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„Lost Place Eifel“

Ralf Kramp schickt Herbie Feldmann auf Spurensuche im Wald – Zwölfter Teil der lustig-düsteren Krimireihe um den Antihelden und sein Alter Ego Julius

Mit „Lost Place Eifel“ legt Ralf Kramp den zwölften Fall seines ebenso liebenswerten wie verschrobenen Antihelden Herbie Feldmann und dessen Alter Ego Julius vor. Foto: KBV-Verlag/pp/Agentur ProfiPress

Schon das Cover spiegelt die mystisch-düstere Atmosphäre wider. Viel Situationskomik darf aber in natürlich Manier nicht fehlen. Grafik: KBV-Verlag/pp/Agentur ProfiPress

Eifel/Mechernich - Mit „Lost Place Eifel“ legt Ralf Kramp den zwölften Fall seines ebenso liebenswerten wie verschrobenen Antihelden Herbie Feldmann und dessen Alter Ego Julius vor – und schickt ihn diesmal mitten in den finsteren Eifelwald. Was als harmlose Kontrolle von Wanderwegschildern beginnt, entwickelt sich rasant zu einem aberwitzigen Abenteuer zwischen Mystik, Verbrechen und jeder Menge Situationskomik – das der Autor mit Mechernicher Wurzeln sogar schon auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert hat.

Als Herbie auf einer Lichtung einen angeschossenen Mann findet, ahnt er nicht, dass er den berüchtigten Bernd „Bermuda“ Muckendahl vor sich hat – einst Kiez-König in Hamburg, jetzt zurück in seiner Heimat. Zum Dank überschüttet der Ex-Gangster ihn mit Geschenken und zieht ihn zugleich in eine gefährliche Suche hinein: Wer wollte ihn töten – und warum? Zwischen einer selbsternannten Wanderpäpstin, einer verlassenen Gärtnerei und einer Clique von „Lost Place“-Abenteurern entfaltet sich eine Geschichte, die tief in die dunklen Winkel der Eifel und menschlicher Abgründe führt.

Wie gewohnt verbindet Kramp meisterhaft Spannung mit augenzwinkerndem Humor. Seine Figuren sind skurril, aber herzlich, seine Dialoge pointiert, seine Eifel ein eigenständiger Charakter zwischen Nebel, Moos und Melancholie. „Der Wald ist mitunter finster und geheimnisvoll – genau das Richtige für Herbie Feldmann“, verrät der Autor im Interview.

Mit feinem Gespür für Atmosphäre und einem guten Schuss Selbstironie gelingt Kramp ein Krimi, der gleichermaßen fesselt, amüsiert und die Heimat der Leserinnen und Leser ins Zwielicht rückt. „Lost Place Eifel“ ist ein Muss für alle Fans des Eifeler Humors – und ein perfekter Einstieg für Neueinsteiger in Kramps verschroben-geniales Universum.

Ralf Kramp: „Lost Place Eifel“; 344 Seiten; ISBN 978-3-95441-686-8; KBV Verlag; 15 Euro (D). Auch als eBook erhältlich.

pp/Agentur ProfiPress
 

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