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Die Auferstehungsmesse in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist bereitete Karl-Heinz Haus, Generalsuperior der Communio in Christo, ein würdiges Andenken. Zelebriert wurde der Gottesdienst vom stellvertretenden Generalsuperior Jaison Thazhathil (M.) mit Pater Rudolf Ammann (2. v. r.) und Pfarrer Dr. Robert Mutegeki (l.). Diakon Manfred Lang (3. v. l.) assistierte und hielt die Predigt. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
Die Fürbitten wurden in verschiedenen Sprachen vorgetragen – denn die Communio in Christo bringt Gläubige aus aller Welt zusammen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Generalsuperior Karl-Heinz Haus wurde in der Grabstelle der Communio in Christo auf dem Mechernicher Friedhof beigesetzt – neben Mutter Marie Therese. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Eine besondere Atmosphäre in der Mechernicher Pfarrkirche schuf die musikalische Begleitung des Gottesdienstes durch die Sängerinnen und Sänger des Blankenheimer Chores und des ehemaligen Lommersdorfer Chores. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
Startenor Johannes Kalpers, begleitet von Eveline Hannappel am E-Piano, sorgte mit seinem Gesang in der Auferstehungsmesse für Gänsehaut-Momente. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
Die Trauergemeinde gab Generalsuperior Karl-Heinz Haus das letzte Geleit zur Grabstelle auf dem Mechernicher Friedhof. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Hinter dem Bestattungsfahrzeug folgte der Leichenzug über die sonst stark befahrene Weierstraße in Mechernich zum Friedhof. Per Lautsprecher wurde entlang des Weges gemeinsam der Rosenkranz gebetet. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Mit einigen Zweigen Buchsbaum, letzten Worten und innigen Gedanken nahmen die Trauernden Abschied von Generalsuperior Karl-Heinz Haus. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick erinnerte am Grab an einen „einzigartigen Menschen und großartigen Priester“: „Mit berechtigter christlicher Hoffnung wollen wir darauf vertrauen, dass Generalsuperior Karl-Heinz Haus dort, wo er jetzt ist, auch weiterhin seine schützende Hand über uns hält.“ Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Jürgen Fahnenstich brachte seine Trauer stellvertretend für das Kapitel der Communio in Christo auf den Punkt: „So einen Menschen will man nicht verlieren. Mancher sollte diese Welt besser nicht verlassen...“ Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Schwester Lidwina las aus dem ersten Brief an die Korinther, dem „Hohelied der Liebe“. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Generalsuperior Karl-Heinz Haus wurde auf dem Mechernicher Friedhof neben Mutter Marie Therese beigesetzt. Am Grab zitierte Pater Rudolf Ammann für den Verstorbenen passende Worte aus ihrem Kommentar zum Matthäusevangelium: „Komm her, du hast nicht geurteilt über den Glauben eines anderen, du hast nicht gerichtet, du hast dich nicht über den anderen gestellt. Du lebtest mich, und das war die Liebe.“ Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
In einer packenden Predigt ließ Diakon Manfred Lang die prägendsten Stationen im Leben von Karl-Heinz Haus Revue passieren. Er zitierte den Verstorbenen: „Was mich antrieb und was mir am meisten imponierte, war die konkrete Umsetzung des Evangeliums in Taten des Alltags.“ Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Pfarrer Dr. Robert Mutegeki gab dem Generalsuperior mit seiner Verkündigung der Perikope vom guten Hirten aus dem Johannesevangelium passende Worte mit auf seinen letzten Weg. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Domkapitular Hajo Hellwig verlas das Kondolenzschreiben des Aachener Bischofs Dr. Helmut Dieser zum Tod von Generalsuperior Karl-Heinz Haus: „Er war präsent als Verkünder der frohen Botschaft.“ Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
„Die Communio in Christo, wie es sie heute weltweit gibt, ist das Ergebnis seiner totalen Hingabe“, betonte Pfarrer Jaison Thazhathil, der stellvertretende Generalsuperior des Ordo Communionis in Christo. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Elf Geistliche der Communio in Christo und der Aachener Domkapitular Hajo Hellwig aus Kall feierten gemeinsam mit der Trauergemeinde den Auferstehungsgottesdienst für Generalsuperior Karl-Heinz Haus. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
Während der Auferstehungsmesse war der Sarg des Generalsuperiors mit den priesterlichen Symbolen Stola und Kelch vor dem Altar aufgebahrt. Von einem Foto sah Karl-Heinz Haus den Trauernden gütig lächelnd entgegen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich – „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ – zu diesen Zeilen, gesungen von Startenor Johannes Kalpers in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist, wurde Karl-Heinz Haus, Generalsuperior der Communio in Christo, am vergangenen Samstag auf seinem letzten Weg begleitet.
Zahlreiche Weggefährten würdigten das Andenken eines besonderen Menschen und dessen Lebenswerk, die Führung der Communio in Christo, die die Gründerin Mutter Marie Therese 1985 in seine Hände gelegt hatte. Am treffendsten brachte es Jürgen Fahnenstich, stellvertretend für das Kapitel der Communio in Christo, auf den Punkt: „So einen Menschen will man nicht verlieren. Manche Menschen sollten auf dieser Welt bleiben…“
Auch Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick trauerte am Grab des Generalsuperiors um einen „einzigartigen Menschen und großartigen Priester“: „Die versammelte und gleichzeitig heitere Grundstimmung von Karl-Heinz Haus wird uns fehlen, sein Zuspruch, sein Mitdenken, Mitfühlen und Mithandeln. Seine Aufmunterungen werden wir vermissen – und sein Gebet.“
Die Auferstehungsmesse in der Mechernicher Pfarrkirche, die auch live im Internet übertragen wurde, wurde von Pfarrer Jaison Thazhathil, dem stellvertretenden Generalsuperior der Communio in Christo, zusammen mit zehn weiteren Communio-Geistlichen und dem Aachener Domkapitular Hans-Joachim „Hajo“ Hellwig zelebriert.
