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„Mein Leben war Gottes Geschenk“

Große Trauergemeinde nahm in St. Tönis Abschied von dem lange beim Ordo Communionis in Christo in Blankenheim und Mechernich wirkenden Pfarrer Gregor Stepkes (95)

Links der aufgebahrte Sarg in der Pfarrkirche St. Cornelius St. Tönis, von rechts am Altar Pfarrer Patrick Mwanguhya von der Communio in Christo in Mechernich, Pfarrer Klaus Stephan Gerndt, ein Mitbruder von Gregor Stepkes aus der Priestergemeinschaft Jesus Caritas, und Diakon Manfred Lang aus Mechernich, der Stellvertreter des Communio-Generalsuperiors Jaison Thazhathil. Foto: Sr. Lidwina/CIC/pp/Agentur ProfiPress

Hermann Stepkes, ein Neffe des Verstorbenen, hielt bei den Exequien die Fürbitten im Namen der Familie. Foto: Sr. Lidwina/CIC/pp/Agentur ProfiPress

Relikte eines reichen von Gott geschenkten Lebens: Sarg, Portraitfoto, Kranz, der Primiz-Kelch, der ins „Haus Effata“ des Ordo Communionis in Christo in Blankenheim zurückkehrt, und ein Fragment mit Abbildung des Gekreuzigten von Gregor Stepkes erstem Priestergewand. Foto: Sr. Lidwina/CIC/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Blankenheim/St. Tönis – Eine große Trauergemeinde, darunter auch Christen aus der GdG Heiliger Matthias Blankenheim/ Dahlem und GdG-Leiter und Pfarrer Andreas Züll sowie Angehörige des Ordo Communionis in Christo aus Mechernich, verabschiedete sich jetzt in der Pfarrkirche St. Cornelius in St. Tönis von dem verstorbenen Communio-Priester und Pfarrer Gregor Stepkes (95).

Anschließend wurde die sterbliche Hülle des im Bistum Aachen weithin bekannten Geistlichen, Studenten- und CAJ-Seelsorgers und früheren Dechants von Viersen im Priesterrondell des kirchlichen Friedhofs St. Tönis beigesetzt. Hauptzelebrant der Exequien war Pfarrer Klaus Stephan Gerndt, ein Mitbruder von Gregor Stepkes aus der Priestergemeinschaft Jesus Caritas.

Pfarrer Patrick Mwanguhya von der Communio in Christo in Mechernich konzelebrierte, die Predigt hielt Diakon Manfred Lang aus Mechernich, der Stellvertreter des Communio-Generalsuperiors Jaison Thazhathil. Auch Pfarrer Andreas Züll und eine ganze Reihe weiterer Priester waren im Gottesdienst präsent. Hermann Stepkes, ein Neffe des Verstorbenen, hielt die Fürbitten.

70jähriges Weihejubiläum

Diakon Lang, der auch Journalist ist, erinnerte in seiner Predigt an ein Interview, das er 2011 mit Gregor Stepkes geführt hatte, und das mehr einem sehr persönlichen und schonungslosen Glaubensbekenntnis als einer Frage-Antwort-Runde geglichen habe. Darin schilderte er seine erste Begegnung mit der Communio-Gründerin Mutter Marie Therese: „Es war wie ein Wunder…“

Der Communio-Priester, der noch im vergangenen Jahr in aller Stille sein 70-jähriges Weihejubiläum begangen hatte, starb im „Haus Effata“ des Ordo Communionis in Christo in Blankenheim, wo er seit fast zwei Jahrzehnten lebte – lange mit seiner Schwester Maria - und wo er Seelsorger war. „Er kannte und rief alle Mitbewohner bei ihrem Namen“, so Diakon Lang: „Wie der gute Hirte…“

„Er ist still eingeschlafen und hat seine unsterbliche Seele Gott zurückgegeben“, schrieb Generalsuperior Jaison Thazhathil, der zurzeit auf Visite bei Communio-Einrichtungen in Indien ist: „Wir trauern um diesen wunderbaren Priester und Gotteszeugen, der unserer Gemeinschaft und vielen unserer Bewohner unendlich viel bedeutet hat.“ Bei seinem 65jährigen Weihejubiläum hatte Gregor Stepkes Father Jaison als Festprediger gebeten: „Sprechen Sie nicht über mich, sprechen Sie über die Eucharistie und das Priestertum“. Das war ihm wirklich wichtig.

Der letzte von 22 Neugeweihten

„Gregor Stepkes ist ein weiser alter Mann geworden, ein Mann Gottes, der ein gewisses Maß an Hochmut, das er sich selbst attestierte, gegen Demut eingetauscht hat“, hieß es bei den Exequien: „Er kam aus einem durch und durch katholischen Elternhaus, wusste aber auch um Schuld und Unzulänglichkeit, die ein langes Leben als Seelsorger mit sich bringt.“

Stepkes lebte noch als letzter von 22 Diakonen, die am 28. Februar 1953 im Hohen Dom zu Aachen zu Priestern geweiht wurden. Bei seinen Exequien wurde jene Bibelstelle in Erinnerung gerufen, aus der sein Weihespruch stammte: „Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm!“, heißt es in der Geheimen Offenbarung: „Und wen dürstet, der komme. Und wer will, empfange lebendiges Wasser umsonst.“

„Gregor Stepkes hat diesen Ruf vernommen und ist ihm gefolgt. Er hat ihn zu anderen gebracht, ist vielen Vorbild und Freund geworden, ja, er hat sie geheilt, wie Jesus den Taubstummen im Evangelium mit dem Ruf »Effata« = Öffne Dich“, so Diakon Lang weiter in seiner Predigt.

Gregor Stepkes habe sich Gott ganz geöffnet. Am 23. Februar 1971 legte er das Ewige Versprechen in der Priestergemeinschaft Unio Jesus Caritas ab und am 1. September 1977 in Mechernich-Holzheim das Versprechen der Nächstenliebe in die Hände von Mutter Marie Therese. Manni Lang: „Gregor Stepkes glaubte an ihr außerordentliches Gründungscharisma: »In ihren Schriften spricht die Stimme Gottes zu uns.«“

Bischof Reger war Kaplan bei ihm

Das Eiserne und Diamantene Priesterjubiläum hatte Gregor Stepkes noch in der Pfarrkirche Alendorf unter anderem mit den Aachener Weihbischöfen Karl Reger und Dr. Johannes Bündgens sowie seinem Freund Generalsuperior Karl-Heinz Haus feiern können. Reger starb ebenfalls vor einigen Wochen. Er war seinerzeit Kaplan bei Pfarrer Stepkes in Viersen.

Im eingangs erwähnten Interview zählte Gregor Stepkes damals zehn zentrale Feststellungen seines Lebens auf, so Lang. Die sechste lautete: „Ich erlebe meine Leitungsfunktion als Priester am Altar. Und zwar nur am Altar! Auch in den Priestergemeinschaften habe ich festgestellt: Keiner darf denken, er wäre der Chef!“

Punkt eins und zwei seiner Aufstellung lauteten: „Ich gebe Zeugnis für das Charisma Mutter Marie Thereses. Ich lasse mich von ihr führen.“ Und: „Mein ganzes Leben ist Dankbarkeit gegenüber Gott. Denn er hat dieses Leben so geschenkt. Er ist die Mitte.“

pp/Agentur ProfiPress

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