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„In Extremo“ nutzte die Nacht

3200 Fans waren begeistert von Mittelalterrock auf der Burg Satzvey

Mechernich-Satzvey – Man versteht vielleicht nicht immer alles, aber man fühlt es: Nicht weniger als 3200 Besucher erlebten Samstagabend das Mittelalterrockkonzert der Band „In Extremo“ auf der Burg Satzvey. „Manchmal textsicher, aber immer begeistert“ schrieb der Journalist Cedric Arndt in den Kölner Tageszeitungen, die im Stadt- und Kreisgebiet erscheinen.

„In Extremo“ machte während ihrer „Burgentour“ genannten Deutschlandtournee zum dritten Mal überhaupt Station auf der von Patricia Gräfin von Beißel zu Gymnich gemanagten Eventburg im Stadtgebiet Mechernich. „Sie rocken das Mittelalter“, so Cedric Arndt.

Die sechsköpfige Combo hatte ihre Tournee unter dem Titel „Carpe Noctem“ („Nutze die Nacht“) zwei Tage zuvor in Coburg gestartet, Samstag war Burg Satzvey an der Reihe, Mitte Juli geht es in Bergen auf Rügen, Görlitz und Magdeburg weiter, Ende Juli auf der Festung Hohentwiel in Singen und auf Burg Creuzburg, im August schließlich gibt es Konzerte auf dem Illinger Burgplatz, im Hanauer Amphitheater und auf dem Klaffenbacher Wasserschloss. Krönender Abschluss soll am 7. September das Konzert auf der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein werden.

„Total faszinierend“

„Noch vor wenigen Augenblicken hatten sich die Betreiber der Imbiss- und Getränkestände kaum vor Bestellungen retten können“, beginnt Cedric Arndt seine Reportage in der „Kölnischen Rundschau“ und im „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Wie auf ein geheimes Signal hin strömten dann jedoch alle Besucher der Burg Satzvey wieder hinaus auf die große Grünfläche, die noch vor wenigen Wochen zahlreichen Ritterlagern bei den Festspielen als Aufstellort gedient hatte. Das restliche Gelände war plötzlich geisterhaft leer.“

Eine einsame Spaziergängerin namens Jule Linksch verriet dem Reporter: „Es ist total faszinierend, hier fast völlig allein durchzugehen. Diese Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen…“ Sie schlenderte nahezu ungestört über den Burgmarkt, um sich dann ihrerseits rasch dem eigentlichen Grund ihres Besuchs zuzuwenden: der Mittelalterrock-Formation „In Extremo“ und ihrem Satzveyer Gastspiel.

„Die Musik von »In Ex'« begleitet mich schon seit meiner Jugend und ich finde es klasse, dass sie jetzt auch regelmäßig hier zu sehen sind. Auch nach einem schlechten Tag haben mich ihre Lieder immer wieder mitgerissen. Und das gilt auch heute noch“, sagte die 32jährige Jule Linksch dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Kölnischen Rundschau“. Schon am späten Nachmittag waren „Ad Infinitum“ und „Fiddler's Green“ als Vorgruppen aufgetreten.

Seit ihr Vater Burg Satzvey vor 44 Jahren als erste private Burg Deutschlands für die Öffentlichkeit zugänglich machte, habe sich eine gut vernetzte Mittelalter-Szene entwickelt, so Patricia Gräfin Beissel am Rand der Veranstaltung. „Sänger Michael Rhein kennt mich schon, seit ich ein kleines Kind war, und uns verbindet eine sehr enge Freundschaft“, erklärte die heutige Burgherrin: „Darum ist es umso schöner, dass wir jetzt schon zum dritten Mal Teil der Burgentour sein können und so ein großartiges Musikevent feiern dürfen.“

Auch in Wacken auf der Bühne

Die 3200 Konzertbesucher jedenfalls schienen aus dem Häuschen zu sein. Auch wenn sie nicht alles von den althochdeutschen, gälischen und altnordischen Texten verstanden, konnten sie textsicher mitsingen. „Ich bin mir nicht völlig sicher, ob ich wirklich jedes Wort ganz genau richtig ausspreche, aber die Stimmung und das Gefühl der Lieder kommt trotzdem zu hundert Prozent rüber“, gab Liza Werken zu Protokoll.

Genau diese Stimmung und das Ambiente der Burg seien es auch, die die für die Band verhältnismäßig kleinen Konzerte zu etwas ganz Besonderem machten, erklärte Organisator Marc Schwarz. „»In Extremo« tritt auch in Wacken vor 30 000 bis 40 000 Zuschauern auf, das ist natürlich ein großer Unterschied zu den 3200 heute hier an der Burg“, so Schwarz: „Dadurch kommen die Besucher aber auch viel näher an die Bühne und die Band heran und können eine ganz andere Verbindung zu den Musikern aufnehmen, die wir uns gerne auch für die nächsten Burgentouren hier in Satzvey wünschen.“

www.burgsatzvey.de

pp/Agentur ProfiPress

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