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Glaubenszeugen des Widerstands

Ausstellung über Märtyrer des Erzbistums Köln im Haus Maria Rast bei Mechernich-Antweiler ab 8. Juli und bis einschließlich September

Adeline Gräfin Beissel zu Gymnich und Prälat Dr. Helmut Moll bei einer Ausstellungseröffnung über Dr. Randolph Freiherr von Breidbach-Bürresheim im Bourbonensaal der Burg Satzvey. Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Helmut Moll (r.) und Joachim Kardinal Meissner bei der Vorstellung einer ergänzten Neuauflage von „Zeugen für Christus“ im Kölner Maternushaus. Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Antweiler/Billig - Eine bewegende Ausstellung über die Märtyrer des Erzbistums Köln im 20. Jahrhundert wird vom 8. Juli bis September 2025 im Bildungshaus Maria Rast zwischen Kreuzweingarten und Billig gezeigt. Veranstalter sind die Schönstätter Marienschwestern, die damit an mutige Menschen erinnern, die aus dem christlichen Glauben heraus Widerstand gegen die NS-Diktatur geleistet haben.

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 8. Juli, um 16 Uhr mit einer Eucharistiefeier in der Hauskapelle. In der Predigt stellt der begleitende Referent Prälat Professor Dr. Helmut Moll ausgewählte Glaubenszeugen vor, die eine besondere Verbindung zum Euskirchener Land haben.

Dazu gehört Willi Graf aus Kuchenheim, Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, der kurz vor seiner Seligsprechung steht. Auch der Volksschullehrer Joseph Roth, der einst die Präparandie in Euskirchen besuchte, wird gewürdigt – seine Tochter Adelheid Roth will ihn bei der Eröffnung persönlich vorstellen.

Bindung zur Burg Satzvey

Ebenfalls porträtiert werden Leo Trouet, der am Emil-Fischer-Gymnasium sein Abitur ablegte, der in Kuchenheim geborene Journalist Heinrich Ruster sowie der Jurist Dr. Randolph Freiherr von Breidbach-Bürresheim, der enge familiäre Verbindungen zur Satzveyer Burg hatte.

Im Anschluss an die Messe führt der Referent durch die Ausstellung, die auf dem von Prälat Dr. Helmut Moll herausgegebenen deutschen Martyrologium des 20. Jahrhunderts basiert. Die Ausstellung orientiert sich insbesondere an der achten, erweiterten Auflage der zweibändigen Dokumentation „Zeugen für Christus“, die mittlerweile 81 neue Lebensbilder umfasst.

Prälat Moll, geboren 1944 in Euskirchen, ist ein ausgewiesener Kenner der katholischen Märtyrer des 20. Jahrhunderts. Als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium hat er über Jahrzehnte hinweg Lebenszeugnisse von Christen gesammelt, die unter totalitären Regimen ihr Leben aus dem Glauben heraus hingaben. Seine beiden Bände gelten als Standardwerke zur Erinnerung an das christliche Widerstehen in nationalsozialistischer und kommunistischer Zeit.

„Diese Menschen sind Zeugen der Hoffnung – sie zeigen, dass der Glaube auch in finsterster Zeit Kraft zum Widerstand geben kann“, sagt Prälat Moll über die Märtyrer, die in der Ausstellung vorgestellt werden. Die Ausstellung im Haus Maria Rast ist bis September 2025 zu sehen. Weitere Informationen und Besuchszeiten sind direkt im Bildungshaus erhältlich.

Literaturhinweis:

Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, hrsg. von Helmut Moll im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, 8. erweiterte Auflage, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2023, ISBN 978-3-506-70767-0.

pp/Agentur ProfiPress

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