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„Er kanns nicht lassen“

Franz-Josef Schmitz, früherer Kirchenkrippenbauer in Strempt und Echte-Kapellen-Errichter in Kampala, hat bei sich im Garten ein Covid-19-taugliches Weihnachtsarrangement aufgestellt, das vom fernen Gartenzaun aus einzusehen ist

Mia Kunzemann und Emilia Mertens mit Krippenbauer Franz-Josef Schmitz in dessen heimischem Garten. Foto: Uwe Höger/pp/Agentur ProfiPress

Eddy Ferrest, Josef Breuer, Manfred Eckstein und Erwin Roggendorf stellten sich lange Jahre als Strempter Krippenbauer selbst in den Dienst des Christkindes. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

In den Slums von Kampala, in Sichtweite von Downtown, bauten Franz-Josef Schmitz aus Strempt und seine Kumpel, Maurermeister Adolf Birekoven aus Düren-Gürzenich und der Dürener Baustoffhändler Heinrich Hempsch, eine Kapelle für Ordensfrauen. Es war eine Art Gelübde… Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Strempt – Weil wegen Corona dieses Jahr keine Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche St. Rochus aufgebaut werden soll, hat Franz-Josef Schmitz, einer der „alten“ Strempter Motivkrippenbauer, eine Open-Air-Krippe bei sich im Garten errichtet, die ebenfalls zur Besichtigung freigegeben ist, so Ortsbürgermeister Uwe Höger in einer Mitteilung an den Mechernicher „Bürgerbrief“.

„Er kann es einfach nicht lassen“, schreibt Höger und will die Mahnung ausdrücklich als Kompliment verstanden wissen. Der kirchlich und sozial engagierte Schmitz hat auch schonmal eine ganze Kirchenkapelle in Afrika mit Kumpels gebaut – und damit bundesweit Schlagzeilen gemacht.

Abends ausgeleuchtet

In Strempt gehörte er lange und bis 2010 zum festen Stamm von mehreren Senior-Krippenbauern, die in der Pfarrkirche Str. Rochus Jahr für Jahr riesige Krippenlandschaften schufen, über die regelmäßig in den Medien berichtet wurde. Mit Hilfe der angeschlossenen Krippencafés im Pfarrheim nebenan wurden über die Jahre zehntausende Euros für Hilfs- und Missionsprojekte in der sogenannten Dritten Welt erwirtschaftet.

Seine aktuelle Corona-Weihnachtskrippe 2020 hat Franz Josef Schmitz bei sich im Garten in der Rahmesstraße so aufgebaut, dass Passanten sie mit genügend Abstand von der Straße aus bewundern können. Als Stall von Bethlehem dient ein ehemaliges Tomatengewächshäuschen.

Schon während der Bauphase stellten sich jede Menge Fans ein, darunter mit Mia Kunzemann und Emilia Mertens auch Kinder aus der Nachbarschaft, die ihrerseits wieder Freundinnen auf Besuch und aus ganz Strempt mit an den Gartenzaun von Schmitz brachten und bringen. Franz-Josef Schmitz erzählt ihnen dann die Geschichte von Jesus. Abends wird die Krippe mit Strahlern ausgeleuchtet.

pp/Agentur ProfiPress

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