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Hochbetrieb am „Tag des Apfels“

Alte Obstbaumsorten, Pfannkuchen, Wein und Kürbissuppe waren ebenso im Angebot wie eine Obstsortenausstellung und Vorführungen vom Pressen bis zum Dörren

Mechernich-Kommern – Knusprige Apfelpfannkuchen, Apfelflammkuchen, Apfelgelee, Apfel-Kürbis-Suppe, Birnen-Quitten-Apfelstrudel, Apfelwein, Apfelsaft und natürlich Äpfel aller Arten und Sorten konnte man am vergangenen Wochenende im Rheinischen Freilichtmuseum in Kommern verkosten.

Dr. Carsten Vorwig und seine LVR-Mannschaft hatten ein weiteres Mal zu „Tagen des Apfels“ eingeladen, einer tatkräftigen Hommage an die traditionell attraktivste und reichhaltigste Frucht zwischen Venn und Vorgebirge. Es war die siebte Veranstaltung ihrer Art.

Geboten wurden unter anderem eine große Apfelsortenausstellung im Pingsdorfer Tanzsaal, Kasperletheater, Apfelsaftpressen für die ganze Familie und ein Bienenlehrstand. Man konnte Federweißen und Zwiebelkuchen, leckerste Apfelpfannkuchen und Obstwein probieren. Die Obstpresse der Genossenschaft „Sonne“ war ebenso in Betrieb wie eine Grillstation am Gasthof zur Post und der museumseigene Tante-Emma-Laden.

Die Journalistin Julia Reuss schreibt im „Kölner Stadt-Anzeiger“ und in der „Kölnischen Rundschau“: „Petra Spürkel schiebt ein gewelltes Rost mit dünnen Apfelscheiben in den historischen Dörr-Ofen. Das System funktioniert recht simpel: Unter den übereinander gelagerten Apfel-Backblechen steht ein kleiner, holzbefeuerter Ofen.“

Wärme entzieht Feuchtigkeit

Damit die Äpfel nicht geräuchert würden, werde der Rauch nach hinten abgeleitet, nach oben an die zu trocknenden Äpfel gelange so nur die Wärme, die ihnen Feuchtigkeit entzieht. Dörren war neben dem Einkochen in Gläsern eine Konservierungsmethode, um Lebensmittel haltbar zu machen, lange bevor Vakuumier- und Tiefkühlsysteme erfunden worden waren.

In allen Baugruppen des Freilichtmuseums Kommern gab es Stände und Mitmachaktionen. „Ich will Apfelsaft“, ruft ein Kind in der Tageszeitungsreportage in der Nähe von Petra Spürkels Stand. Weiter heißt es: „Im Museumsdorf »Bergisches Land« breitet sich der Duft von frischgebackenen Apfelpfannkuchen aus. Der 14-jährige Tristan ist nach eigenen Angaben nicht ganz freiwillig hier. »Aber es ist cool«, sagt er und schiebt sich ein Stück Apfel in den Mund. Ausflüge mit Leckereien bleiben die besten Ausflüge.“

Man konnte beim „Tag des Apfels“ am Sonntag aber nicht nur an Ort und Stelle auf dem Kommerner Kahlenbusch probieren und studieren, sondern auch kaufen und mit nach Hause nehmen. Äpfel, Saft, Gelee und sogar Apfelbäumchen wurden feilgeboten. Wobei der Verkauf von Pflanzgut für Wiesen und Gärten in diesem Jahr nicht so gut lief wie in früheren Jahren, sagte Ursula Gerke vom Obstwiesenverein „Renette“.

Der Verein setzt sich für den Erhalt alter Streuobstwiesensorten ein. Die Bäume, die Ursula Gerke und ihre Mitstreiter anbieten, gibt es nicht in herkömmlichen Baumschulen. Es sind heimische Arten aus vergangenen Tagen.

Eifel und Börde seien sogenannte obstbauliche Randlagen, erklärte die „Renette“-Vertreterin der Journalistin: „Da haben die Obstzüchter selbst experimentiert.“ Durch Ausprobieren seien Sorten gezogen worden, die mit den klimatischen Bedingungen am besten zurechtkamen: „Ein Apfelbaum in Zülpich lebte unter anderen klimatischen Bedingungen als einer in Hellenthal.“

Schorf und wenig Ertrag

Das habe sich auch 2024 bei der Apfelernte wieder gezeigt. Während die Äpfel in der Börde gut gediehen, sei die Ernte in manchen Höhenlagen spärlich oder ganz ausgefallen. In der anhaltenden Feuchtigkeit während Frühling und Sommer hätten viele Bäume außerdem Schorf gebildet.

Der siebte Apfeltag im Rheinischen Freilichtmuseum war einmal mehr ein Publikumsmagnet. Schon um kurz vor Mittag reichte der Platz auf den Parkplätzen nicht mehr. Benachbarte Wiesen mussten in Anspruch genommen werden. Die lange Autoschlange, die sich bildete, brachte manche zum Umdrehen, berichtete Sally-Maria Gülmez aus Königswinter dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Kölnischen Rundschau“.

Nun sei sie froh, dass sie durchgehalten habe: „Trotz dieser überfüllten Eingangspassage, hat jeder seinen Raum gefunden“, sagte sie, die mit ihren vier Kindern gekommen war, zur Reporterin. Der elfjährige Can war gerade dabei, mit seinem zweijährigen Bruder Levent Apfelsaft zu pressen. Neben Äpfeln in allen Formen und Farben konnten die Besucher auch Kunst bestaunen. Die Ausstellung „Zuhause in Europa“ des Vereins Arsenali aus Hürth wurde eröffnet.

pp/Agentur ProfiPress

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