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Kunst, die Gutes tut

Franz Kruse spendet 5.300 Euro an die Mechernich-Stiftung – Geld stammt vor allem aus der Benefiz-Aktion „83 für 100“

Eine beeindruckende Summe auf dem Spendenscheck: Franz Kruse (M.) überreichte 5.300 Euro an Stiftungs-Vorstand Ralf Claßen und dessen Stellvertreterin Maria Jentgen. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Ralf Claßen muss den Scheck noch einmal neu schreiben. Der ursprüngliche Betrag war zu niedrig. Als er mit dem schwarzen Filzstift schließlich die Zahl 5.300 eingetragen hat, blickt Franz Kruse zufrieden auf das symbolische Stück Papier. „Sieht gut aus“, sagt der Künstler und lächelt.

Die Freude ist beiderseits groß: Denn Ralf Claßen ist Vorstand der Mechernich-Stiftung und freut sich gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Maria Jentgen über diesen tollen Betrag, um Menschen in Notlagen zu unterstützen. „Deshalb sagen wir ganz herzlichen Dank an Franz Kruse und an alle, die sich an der Aktion beteiligt haben“, so Claßen.

Die Spende ist das Ergebnis einer besonderen Kunstaktion: Zu seinem 83. Geburtstag im vergangenen Jahr hatte der in Floisdorf lebende Künstler „83 für 100“ ins Leben gerufen. Unter diesem Titel bot Kruse 83 seiner Werke für jeweils mindestens 100 Euro an.

Der Andrang war groß: Viele Werke fanden schnell neue Besitzer, und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick hatte damals sogar augenzwinkernd geraten, sich nicht unbedingt am Mindestgebot zu orientieren: Wer könne, dürfe gern mehr geben.

„Mechernich war immer gut zu mir“

Ergänzt wurde die Spendenaktion durch eine Vernissage im Mechernicher Rathaus. Opernsänger Ulrich Hielscher verschenkte signierte Bücher an Besucherinnen und Besucher und bat im Gegenzug um Spenden, so dass der vorbereitete Spendenscheck am Ende auf stolze 5.300 Euro korrigiert werden musste. „Dass aus einer privaten Idee so viel Unterstützung entstanden ist, ist einfach klasse“, sagt Claßen.

„Mechernich ist immer gut zu mir gewesen“, hatte Kruse bei der damaligen Aktion verkündet. Deshalb habe er auch nicht lange nachdenken müssen, wem er zum Abschied vom Eifelstadion was Gutes tun wolle, so der Künstler, der in der Region kein Unbekannter ist. Der gebürtige Gelsenkirchener arbeitete viele Jahre als Ausstatter, Bühnenbildner und Regisseur an Theatern in Köln, Rom, Paris, London und Washington. Einem breiten Publikum wurde er durch seine fantasievollen Persiflage- und Großfiguren im Kölner Rosenmontagszug bekannt, ebenso durch die Gestaltung zahlreicher Bühnendekorationen im Maritim-Hotel Köln, in der Lachenden Sporthalle und im Gürzenich.

Seit fast fünf Jahrzehnten ist Kruse in Mechernich zuhause. Mit Ehefrau Charlotte lebt er in Floisdorf. Mit der Spende an die Mechernich-Stiftung führt Franz Kruse fort, was er mit seiner Kunst seit jeher getan hat: Menschen verbinden und bewegen. Und Ralf Claßen ist sicher: „Das Geld kommt genau da an, wo Hilfe gebraucht wird. Dafür können wir gar nicht oft genug Danke sagen.“

Jennifer Puthenveettil/pp/Agentur ProfiPress
 

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