Dürer-„A“ für „Lebenshilfe“
Geschäftsführer Rolf K. Emmerich und Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Schmitz (l.) vom Heilpädagogischen Zentrum „Haus Lebenshilfe“ in Bürvenich enthüllten am Sonntag im Euskirchener Erftquartier ein „Raumflüsterer“ genanntes Kunstwerk von Rolf A. Kluenter. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Eine ganze Menge Menschen kamen am Sonntag auf den freien Platz im „Erftquartier“, um die Enthüllung des Kunstwerks zu erleben, mit dem der in den Städten Mechernich und Zülpich verwurzelte Rolf A. Kluenter sein dreijähriges Schaffen in und für Euskirchen zum Abschluss bringt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Bürgermeister Dr. Uwe Friedl nannte es „eine große Ehre“, dass Rolf Kluenter die Kreisstadt seit Jahren zum Kunstobjekt mache. In seine „soziale Plastik“ aus „Zeitkapsel“ und „Raumflüsterer“ beziehe er auch die Menschen im Erftquartier mit ein. Der EuGeBau dankte Dr. Friedl, dass die Baugesellschaft das früher etwas argwöhnisch beäugte Schlachthofviertel wohnlich, energetisch und imagetechnisch enorm aufgewertet habe. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Ein Albrecht-Dürer-„A“ aus der Bodenplatte des „Raumflüsterers“ schenkte Rolf A. Kluenter (r.) seinem Freund und Mitstreiter Rolf K. Emmerich (m.) und dem Kuratoriumsvorsitzenden Kurt Schmidt, beide vom Heilpädagogischen Zentrum „Haus Lebenshilfe“ in Bürvenich. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Ein Feuerring aus Pechfackeln musste das ursprünglich erwogene Abfackeln des mit Papiergemälden behangenen Kunstwerks ersetzen. Die Freiwillige Feuerwehr Wüschheim, die die Aktion begleitete, hatte angesichts der Trockenheit und aufkommender Winde abgeraten. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Armin Flucht von der Euskirchener Baugesellschaft freute sich über die fruchtbare Verbindung von Kultur und klimagerechtem Bauen und Wohnen im Erftquartier. Für die traumhafte Zusammenarbeit, von der er noch im Ruhestand schwärmen werden, überreichte Rolf A,. Kluenter (r.) ein weiteres Dürer-„A“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Dr. Gunther Friedrichs, ein Freund des Künstlers und Rosenkreuzer, der sich um eine Symbiose von Religion und Wissenschaft bemüht, hielt eine meditative Betrachtung zu Kluenters „Raumflüsterer“, der ja im Wesentlichen „Baum“ und „Lebensbaum“ sei. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
In die Wand des geplanten neue Kreisstadt-Rathauses einlassen will Bürgermeister Dr. Uwe Friedl jenes Albrecht-Dürer-„A“, das Rolf A. Kluenter aus der Bodenplatte des „Raumflüsterers“ für ihn anfertigte. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Aus der Nachbarschaft des „Raumflüsterers“ kamen viele menschen zur Enthüllung. Diese beiden Musiker brachten sogar ihre Instrumente mit und verliehen der Veranstaltung so das ihr gebührende internationale akustische Flair. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Rolf A. Kluenter dankte Armin Flucht und Bürgermeister Dr. Uwe Friedl für Ihr Kunstverständnis und Ihr hohes Engagement für seine „soziale Plastik“, die Stadt und Menschen einbeziehe. „Gemeinsam“, versprach Armin Flucht, „werden wir weiter Gutes für das Erftquartier und die hier lebenden Menschen tun.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Gegenseitig stolz aufeinander sind Vater und Sohn Kluenter, hier am Sonntag vor der Denkmalenthüllung auf dem zentralen Platz im Euskirchener Erftquartier. . Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Viele Menschen erlebten die Enthüllung des „Raumflüsterers“. Der Künstler interpretiert sein Werk so, dass die es umgebenden Menschen dazu gehören. Kluenter ist Meisterschüler des Düsseldorfer Kunstprofessors, Architekten und Bildhauers Erich Reusch. Mit ihm nennt er die Symbiose aus Mensch und Werk „soziale Plastik“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Auch Kluenters Frau Kathy und sein Sohn Richard waren aus dem heimischen Shanghai mit in die Voreifel gekommen, um Rolf A. Kluenters metallenen Lebensbaum der Öffentlichkeit vorzustellen, der den Anfangsbuchstaben „A“ in vielen Schriften (Sprachen) dieser Welt symbolisch als Ausdruck aller ethnischen Gruppen und Religionen als Früchte trägt.