In einer packenden Predigt ließ Diakon Manfred Lang die prägendsten Stationen im Leben von Karl-Heinz Haus Revue passieren. 1933 in eine gläubige Landwirtsfamilie am Niederrhein geboren, seien biblische Gleichnisse mit Ackerbauern, Fischern, Hirten und Winzern für ihn „naheliegend und überzeugend“ gewesen.
Pastor statt Sportlehrer
In jungen Jahren folgte er seinen Interessen als Messdiener, Pfadfinder und hervorragender Sportler. Nach dem Abitur entschied er sich fürs Theologie-Studium – und gegen den Beruf des Sportlehrers. „Was mich antrieb und was mir am meisten imponierte, war die konkrete Umsetzung des Evangeliums in Taten des Alltags“, zitierte Diakon Manfred Lang den Verstorbenen.
Domkapitular Hajo Hellwig, der stellvertretend für den Aachener Bischof Helmut Dieser die Beerdigung begleitete, verlas das Kondolenzschreiben des Bischofs: „Wir trauern um einen Priester, der durch seinen Glauben und sein Vertrauen auf Gott Kraft und Motivation empfing für seine langjährige Hingabe im priesterlichen Dienst.“ Und: „Er war präsent als Verkünder der frohen Botschaft.“
Karl-Heinz Haus habe, so Diakon Lang, förmlich „gebrannt“ für den guten Hirten und die Verbreitung des Glaubens. So war es nur passend, dass Pfarrer Dr. Robert Mutegeki dem Generalsuperior in der Auferstehungsmesse die Lesung „Der gute Hirte“ aus dem Johannesevangelium mit auf seinen letzten Weg gab.
Gebrannt habe Karl-Heinz Haus außerdem für die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils – ebenso wie Mutter Marie Therese. Die niederländische Mystikerin traf er Ende der 1960er-Jahre während seiner Zeit als Regionalpfarrer in Düren. Diakon Lang: „Mit dieser Begegnung änderte sich alles. Karl-Heinz blieb der erschlagend sympathische und humorvolle Mann, der er war, aber er erkannte auch den tiefen Ernst einer Berufung, die ihm direkt vom guten Hirten zukam.“ „Es war Vorsehung“, habe der Generalsuperior später gesagt.
Ganz besonderer Geist
Am 6. Januar 1985 legte Mutter Marie Therese, die als eine der größten christlichen Mystikerinnen des 20. Jahrhunderts gilt, die Leitung der Communio in Christo eine Hände als Generalsuperior auf Lebenszeit. „Die Communio in Christo, wie es sie heute weltweit gibt, ist das Ergebnis seiner totalen Hingabe“, betonte Hauptzelebrant Pfarrer Jaison Thazhathil.
„Trotz aller Zurückhaltung und Bescheidenheit war er sich der Verantwortung bewusst, die er für die Werke der Gründerin trug – wie auch für die in der Gründung Tätigen und für alle Menschen, die in den Einrichtungen leben“, betonte Jürgen Fahnenstich. Er zeigte sich persönlich tief betroffen vom Tod des 88-Jährigen: „Jeder, der mit ihm zu tun hatte, spürte, dass er von einem besonderen Geist durchdrungen war.“
Auch Bürgermeister Dr. Schick erzählte in seiner Grabrede, dass er den Verstorbenen „als einen auf der Lehre der christlichen Nächstenliebe gesellschaftspolitisch weitsichtig und weitherzig handelnden Menschen kennen und schätzen gelernt“ habe. Besonders erwähnte er auch das Sozialwerk der Communio in Christo, das „mit 300 Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen in Mechernich und in Blankenheim nicht nur einer der größten Arbeitgeber in der Region, sondern auch eine der angesehensten Einrichtungen der Katholischen Kirche überhaupt“ sei.
Glücklich aus Rom zurück
Die Communio in Christo versammelt Gläubige aus aller Welt in ihrer Gemeinschaft, Priester und Bischöfe gingen beim Generalsuperior ein und aus. Am 18. Oktober 2018 erkannte Bischof Helmut Dieser schließlich den Ordo Communionis in Christo kirchenrechtlich an.
Erst vor wenigen Wochen, am 8. Dezember 2021, legte Generalsuperior Karl-Heinz Haus das goldene Gründungskreuz und die Ordensregel persönlich in Rom in die Hände von Papst Franziskus. Bürgermeister Dr. Schick: „Ich sah, wie glücklich er darüber war, diese, wie sich zeigte, letzte irdische Aufgabe im Dienst seiner Gründerin erfüllt zu haben.“
So war es ein friedlicher Abschied in der Mechernicher Pfarrkirche, der mit der Begleitung durch den Kirchenchor eine andächtige Atmosphäre erhielt. Für Gänsehaut-Momente sorgten die Gesangseinlagen von Startenor Johannes Kalpers, der als Schirmherr des Hospizes „Stella Maris“ ein besonderes Verhältnis zur Communio in Christo pflegt.
Von der Empore aus füllte sein „Ave Maria“ den Kirchenraum und verband die Trauer mit der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Bürgermeister Dr. Schick: „Mit berechtigter christlicher Hoffnung wollen wir darauf vertrauen, dass Generalsuperior Karl-Heinz Haus dort, wo er jetzt ist, auch weiterhin seine schützende Hand über uns hält.“
























