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Mechernich, kurzzeitig ein Wintermärchen…

Schneereiche Imperessionen rund um den Bleiberg vom 28. Februar 2020

Mechernich im Schnee vom Girard-Kreisel aus. Im Hintergrund sind Alte Kirche (r.) und Pfarrkirche St. Johannes Baptist (l.) zu sehen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Auch die Mechernicher Bergstraße, über deren Sozialgefüge vor 50 Jahren gerade der Journalist und frühere Regierungssprecher Klaus Vater ein wunderbares Buch veröffentlicht hat, wartete im Winter 2019/20 bislang vergeblich auf Schnee. Jetzt war es für 24 Stunden soweit. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Das kleine, aber idyllische Dörfchen Wielspütz unmittelbar am Rand des Nationalparks Eifel. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Stadtverwaltung Mechernich Freitagmorgen vor dem vollständigen Wegtauen der weißen Pracht. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bei Vussem hat das Veytal eine Breite von über 70 Metern. Es gibt steile Hänge und zwei Schluchten, die die römischen Bauherren vor 2000 Jahren beim Bau der römischen Wasserleitung aus der Eifel nach Colonia Claudia Ara Agrippinensium zu überbrücken hatten. Dazu errichteten sie ein Aquädukt mit zehn bis zwölf freitragenden Pfeilern. Durch Grabungen wurden die Grundmauern von zwei Pfeilern nachgewiesen und 1958 untersucht. Drei Pfeiler mit dem dazugehörigen Leitungsabschnitt wurden 1959 rekonstruiert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Elektrische Energie im Stadtgebiet Mechernich kommt heutzutage oft aus alternativen Quellen, hier zwei von vier Windkraftanlagen bei Voißel. Windparks hat die Stadt außerdem auf dem Ravels- und dem Pflugberg bei Kallmuth. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bescheid hat keine Kapelle wie andere zur Pfarre Bleibuir gehörende Dörfer. Dort bildet ein Wegkreuz mitten im Ort die symbolische christliche Mitte. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Schneehäubchen trugen auch diese beiden metallenen Passanten des Künstlers Peter Ratz vor der alten Bürgermeisterei von Eiserfey. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Kallmuther „Burg“ und Pfarrkirche St. Georg mit einem von zwei Pflugberg-Windkraftanlagen im Hintergrund. Das Dorf ist bundesweit als „Hengasch“ im Fernsehen bekannt geworden. Schmerzensfreitag (dieses Jahr am 20. März) und Sankt-Goergs-Ritt am 1. Mai machen es zum Wallfahrtsort. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die 270 Jahre alte voll funktionsfähige Vollemer Wassermühle war „Bannmühle“ für Urfey, Vollem, Kallmuth sowie Teile von Dottel und Keldenich, das heißt die Einwohner mussten ihr Getreide dort mahlen lassen (Mühlenzwang). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die ersten Forsythien blühen bereits, Kätzchen hängen an den Bäumen, Krokusse und Schneeglöckchen stehen in voller Pracht. Winterlicher Blick von Eiserfey in Richtung Harzheim. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Bleibuirer Kirchberg mit der Pfarrkirche St. Agnes und dem Bauernhof von Karl Vith davor, dessen architektonisch in der Nordeifel ziemlich einmaliges Wohnhaus einmal ein Kloster gewesen sein soll. Das Hinterland mit dem Straßenzug „Um die Weiher“ und der auf Holzpfosten im feuchten Untergrund errichteten Alten Schule waren einmal Karpfenteiche, die zu einer klösterlichen Anlage gehört haben könnten. Die Hauptstraße von Bleibuir heißt „Am Mönch“. „Mönch“ wird in der Teichwirtschaft der Wasserablass genannt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ein einsames Entenpaar machte sich beim Fotografenbesuch auf in die teils zugefrorenen „Fluten“ des Kommerner „Mühlensees“, der einmal ein Bleisandabsetzbecken für den durch Kommern führenden Bleibach war. Auch das Vorfeld dieses „Sees“, der heutige Mühlenpark, war, bevor er 1972 Austragungsort der NRW-Landesgartenschau wurde, ein ziemlich mit Schwermetallen angereichertes Sumpfgebiet mit zahlreichen Abraumhalden am Rand. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Einsamer Hochsitz vor den weiß gepuderten Abraumhalden am früheren Tagebau Kallmuther Berg. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Mechernich, ein Wintermärchen: Für knapp 24 Stunden wurde an der Schwelle zum März Wirklichkeit, wovon viele Kinder und auch erwachsene Fans nostalgischer Winterfreuden seit Ende November vergeblich geträumt haben.

Eine geschlossene Schneedecke überzog im Laufe des Donnerstags, 27. Februar, das Stadtgebiet – und zwar vom bergigen Süden auf dem 525 Meter hohen Brehberg bei Weyer bis zur Antweiler Senke im Norden. Zeitweise schneite es so stark, dass schlecht bereifte Autos Steigungen nicht mehr bewältigten wie im „Vonckebösch“ zwischen Bleibuir und Voißel oder zwischen Kallmuth und Bergheim.

Theoretisch wären auch am Freitag noch Schlittenfahren, Schneeballschlachten und Schneemännerbauen möglich gewesen, aber da setzte schon kräftiger Sonnenschein und Tauwetter ein. Für Samstag und den Monatswechsel am Sonntag sagen die Meteorologen bereits wieder drei bis dreizehn Grad Celsius bei Regen und Starkwind voraus.

Winterbilder genießen

Deshalb genießen Sie die Bilder, die Mechernich wenigstens für kurze Zeit ins Winterkleid hüllten. Das Rathaus mit dem verschneiten Römerkanalabschnitt davor, die winterliche Bergstraße, über deren Sozialgefüge vor 50 Jahren gerade der Journalist und frühere Regierungssprecher Klaus Vater ein wunderbares Buch veröffentlicht hat.

Ein Ensemble um die Bleibuirer Pfarrkirche St. Agnes mit dem alten Viths Hof, der einmal ein Kloster gewesen sein soll, ist ebenso dabei wie der Kommerner Mühlensee, der zu Bergwerkszeiten ein Bleisandabsetzbecken war, und ein einsamer Hochsitz vor den weiß gepuderten Abraumhalden am früheren Tagebau Kallmuther Berg.

Die winterlichen Impressionen vom Bleiberg, die unser Fotograf von der Agentur ProfiPress Freitagmorgen eingefangen hat, zeigen Kunstfiguren mit Schneehäubchen in Eiserfey, Hochspannungsmast und Windräder bei Voißel, die Vollemer Wassermühle, das verschneite Dorfkreuz in Bescheid, das Aquädukt bei Vussem, das idyllische Dörfchen Wielspütz unmittelbar am Rand des Nationalparks Eifel und St. Georg Kallmuth nebst Burg im weißen Winterkleid.

pp/Agentur ProfiPress

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