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Frühling am Bleiberg

Kleine aufmunternde Fotosafari im Grenzbereich der Kommunen Mechernich und Kall ist in diesen Tagen gut für Herz und Gemüt

Blüten und Sonne wecken Frühlingsgefühle nicht nur in der Hochstraße von Lückerath (Stadt Mechernich). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Osterglocken in verschiedenen Züchtungsvarianten gibt es nicht nur im Narzissenangebot der Schevener Gärtnerei Schaar. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Auch in den Gärten und auf den Wiesen rund um den Kall-Mechernicher Bleiberg sprießen die typischen Frühlingsblüher. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Noch dreieinhalb Wochen bis Ostern, aber die Osterhasen tauchen bereits in ganzen Familienverbände wie hier in einer Schevener Gärtnerei (Gemeinde Kall) auf. Übrigens machte der fruchtbare Hase als Ostersymbol erst im 19. Jahrhundert das Rennen gegen andere Eierbringer: In einigen Teilen der Schweiz, etwa im Emmental, war noch im 19. Jahrhundert der Kuckuck der Eierlieferant, in Teilen von Westfalen war es der Osterfuchs, in Thüringen brachte der Storch und in Böhmen der Hahn die Eier zum Osterfest. Weiterhin gab es die Vorstellung, dass die Kirchenglocken, die am Gründonnerstag nach Rom fliegen, die Ostereier bei ihrer Rückkehr von dort mitbringen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Auch vorgezogene Primelchen stehen am Nordeifeler Bleiberg schon in Blüte. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Sehr zaghafte bildet sich erstes Blattgrün an den Sträuchern im Schoßbachhang vor der Lückerather Kapelle St. Lucia… Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Weiß blühende Bäume und Sträucher stechen in diesen Tagen in einer weitgehend noch vegetationslosen Bleiberg-Landschaft ins Auge. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Katzen, Hunde und Schafe friedlich vereint und von einem schlängelnden Seeungeheuer flankiert, im Hintergrund nichts hörende, nichts sehende und nichts sprechende Affen: Tönerne Fabelwesen verbinden sich in diesem Schevener Gewächshaus mit dem Blütenmeer zu einer „Augenweide“… Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Kall – „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte...“: Der 18. März 2020 erinnert rund um den Mechernicher Bleiberg an das wohl bekannteste Frühlingsgedicht überhaupt. Es trägt eigentlich den Titel „Er ist's“ und stammt aus der Feder des deutschen Lyrikers und Pfarrers Eduard Friedrich Mörike aus dem Jahre 1829.

Der vollständige Text des „Biedermeier-Poeten“ Mörike geht so:  „Frühling lässt sein blaues Band/ Wieder flattern durch die Lüfte/ 
Süße, wohlbekannte Düfte/ Streifen ahnungsvoll das Land./ Veilchen träumen schon,/ Wollen balde kommen./ Horch, von fern ein leiser Harfenton!/ Frühling, ja du bist's!/ Dich hab ich vernommen!“

Der kalendarische Frühlingsbeginn und das Ende des Winters fallen auf die Frühlings-Tagundnachtgleiche, dieses Jahr am Freitag, 20. März 2020. Nach meteorologischer Definition begann das Frühjahr jedoch schon ein paar Wochen früher, dieses Jahr war das am 1. März der Fall, dem ersten Fastensonntag. Das Wetter war dank Sturmtief „Elli“, einer schwächeren Nachfahrin der Orkane „Sabine“ und „Yulia“, allerdings bislang nicht besonders frühlingshaft und einladend.

Kräuter, Salatpflanzen und Blumen für Gärten und Balkone

Die Tristesse eines in der Eifel ausgesprochen ungemütlichen niederschlagreichen Winters passte zur allgemeinen Stimmung im Land. Jetzt schießen und sprießen nicht nur Krokusse, Hyazinthen und Narzissen auf den Wiesen im Raum Mechernich/Kall in die Blüte, auch weißblühende Sträucher und gelbe Forsythien leuchten in der seit ein paar Tagen wärmenden Sonne. Erstes Blattgrün regt sich nicht nur an den Sträuchern vor der St.-Lucia-Kapelle in Lückerath.

Gartenbaubetriebe wie die Gärtnerei Schaar in Scheven sind von der allgemeinen pandemischen Ladenschließungswelle (noch) nicht erfasst – dort finden die Gartenfreunde aus der weiten Eifel- und Börden-Landschaft reichlich Blumen, Kräuter, Sträucher, Bäume, Gemüse- und Salatpflanzen, Setzkartoffeln, Steckzwiebeln und anderes Pflanzgut für den heimischen Garten und Balkon.

Hoffentlich heitert der Frühling so nebenbei die mehr oder weniger freiwillig daheim bleibenden Menschen etwas auf. Und mit den Blüten und Knospen könnte Hoffnung keimen, dass es bald mehr als nur noch ein Thema in der Berichterstattung der Medien geben sollte . . .

pp/Agentur ProfiPress

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