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Närrisches Gefolge zur Ader gelassen

Die Prinzenblutspende hat in Zülpich eine lange Tradition – Karnevalisten gingen zum 18. Mal mit gutem Beispiel voran – Blutbanken brauchen dringend Nachschub

So viel närrische Unterstützung: Kein Wunder, dass Prinz Tobias I. (Esser) und Ehefrau Ramona beste Laune hatten, während ihr Blut in die Konservenbeutel tropfte. Blutspenden werden derzeit ganz dringend benötigt. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Nicht sein erstes Mal: Prinz Tobias I., hat nach eigener Aussage zum dritten Mal Blut gespendet. „Eine gute Sache, die jeder machen sollte.“ Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Zülpich – Überraschung! Nicht etwa blau war das Blut, das aus den Adern seiner Tollität, Prinz Tobias I. (Esser), ins Röhrchen floss, sondern: knallrot. Genau wie bei all den anderen Römerstädter Jecken, die dem Aufruf der örtlichen DRK-Gemeinschaft gefolgt und ins farbenprächtig geschmückte Forum Zülpich gekommen waren.

Bunt wie Konfetti präsentierte sich auch das Bild, das die karnevalistisch gekleideten Spenderinnen und Spender auf den Liegen abgaben. Von der „Prinzengarde Zülpich 1910 e.V.“ über die „KG Zölleche Öllege 1879 e.V.“, den „Blauen Funken 1927 e.V.“ den „Hovener Jungkarnevalisten Zülpich 1963 e.V.“ und „Tolbiacums Töchter 2024 e.V.“: Von überall her war das närrische Gefolge erschienen, um kranken und verunfallten Menschen mit einer Portion ihres Lebenssafts zu helfen. – Und das zum mittlerweile 18. Mal in Folge.  

„Dieser Tag ist einfach Tradition, da ziehen hier in Zülpich alle an einem Strang“, freute sich Gemeinschaftsleiter Thomas Heinen über den regen Zulauf. Aber nicht nur die Jecken nutzten den Termin im Forum zur Spende, auch viele „ganz normale“ Bürgerinnen und Bürger schauten vorbei, darunter auch Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen. 

Da in den Blutbanken gerade Mangelware herrsche, hätte man kurzfristig noch eine Telefonaktion gestartet, um Spender zu mobilisieren die lange nicht mehr gespendet haben, berichtete Thomas Heinen. Mit Erfolg: 301 Blutkonserven darunter die von 18 Erstspendern zählten die Verantwortlichen am Ende. Heinen und seine Mitstreiter waren happy. „Die Zahl kann sich sehen lassen!“ 
Praktisch, dass das DRK Blutspendemobil ausnahmsweise zusätzlich vor Ort war. (Nachdem der städtische Spendentermin am Tag vor Heiligabend leider ausfallen musste, weil das Fahrzeug auf dem Hinweg eine Panne hatte.) 

Prinz Tobias I., jedenfalls, und seine Frau Ramona, hatten an ihrer ersten närrischen Blutspende nichts auszusetzen. Im Gegenteil: „Es hat super geklappt“, zwinkerte die Ehefrau des Prinzen. „Ich würde es auch wieder tun.“ Die nächste Karnevalsblutspende findet am Mittwoch, 4. Februar, von 15 bis 20 Uhr, im Rotkreuz-Zentrum Euskirchen, Jülicher Ring 32 b statt. Die nächste Blutspende in Zülpich findet am Dienstag, 14. April, von 15.30 bis 20 Uhr, im Forum Zülpich, Blayer Str. 20 statt.

pp/Agentur ProfiPress
 

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