die Abrechnung zuständig. 

Der Erste Beigeordnete der Stadt Mechernich, Thomas Hambach, kann den Unmut der Bürgerinnen und Bürger gut verstehen, wie er im Interview mit Thorsten Wirtz betonte. Die Verantwortung für die aktuelle Situation sieht er jedoch nicht bei der Stadt Mechernich, die das Problem – im Gegenteil – sehr frühzeitig erkannt habe. – Und entsprechend gehandelt: „Der vollzogene Wechsel geht auf einen Vorgang zurück, der bereits mehr als zehn Jahr zurückliegt“, heißt es im Kölner Stadtanzeiger. Die Neuordnung der Netzkonzession sei bereits im Jahr 2014 angestoßen und seitens der Stadt geordnet umgesetzt worden. Die jetzigen Schwierigkeiten seien also keine Folge kommunaler Versäumnisse, sondern erst im Zuge der praktischen Umsetzung beim neuen Netzbetreiber aufgetreten. 

Wie in dem Artikel von Thorsten Wirtz klar wird, fühlt sich auch der bisherige Betreiber e-regio unschuldig an den Verzögerungen bei der Auszahlung der Einspeisevergütung. Sämtliche Daten zur Abwicklung seinen dem neuen Netzbetreiber fristgerecht übermittelt worden. Doch dann wurde es offenbar kompliziert: Wie Westnetz im Kölner Stadtanzeiger einräumt, habe sich der Transfer und die Anpassung der Kundendaten in das hauseigene System als aufwändiger erwiesen, als erwartet. „Damit die Betroffenen nicht länger warten müssen, bieten wir jetzt eine Einmalzahlung an“, versprach eine Westnetz-Sprecherin im Interview mit Thorsten Wirtz. 

Die Stadt Mechernich drängt nun auf eine schnelle Lösung, um die betroffenen Bürger zu entlasten. 

pp/Agentur ProfiPress

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