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Ist Umgehung für Katzvey möglich?

Stadt hatte Variante ins Spiel gebracht, um Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt zu entschärfen – Nach einstimmigen Beschluss im Ausschuss soll nun eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden

Eine Ortsumgehung für Alt-Katzvey könnte gegenüber der Einfahrt zum Wanderparkplatz an den Katzensteinen an die L61 angebunden werden. Die Stadt will das in einer Machbarkeitsstudie prüfen. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

„Langsam!“, heißt es auf diesem Schild, das auf spielende Kinder hinweist. Anwohner aus Katzvey forderten den Bau eines Gehwegs, die Stadt prüft jetzt zunächst den Bau einer Ortsumgehung. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Katzvey – Die Stadtverwaltung Mechernich möchte in einer Machbarkeitsstudie prüfen, ob eine Umgehung für die Ortsdurchfahrt Alt-Katzveys gebaut werden kann. Das hat jüngst der Ausschuss für Planung, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz einstimmig beschlossen. Bereits seit längerem sind die Bewohner der betroffenen Straße „Am Katzenstein“ besorgt, inzwischen haben 33 von ihnen einen Antrag unterzeichnet, der auf die Gefahren durch die hohe Verkehrsbelastung hinweist. Wegen eines fehlenden Gehwegs seien insbesondere Kinder gefährdet.

„In den vergangenen Jahrzehnten hat der Verkehr, der dabei durch Katzvey fließt, stetig zugenommen“, wird Anwohner Horst Nikolay in einem Bericht von Kölnischer Rundschau und Kölner Stadt-Anzeiger zitiert: „Insbesondere durch die rege Bautätigkeit in den Neubaugebieten in Mechernich-Nord, Kommern und Kommern-Süd sind da in den vergangenen Jahren noch einmal viele zusätzliche Fahrten dazugekommen.“

 „1600 Fahrzeuge wurden bei der letzten Verkehrszählung festgestellt, die täglich durch den Ort rollen“, berichtet Nikolays Nachbar Horst-Peter Litzbarski gegenüber Redakteur Thorsten Wirtz. Ein weiteres Problem: Viele Fahrer halten sich nicht an das Tempolimit von 30 km/h.

Die Verwaltung pflichtet den Anwohnerinnen und Anwohner in ihrer Vorlage für den Ausschuss bei. „Die von den Antragstellern vorgebrachten Probleme können seitens der Verwaltung bestätigt werden“, heißt es in dem Papier. Eine Befragung der Stadt, ob die Straße verkehrsberuhigt ausgebaut werden soll, kam 2021 allerdings zu folgendem Ergebnis: „Diese (seinerzeit) beitragspflichtige Ausbaumaßnahme wurde mehrheitlich aber nicht gewollt.“

Gehweg mindert nicht das Tempo

 

Durch die Änderung des Kommunalabgabengesetzes müssen Anwohner für solche Ausbaumaßnahmen inzwischen aber nicht mehr bezahlen. Trotzdem schlägt die Verwaltung ein anderes Vorgehen vor. „Ein durchgängiger Gehweg würde sicherlich zu einer Verbesserung der Situation für die schwachen Verkehrsteilnehmer führen, jedoch nichts an der Verkehrsbelastung ändern und wahrscheinlich auch keine allzu großen Auswirkungen auf die gefahrenen Geschwindigkeiten haben“, heißt es dazu in der Vorlage. Ein Argument, das Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick in der Sitzung des Planungsausschusses noch einmal unterstrich.

Daher schlägt die Verwaltung stattdessen eine Umgehung der Ortslage vor. Vom Bahnübergang aus könnte eine neu zu bauende Straße hinter dem Ort entlangführen und gegenüber der Einfahrt zum Wanderparkplatz an den Katzensteinen an die L61 angebunden werden. Gleichzeitig würde die Straße „Am Katzenstein“ zur Sackgasse und somit zur reinen Anliegerstraße werden. „Wenn das möglich ist, halte ich diese Lösung für sinnvoller“, wird Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick in den im Mechernicher Stadtgebiet erscheinenden Tageszeitungen zitiert.

Durch den Ersatz der jetzigen maroden Wirtschaftswegbrücke durch den Bau einer neuen, größere Veybachbrücke für eine Ortsumgehung könnte laut Verwaltung außerdem das Wasser bei Starkregenereignissen besser aus Alt-Katzvey abfließen. Ob all dies zu realisieren ist, inklusive der Finanzierung und des nötigen Grunderwerbs, wird nun in einer Machbarkeitsstudie geprüft.

In der Ausschusssitzung wurde dazu eine Skizze mit der möglichen Trassenführung präsentiert. Zwar werde diese „Quasi-Umgehungsstraße“ von der Dorfgemeinschaft begrüßt, doch bei einer möglichen Wegeführung gab es noch Diskussionen. Gegenüber Journalist Thorsten Wirtz betonte Mechernichs Erster Beigeordneter dann auch: „Wo die Trasse einer möglichen Ortsumfahrung verläuft, steht natürlich noch nicht fest – das muss noch geprüft werden.“ Es sei lediglich darum gegangen, ein Beispiel zu präsentieren.

pp/Agentur Profipress

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