Zur Kunstwerksenthüllung waren eine Menge Menschen auf dem Platz im Erftquartier versammelt, auf dem erst im vergangenen Jahr eine „Zeitkapsel“ von Kreisstadt-Bürgermeister Dr. Uwe Friedl und NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach versenkt worden war mit Kinderzeichnungen von Euskirchen und der Welt von morgen. Dieses Kunstwerk, mit dem der neue „Raumflüsterer“ korrespondiert, soll erst 2069 wieder gehoben und betrachtet werden, was aus den Kindheitsvorstellungen von heute geworden sein wird.
„Lebenshilfe“ gab erste Impulse
Bürgermeister Dr. Uwe Friedl nannte es „eine große Ehre“, dass der in Mechernich-Schützendorf und Zülpich-Bürvenich verwurzelte Rolf Kluenter die Kreisstadt seit Jahren zum Kunstobjekt gemacht habe und seine „Euskirchen-Trilogie“ nun zum Abschluss bringe. Sie hatte mit dem gemeinsam mit dem HPZ „Lebenshilfe“ und der EuGeBau inszenierten integrativen Foto- und Filmprojekt „PULS - Stadt, da pocht das Herz!“ begonnen. Die Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen dem Künstler und HPZ-Geschäftsführer Rolf K. Emmerich ist Jahrzehnte alt.
Das Dorf Bürvenich, in dem Kluenter geboren wurde und aufwuchs, ehe er für Jahrzehnte nach Nepal ging, um schließlich in Shanghai zu landen, ist die Nahtklammer dieser Freundschaft. Beide sprechen von „Inklusion pur“ und ohne Anleitung. Dorfbewohner und Bewohner der „Lebenshilfe“ leben in Bürvenich in der Freundschaft zusammen, nicht nur als räumliche Nachbarn.
Dies zu würdigen und zu symbolisieren, verlieh Rolf A. Kluenter, dessen Mutter aus Schützendorf stammte und der dort viel Zeit verbrachte, bei der Denkmalenthüllung am Sonntag ein Albrecht-Dürer-„A“ an Rolf K. Emmerich und Kurt Schmidt, das er aus Resten der Bodenplatte des Euskirchener „Raumflüsterers“ angefertigt hatte. Ein zweites Dürer-„A“ erhielt Armin Flucht von der Euskirchener Baugesellschaft. Das größte und schwerste Dürer-„A“ erhielt allerdings Bürgermeister Dr. Uwe Friedl. Er verkündete, es werde in eine Wand des geplanten neuen Euskirchener Rathauses eingelassen.
Schlachthof-Konzept bis 2014
Rolf A. Kluenter dankte Armin Flucht und Bürgermeister Dr. Uwe Friedl für Ihr Kunstverständnis und Ihr hohes Engagement für seine „soziale Plastik“, die Stadt und Menschen einbeziehe. „Gemeinsam“, versprach Armin Flucht, „werden wir weiter Gutes für das Erftquartier und die hier lebenden Menschen tun.“ Der ehemalige Schlachthof, den die EuGeBau erworben hatte, soll in spätestens fünf Jahren einer neuen und, wie man erwarten dürfe, einer attraktiven städtebaulichen Nutzung zugeführt werden, so Bürgermeister Friedl.
Kluenter dankte auch den Handwerkern, die den „Raumflüsterer“ nach seinen Entwürfen aus Stahl und Stein geschaffen hatten, namentlich dem Zülpicher Steinmetz Stefan Ogrczall („Natursteinwelten“) und den Bessenicher Metallbauern Horst und Thorsten Kloppstein.
Dr. Gunther Friedrichs, ein Freund des Künstlers und Rosenkreuzer, der sich um eine Symbiose von Religion und Wissenschaft bemüht, hielt eine meditative Betrachtung zu Kluenters „Raumflüsterer“, der ja im Wesentlichen „Baum“ und „Lebensbaum“ sei. Lebendiges habe ein Außen- und Innenleben, davon dürfe man ausgehen – und auch Pflanzen kommunizierten auf ihre Weise, so Friedrichs.
So wie es ein äußeres allumfassendes Weltall nach außen gebe, so habe der Dichter Rainer Maria Rilke eine ebenso unendliche Innenwelt angenommen, in der sich die Innenräume aller Lebewesen treffen und begegnen.

















